Ein Aufruf zur Buße
21. November 2019

Ein Aufruf zur Buße

Prediger:
Serie:
Passage: Offenbarung 3,14-22
Dienstart:

Offenbarung 3,14-22 - Ein Aufruf zur Buße

14 Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der "Amen", der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: 15 Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch heiß bist. Ach, daß du kalt oder heiß wärst! 16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. 17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß, und mir mangelt es an nichts! - und du erkennst nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt. 18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst! 19 Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! 20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. 21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. 22 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
  • Die Offenbarung ist ein Buch, das geschrieben ist, um uns die Augen für die geistliche Realität zu öffnen.
  • Das kann sowohl die Realität um Jesus Christus, die Welt um uns herum als auch unseren eigenen geistlichen Zustand betreffen.
  • Mitunter kann unser geistlicher Zustand in Gottes Augen ganz anders sein als wir das denken oder auch als es unsere Mitchristen denken.
  • Jesus stellt sich hier als der "Amen", der treue und wahrhaftige Zeuge, vor (Vers 14).
  • Damit bringt er zum Ausdruck, dass er ein wahres Zeugnis über den Zustand der Gemeinde in Laodizea ablegen wird.
  • Er beginnt auch unmittelbar damit, den geistlichen Zustand der Gemeinde zu kritisieren: er ist vollkommen nutzlos (Vers 15).
  • Hier geht es nicht so sehr um geistlichen Eifer, als um Nützlichkeit (angesichts der Quellen um Laodizea herum).
  • Auch hier ist die Drohung unheimlich ernst und krass formuliert: Jesus wird die Gemeinde ausspeien aus seinem Mund (Vers 16).
  • Der Eindruck, den Jesus von der Gemeinde hat, steht im krassen Gegensatz zu ihrer Selbsteinschätzung (Vers 17).
    • Sie sahen sich als reich, im Überfluß und ohne Mangel.
    • Dagegen waren sie in den Augen Jesu elend, erbärmlich, arm, blind und entblößt.
  • Das Problem war ihre Reinheit (Vers 18).
    • Die Gemeinde hat die Reinheit ihres Glaubens und die Heiligkeit verloren.
  • Dass Jesus sie so dramatisch anspricht ist kein Zeichen fehlender Liebe, sondern gerade ihr Ausdruck (Vers 19).
    • Laut biblischen Verständnis ist das Hinweisen auf Sünde und die Züchtigung kein Ausdruck von mangelnder Liebe, sondern genau vom Gegenteil.
  • Jesus ruft die Gemeinde zur Buße auf und verheißt ihr erneute Gemeinschaft mit sich selbst (Verse 19 und 20).
  • Außerdem verheißt er eine endzeitliche Erhöhung der Gläubigen (Vers 21).
Anwendung
  • Jesus hat keinen Gefallen an einem bloß äußeren Bekenntnis, sondern an inwendiger Realität.
    • 7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, noch auf seinen hohen Wuchs, denn ich habe ihn verworfen! Denn der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, der HERR aber sieht das Herz an! (1Sam 16,7)
  • Den wahren Zustand unseres geistlichen Lebens dürfen wir nicht selbst bewerten, sondern müssen uns von Gott zeigen lassen.
    • 23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; 24 und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg! (Ps 139,23-24)
  • Gott gebraucht Züchtigung, weil ihm der Zustand unseres Herzens nicht egal ist und weil er uns liebt.
    • 6 Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.(1Petr 1,6-7)
    • 4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde 5 und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: "Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst! 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt." 7 Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? 8 Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne! 9 Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen; sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben? 10 Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig erschien; er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. 11 Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. (Hebr 12,4-11)
  • Lasst uns schnell und umfassend Buße tun, wenn Gott uns auf Sünde in unserem Leben hinweist.
    • 2 Jeder Weg eines Menschen ist recht in seinen Augen, aber der HERR prüft die Herzen. (Spr 21,2)
    • 18 Wer Zucht verwirft, gerät in Armut und Schande, wer aber auf Zurechtweisung achtet, kommt zu Ehren. (Spr 13,18)