Warum das Gesetz?
8. November 2020

Warum das Gesetz?

Prediger:
Serie:
Passage: Römer 5,20-21
Dienstart:
20 Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Übertretung voll würde. Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überströmend geworden, 21 damit, wie die Sünde geherrscht hat im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.
  • Die meisten Juden zur Zeit von Paulus gingen davon aus, dass die Rolle des Gesetzes darin bestand, die Auswirkungen der Sünde einzudämmen.
  • Stattdessen lehrt Paulus, dass Gott das Gesetz gegeben hat, damit die Sünde zunehme.
  • Dadurch sollte gezeigt werden, dass die Lösung für das Problem der Sünde nicht durch das Gesetz geschehen kann.
  • Am Ende triumphiert weder die Sünde noch das Gesetz, sondern die Gnade, durch die Gott seine Gerechtigkeit und seine Verheißungen durch den letzen Adam erfüllt, Jesus Christus.
  • Paulus hatte in den Versen 15-19, in denen er Adam und Christus gegenüberstellte, das Gesetz ausgelassen.
  • Hier nun wendet er sich einer entscheidenden Frage zu, die jedem Leser auf den Nägeln brannte: Wenn wir doch nur durch Jesus Christus gerettet werden, warum hat Gott dann überhaupt das Gesetz gegeben?
  • Paulus gibt darauf eine schockierende Antwort: Das Gesetz hat nicht die Sünde zurückgehalten, sondern sie sogar noch verstärkt.
  • Das gute Gesetz Gottes traf auf die bösen Mächte der Sünde und des Todes, woraus nur noch mehr Sünde entstand.
  • Statt die Herrschaft der Sünde zu brechen, hat das Gesetz sie sogar noch unterstützt.
  • Das Problem ist, dass uns vor Gott nicht nur unsere bösen Werke verdammen, sondern unsere vermeintlich guten.
  • Denn selbst die vermeintlich guten entstammen einem bösen Herzen, wodurch sie unwiderruflich verdorben sind.
  • Was Menschen von Gott abhält, sind oft nicht die bewusst bösen Werke, sondern die Selbsttäuschung über ihre eigene Gerechtigkeit.
  • Das Gesetz sollte aufzeigen, wie sündhaft wir wirklich sind, indem wir gegen die direkte Stimme Gottes rebellieren.
  • Gerettet werden wir nur durch die Gnade Gottes, die vor dem Hintergrund des Gesetzes und der Übertretung desselben nur noch herrlicher erscheint.
  • Der Fokus hier ist auf der Sünde, die die Menschen in ihrer Gewalt hält.
  • Das Volk Israel sündigte im Alten Testament so offen und so beständig, dass Gott sein Gericht über sie brachte und sie ins Exil verdammte.
  • Indem Paulus die Unfähigkeit des Gesetzes hervorhebt, erinnert er seine Leser daran, dass ihre einzige Hoffnung in der Gnade Gottes begründet liegt.
  • Gott wollte, dass die Schwere der Sünde durch das Gesetz erkannt werde, damit die Macht seiner Gnade nur um so heller hervorstrahlen könnte.
  • Sie kam überströmend um die Macht der Sünde zu brechen.
  • In Vers 21 fasst Paulus Gottes Plan für die Heilsgeschichte zusammen.
  • Im Alten Testament regierte die Macht der Sünde im Tod.
  • Aber jetzt ist eine größere Macht in die Welt gekommen.
  • Jetzt herrscht die Gnade durch Gerechtigkeit.
  • Mit Gerechtigkeit ist hier sowohl die Gabe der Gerechtigkeit in Christus Jesus gemeint wie auch die Verwandlung durch die Kraft des Heiligen Geistes in das moralische Ebenbild Christi.
  • Am Ende von allem steht die Gabe des ewigen Lebens, d.h. das Leben im zukünftigen Zeitalter.
  • Das ewige Leben wird erst zur Auferstehung vollkommen verwirklicht werden, aber Römer 6,4 deutet an, dass das ewige Leben auch schon in diesem gegenwärtigen bösen Zeitalter erfahrbar ist.
    • 4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. (Röm 6,4)
  • Paulus endet dieses Kapitel genauso wie er es angefangen hat. Den Frieden mit Gott haben wir nur durch unseren Herrn Jesus Christus (Vers 1), und genauso ist die Herrschaft der Gnade nur wirksam geworden durch Jesus Christus, unseren Herrn.
 
Anwendung
  • Paulus möchte, dass wir ein größeres Bild bekommen:
    • von dem Ausmaß unserer Sünde
    • von dem Ausmaß der Gnade Gottes
    • von der Bedeutung von Jesus und was er für uns getan hat

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