Getreu bis in den Tod
26. September 2019

Getreu bis in den Tod

Prediger:
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Passage: Offenbarung 2,8-11
Dienstart:

Offenbarung 2,8-11 - Getreu bis in den Tod

8 Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist: 9 Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut - du bist aber reich! - und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans. 10 Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! 11 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.
  • Der Brief an die Gemeinde in Smyrna enthält keinen Tadel, sondern uneingeschränktes Lob und Zuspruch angesichts der Treue, mit der die Gemeinde mitten in Drangsal und Armut dem Herrn folgt.
  • Das sollte auch unser Ziel für unser Leben sein: das Wohlwollen des Herrn allein.
  • Die Errettung geschieht allein durch Gnade aufgrund des Werkes Jesu am Kreuz. Wir können aber, als Kinder Gottes, dem Herrn trotzdem durch unsere Treue gefallen und durch unsere Untreue missfallen.
    • 9 Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, 10 damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, 11 mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und aller Langmut, mit Freuden, 12 indem ihr dem Vater Dank sagt, der uns tüchtig gemacht hat, teilzuhaben am Erbe der Heiligen im Licht. (Kol 1,9-12)
    • 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen. 20 Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen. 21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! 22 Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen. 23 Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn! (Mt 25,19-23)
  • Unser Ziel sollte nicht sein, dem Herrn nur so lange zu dienen, wie uns das Christentum Vorteile bringt, sondern unser Leben lang aus Liebe und Treue zu ihm.
    • 7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; 8 ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne 9 und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, 10 um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde, 11 damit ich zur Auferstehung aus den Toten gelange. (Phil 3,7-11)
    • 10 Wir sind Narren um des Christus willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet. 11 Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe 12 und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen. Wenn wir geschmäht werden, segnen wir; wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand; 13 wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost; zum Kehricht der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt. (1Kor 4,10-13)
  • Jesus stellt sich der Gemeinde wieder unter Rückgriff auf die Vision in Kapitel eins vor (Vers 8).
  • Er betont hier seine Souveränität und will damit zum Ausdruck bringen, dass die Bedrängnisse, die die Gemeinde durchstehen muss, vollkommen unter seiner Kontrolle sind.
  • Die Gemeinde musste enorme Drangsal und Entbehrung erdulden (Vers 9). Diese hatten zwei Quellen:
    • Erstens, die Anbetung des Kaisers war in dieser Region sehr stark und in fast jedem Bereich wurde man dazu gezwungen, bei der Anbetung des Kaisers mitzumachen. Wer sich dagegen wehrte, musste große gesellschaftliche Nachteile erdulden.
    • Zweitens, die jungen Christen wurden von den Juden verlästert (Vers 9).
    • Sie hatten also Widerstände sowohl von dem nichtreligiösen als auch von dem religiösen Teil der Gesellschaft zu erdulden.
  • Jesus macht hier im Übrigen wiederum deutlich, dass die Christen nun das wahre Israel sind (Vers 9).
  • Im Nachhall der Verheißungen in Jesaja, auf die die Begriffe Erste und Letzte beruhen, ruft Christus die Gemeinde dazu auf, sich nicht zu fürchten vor dem, was sie erleiden muss (Vers 10).
    • 1 Und nun, so spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst ! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. 2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Erretter ! Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Saba an deiner Stelle. 4 Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet, und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. 5 Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen Samen vom Osten herführen und dich vom Westen her sammeln. 6 Ich will zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bringe meine Söhne aus der Ferne herbei und meine Töchter vom Ende der Welt, 7 einen jeden, der mit meinem Namen genannt ist und den ich zu meiner Ehre geschaffen habe, den ich gebildet und gemacht habe. (Jes 43,1-7)
  • Die Bedrängnisse der Gemeinde werden groß sein und sind Ausdruck des teuflisches Widerstands gegen das Evangelium (Vers 10).
    • 8 Seid nüchtern und wacht ! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; 9 dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, daß sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist. (1Petr 5,8-9)
  • Die Dauer von zehn Tagen ist hier nicht buchstäblich zu verstehen, sondern ein Bezug auf Daniel, der sich weigerte, sich mit den heidnischen Speisen zu verunreinigen.
    • 8 Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, daß er sich nicht verunreinigen müsse. 9 Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer. 10 Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, daß euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte! 11 Da antwortete Daniel dem Aufseher, den der oberste Kämmerer über Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte: 12 Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, daß man uns Gemüse zu essen und Wasser zu trinken gibt; 13 danach soll man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der anderen jungen Männer anschauen, die von der feinen Speise des Königs essen; nach dem, was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten! 14 Da hörte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen. 15 Und nach den zehn Tagen sah man, daß sie besser aussahen und wohlgenährter waren als alle jungen Männer, die von der feinen Speise des Königs aßen. (Dan 1,8-15)
  • Jesus drückt aus, dass er vollkommene Souveränität über diese Bedrängnisse hat.
  • Die Gemeinde soll ihrem himmlischen Herrn vertrauen und treu bleiben (Vers 10).
  • Dadurch wird sie die Krone des Lebens erlangen, die himmlische Erlösung (Vers 10)
Anwendung
  • Die Nachfolge Jesu wird jeden von uns immer wieder einen Preis kosten. Angesichts der Bereitschaft so vieler Christen im Laufe der Kirchengeschichte und auch heute in der Welt, diesen Preis zu bezahlen, sollten wir uns ermutigen und ermahnen lassen.
    • 2 So spricht der HERR, der Gott Israels, über dich, Baruch: 3 Du hast gesagt: "O wehe mir; der HERR hat zu meinem Schmerz noch Kummer hinzugefügt; ich bin müde vom Seufzen und finde keine Ruhe!" 4 Sage zu ihm: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, das breche ich ab, und was ich gepflanzt habe, das reiße ich aus, und zwar das ganze Land! 5 Du aber begehrst für dich Großes? Begehre es nicht! Denn siehe, ich bringe Unheil über alles Fleisch, spricht der HERR; dir aber will ich dein Leben zur Beute geben an allen Orten, wohin du gehen wirst! (Jer 45,2-5)
  • Lasst uns nach dem Wohlgefallen des Herrn allein streben und in Erwartung der himmlischen Freude leben.

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