Herzliche Liebe für die Gemeinde
11. Dezember 2022

Herzliche Liebe für die Gemeinde

Passage: Philipper 1,3-8
Dienstart:

Philipper 1,3-8 - Herzliche Liebe für die Gemeinde

3 Ich danke meinem Gott, so oft ich an euch gedenke, 4 indem ich allezeit, in jedem meiner Gebete für euch alle mit Freuden Fürbitte tue, 5 wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tag an bis jetzt, 6 weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. 7 Es ist ja nur recht, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade. 8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.
  • Christlicher Dienst bringt unausweichlich Herausforderungen und Konflikt mit sich.
  • Wenn du im christlichen Dienst stehst und es gibt keinen Widerstand, dann ist es wahrscheinlich nur aus dem Grund, weil es keine Bewegung gibt.
  • Da es diese Herausforderungen gibt, muss jeder christlicher Leiter widerstandsfähig sein.
  • Man muss eine starke äußere Hülle haben, die auch Widerstand aushalten kann.
  • Aber gleichzeitig muss man auch ein Herz haben, das die Menschen wirklich liebt.
  • Die Balance zwischen Härte und Sanftmut ist eine Herausforderung für jeden im christlichen Dienst.
  • Wir müssen klar auf Gottes Wort ausgerichtet sein und mitfühlsam mit den Menschen. Das darf sich nicht gegenseitig ausschließen.
  • Wir sehen genau diese Eigenschaften im Leben des Apostels Paulus.
  • Die Liebe für die Menschen fließt aus seinem pastoralen Herzen.
  • Zehn Jahre bevor er diesen Brief geschrieben hat, ist er auf seiner zweiten Missionsreise nach Philippi gekommen.
  • Er hat das Evangelium von Christus verkündet und viele Menschen sind zum Glauben gekommen.
  • Es ist ein festes Band der Liebe zwischen ihm und der Gemeinde entstanden.
  • Nun schreibt er ein Jahrzehnt später diesen Brief an die Philipper vom weit entfernten Gefängnis in Rom.
  • Er drückt immer noch seine Liebe für sie aus.
  • Der Inhalt dieser Verse sollte das Herz eines jeden christlichen Leiters bestimmen.

Ein dankbares Herz

  • Paulus drückt ein dankbares Herz aus: "Ich danke meinem Gott, so oft ich an euch gedenke" (Vers 3).
  • Egal, wie es ihm selbst geht, die Philipper bleiben in seinen Gedanken und in seinem Herzen.
  • Er war immer dankbar für diese geliebte Gemeinde.
  • Obwohl er selbst gefangen ist, betet er allezeit für sie und tut Fürbitte (Vers 4).
  • Er nimmt die Zeichen der Gnade Gottes in ihrem Leben war.
  • Fürbitte erinnert an die Priester im Alten Testament, die für das Volk Gottes eintraten.
  • Durch Fürbitte für andere wird unser selbstzentrierter Blick gelöst und auf das gerichtet, was wirklich wichtig ist: Christus und sein Wirken in anderen Menschen.

Ein freudiges Herz

  • Paulus betet mit Freuden (Vers 4).
  • Man würde gar nicht denken, dass Paulus im Gefängnis steckt.
  • Er scheint eine triumphierende Freude inne zu haben.
  • Solch eine Freude ist die Frucht des Heiligen Geistes.
  • Die Gnade Gottes schenkt ein tiefes Bewusstsein, dass die Beziehung mit dem Herrn im Reinen ist.
  • Diese Freude hängt nicht von äußeren Umständen ab.
  • Sie hängt von der unveränderlichen Beziehung zum Herrn ab, der die Quelle der Freude ist.
  • Diese übernatürliche Freude erlebt Paulus sogar im Gefängnis in Rom.
  • Freude ist eine der Hauptthemen des ganzen Philipperbriefs. Das Wort "Freude" (chara) kommt viermal vor und das Wort "freuen" achtmal.
  • Ein Schlüsselvers das ganzen Briefs ist Philipper 4,4: "Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!"
  • Diese Art des freudigen Christseins ist eine enorme Kraft in dieser Welt.
  • Vielleicht musst du dich wieder neu auf den Herrn ausrichten, um diese Freude zu erfahren.

Ein Fokus auf das Evangelium

  • Ein drittes dauerhaftes Anliegen im Herzen von Paulus war das Evangelium.
  • Er kommt immer wieder auf die rettende Botschaft von Jesus Christus zurück.
  • Statt sich über seine Gefangenschaft zu beschweren, sieht er sie als weitere Möglichkeit, das Evangelium weiterzugeben.
  • Er freut sich über die Gemeinschaft am Evangelium mit der Gemeinde (Vers 5).
  • Es war die große gemeinsame Unternehmung, der die Gemeinde zusammen mit Paulus ihr Leben verschrieben hatte.
  • Wir tragen als Gläubigen gemeinsam das Evangelium in diese Welt und das verbindet uns mit allen Christen auf dieser Welt.

Eine feste Hoffnung

  • Paulus ist überzeugt, dass die Christen in Philippi wirklich bekehrt sind, und deshalb eine absolute Gewissheit über ihre Zukunft möglich ist: "Weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi", Phil 1,6.
  • Dieses gute Werk in ihnen begann mit der Neugeburt, als sie geistlich lebendig wurden.
  • Gott wird dieses Werk zu Ende bringen. Niemand wird von der Gnade abfallen.
  • Wir arbeiten nicht, um Gottes Wohlgefallen zu verdienen, sondern er wirkt in uns.
  • Gott hat schon Christus für uns gesandt, der am Kreuz gestorben ist.
  • Die Errettung ist keine menschliche Leistung, sondern ein Werk Gottes durch Jesus Christus.
  • Die Gnade Gottes wirkt mächtig und wird uns bis zum Tag des Herrn Jesu Christi festhalten.

Eine echte Liebe

  • Paulus drückt seine tiefe Liebe für die Gemeinde aus: "Es ist ja nur recht, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, die ihr alle sowohl in meinen Fesseln als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums mit mir Anteil habt an der Gnade", Phil 1,7.
  • Er hatte ein großes Herz für die Gemeinde, weil sie gemeinsam Anteil an der Gnade Gottes haben.
  • Obwohl er selbst an einen römischen Soldaten gekettet war, verteidigt und bekräftigt er das Evangelium.
  • Er sehnt sich nach der Gemeinde in der herzlichen Liebe Jesu Christi (Vers 8).
  • Wir sollen andere Christen nicht nur tolerieren, sondern uns an ihnen freuen und von ihnen lernen.
  • Außerdem sollten wir immer offen sein, neue Christen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen.
  • Eine substanzielle Liebe ist das zentrale Kennzeichen eines Christen.