Jesus stillt den Sturm
9. Februar 2020

Jesus stillt den Sturm

Prediger:
Serie:
Passage: Markus 4,35-41
Dienstart:

Markus 4,35-41 - Jesus stillt den Sturm

35 Und an jenem Tag, als es Abend geworden war, sprach er zu ihnen: Laßt uns hinüberfahren an das jenseitige Ufer! 36 Und nachdem sie die Volksmenge entlassen hatten, nahmen sie ihn mit, wie er da in dem Schiff war; es waren aber auch andere kleine Schiffe bei ihm. 37 Und es erhob sich ein großer Sturm, und die Wellen schlugen in das Schiff, so daß es sich schon zu füllen begann. 38 Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, kümmert es dich nicht, daß wir umkommen? 39 Und er stand auf, befahl dem Wind und sprach zum See: Schweig, werde still! Da legte sich der Wind, und es entstand eine große Stille. 40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr keinen Glauben? 41 Und sie gerieten in große Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, daß auch der Wind und der See ihm gehorsam sind?
  • Jesus beginnt das Markusevangelium eigentlich als Prediger.
    • 38 Und er spricht zu ihnen: Laßt uns in die umliegenden Orte gehen, damit ich auch dort verkündige; denn dazu bin ich gekommen! (Mk 1,38)
  • Allerdings führt er die Jünger hier bewusst in eine Situation, in der ihr Wissen über Jesus auf die Probe gestellt wird.
  • Der Text macht deutlich, dass die Probe von Jesus selbst initiiert wurde (Verse 35 und 36).
  • Die Probe bestand daraus, dass sich ein großer Sturm erhob, es aber den Anschein hatte, als ob Jesus nicht eingreifen würde (Verse 37 und 38).
  • Die Jünger zweifelten an der Güte von Jesus (Vers 38).
    • Das war auch schon die Versuchung von Adam und Eva gewesen.
  • Ihr Aufrütteln von Jesus erinnert an die Glaubenszweifel in den Psalmen:
    • 23 Die in Schiffen sich aufs Meer begaben und Handel trieben auf großen Wassern, 24 die sahen die Werke des HERRN und seine Wunder auf hoher See. 25 Er sprach und erregte einen Sturmwind, der die Wellen in die Höhe warf; 26 sie fuhren empor zum Himmel und hinab zur Tiefe, und ihre Seele verging vor Angst; 27 sie taumelten und schwankten wie ein Trunkener, und alle ihre Weisheit war dahin. 28 Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er führte sie heraus aus ihren Ängsten. 29 Er stillte den Sturm, daß er schwieg und die Wellen sich beruhigten; 30 und jene freuten sich, daß sie sich legten; und er führte sie in den ersehnten Hafen. 31 Sie sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern; 32 sie sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes und ihn rühmen im Rat der Ältesten! (Ps 107,23-32)
  • Dabei war der Schlaf von Jesus eigentlich ein Hinweis auf seine souveräne Macht.
    • 9 Wache auf ! Wache auf! Ziehe Stärke an, du Arm des HERRN! Erwache wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat? 10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der großen Flut, trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, damit die Erlösten hindurchziehen konnten? (Jes 51,9-10)
  • Diese zeigt er nun auch in der Stillung des Sturmes (Vers 39).
  • Danach weist Jesus ihren Unglauben zurecht (Vers 40).
  • Sie hätten sich auch im praktischen Leben darauf verlassen müssen, dass er die Verheißungen aus Jesaja 43,1-12 erfüllt.
    • 1 Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst ! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. 2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter ! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle. 4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. 5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. 6 Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, 7 einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe. 8 Bringe hervor das blinde Volk, das doch Augen hat, und die Tauben, die doch Ohren haben! 9 Alle Heidenvölker mögen zusammenkommen und die Nationen sich vereinigen! Wer unter ihnen kann dies verkündigen und uns Früheres hören lassen? Laß sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen; dann wird man es hören und sagen: Es ist wahr! 10 Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, daß ich es bin; vor mir ist kein Gott gebildet worden, und nach mir wird es keinen geben. 11 Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter. 12 Ich habe verkündigt, gerettet und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, daß ich Gott bin. (Jes 43,1-12)
  • Es gibt noch zwei wichtige Beobachtungen am Ende des Textes:
    • Jesus bewahrte seine Jünger nicht vor dem Sturm, sondern in dem Sturm.
      • 35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 Wie geschrieben steht: "Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir geachtet!" 37 Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Röm 8,35-39)
    • Die Jünger haben am Ende größere Furcht vor der Souveränität Jesu als vor dem Sturm (Vers 41).
      • Das zeigt, dass der christliche Glaube nicht von primitiven Menschen erdacht wurde, die Hilfe benötigten, um mit den Naturgewalten klarzukommen.
      • Man hätte sich den christlichen Gott in seiner Souveränität und Heiligkeit nie selbst erdacht.
Anwendung
  • Der Glaube wird im Laufe deines Lebens immer wieder auf die Probe gestellt werden.
    • Dadurch wird deutlich, wie viel theoretisches Wissen über Jesus schon in praktisches Vertrauen übergegangen ist.
    • Außerdem wird dein Glaube dadurch wachsen.
  • Wir sollten nie am Charakter Jesu zweifeln und ihn an den Umständen messen, sondern an seinen Verheißungen und an seinem Werk am Kreuz.
  • Letztendlich sollte unsere Wertschätzung und Anbetung seiner Souveränität und Heiligkeit wachsen.

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