Vom Nutzen der Furcht Gottes
12. September 2019

Vom Nutzen der Furcht Gottes

Prediger:
Serie:
Passage: Offenbarung 1:9-20
Dienstart:

Bible Text: Offenbarung 1:9-20 | Prediger: Stefan Beyer | Series: Offenbarung |

Offenbarung 1,9-20 – Vom Nutzen der Furcht Gottes

9 Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen. 10 Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme, wie von einer Posaune, 11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte! und: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den Gemeinden, die in Asia sind: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamus und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea! 12 Und ich wandte mich um und wollte nach der Stimme sehen, die mit mir redete; und als ich mich umwandte, da sah ich sieben goldene Leuchter, 13 und mitten unter den sieben Leuchtern Einen, der einem Sohn des Menschen glich, bekleidet mit einem Gewand, das bis zu den Füßen reichte, und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser. 16 Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor; und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne in ihrer Kraft. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes. 19 Schreibe, was du gesehen hast, und was ist, und was nach diesem geschehen soll: 20 das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden.

Die Offenbarung soll Christen dabei helfen, in ihrem Glauben standhaft auszuharren (Vers 9).

Dieses standhafte Ausharren ist nötig, weil der Christ von vielen Bedrängnissen umgeben ist (Vers 9).

Deshalb besteht die Gefahr, dass er im Glauben müde wird und vielleicht sogar von der Nachfolge Jesu ablässt.

Ein wahrer Christ wird sich niemals ganz vom Glauben abkehren, aber falsche Christen werden durch Bedrängnisse irgendwann davon abgehalten, Jesus nachzufolgen.

Das große Vorbild im Neuen Testament ist Paulus, der trotz aller Widrigkeiten ein gutes Ende im Glauben nahm.

7 Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. 8 Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben. (2Tim 4,7-8)

Der grundlegende Schlüssel für ein lebenslanges, treues Glaubensleben ist die Furcht Gottes.

Die Furcht Gottes ist:

die Wahrnehmung der Eigenschaften Gottes

ein tiefer Respekt vor der Größe und Majestät Gottes und eine Ehrfurcht vor ihm

eine von Herzen kommende Wertschätzung der majestätischen Eigenschaften Gottes, die durch das Evangelium kommt

Jesus möchte Johannes hier, und damit alle Leser des Buchs der Offenbarung, zu dieser Furcht Gottes führen.

Deshalb offenbart er sich in seiner ehrfurchtgebietenden Majestät.

Er redet mit einer gewaltigen Stimme (Vers 10).

Er wiederholt seinen Anspruch auf absolute Souveränität (Vers 11).

Er offenbart sich als der Sohn des Menschen aus Daniel 7 (Vers 13).

13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrundegehen. (Dan 7,13-14)

Die sieben goldenen Leuchter stehen symbolisch für den ganzen Tempel (Vers 12). Im Tempel war die Gegenwart Gottes. In Sacharja 4,6-9 spiegeln die sieben Leuchter aber auch die Kraft des Geistes wieder. Die sieben Leuchter repräsentieren nun die sieben Gemeinden (und per Übertragung alle Gemeinden), wobei der Heilige Geist mächtig in ihnen wirkt und Gott gegenwärtig ist.

Jesus wird hier auch wie ein Priester des Alten Testaments beschrieben, der sich um die Leuchter kümmert, indem er sie korrigiert und ermahnt.

Seine Augen, die wie eine Feuerflamme sind (Vers 14), drücken seine Richterrolle aus. Jesus ist immer bei seinen Gemeinden und kennt ihren geistlichen Zustand. Er segnet und richtet sie entsprechend.

Seine Füsse aus schimmernden Erz, als glühten sie im Ofen (Vers 15), drücken eine moralische Reinheit aus, die die Grundlage seines Handelns ist. Diese Reinheit möchte er auch in den Gemeinden hervorbringen.

Das Bild von seinem Haupt und seinen Haaren verbindet ihn mit dem Gott des Alten Testaments.

9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte . Sein Gewand war schneeweiß, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. (Dan 7,9)

Dass er in seiner rechten Hand die sieben Sterne hält (Vers 16), die in Vers 20 als Engel der Gemeinden gedeutet werden, zeigt, dass sich seine Macht auch in die himmlischen Regionen erstreckt.

Auch das scharfe, zweischneidige Schwert, das aus seinem Mund kommt (Vers 16), deutet auf Gericht hin.

4 Sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden1 im Land ein unparteiisches Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten. (Jes 11,4)

2 Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert ; er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht; er hat mich in seinem Köcher versteckt. 3 Und er sprach zu mir: Du bist mein Knecht , bist Israel1 , durch den ich mich verherrliche . (Jes 49,2-3)

Dass das Angesicht Christi leuchtet, wie die Sonne in ihrer Kraft, symbolisiert ihn als den siegreichen Krieger.

31 So müssen alle deine Feinde umkommen , o HERR ! Die aber Ihn lieben , sollen sein wie die Sonne , wenn sie aufgeht in ihrer Macht!” (Ri 5,31)

Johannes fällt vor dieser Erscheinung nieder, wie tot (Vers 17).

Aber Jesus berührt ihn mit der rechten Hand und nimmt ihm die Furcht (Vers 17).

Die Grundlage dafür, dass Johannes weiter vor diesem mächtigen, göttliches Wesen bestehen kann, ist das Evangelium (Vers 18).

Durch Jesu Tod am Kreuz hat er dem Tod die Macht genommen und die Gläubigen zu Kindern Gottes gemacht.

12 Indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht. 13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft1 der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich2 des Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (Kol 1,12-14)

Kinder fürchten Gott auf eine andere Weise als seine Feinde.

 
Anwendung

Die Furcht Gottes ist die primäre Grundlage, um im christlichen Leben treu auszuharren und weise Entscheidungen zu treffen.

7 Die Furcht des HERRN 1 ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren 2 verachten Weisheit und Zucht! (Spr 1,7)

Wir sollten um eine wachsende Furcht Gottes beten.

Die Gegenwart Jesu bei seiner Gemeinde ist sowohl Ermahnung als auch Trost. Wir können getrost sein, dass Jesus über alle Mächte im Himmel und auf Erden herrscht.

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