Die Notwendigkeit einer Reformation
31. Oktober 2019

Die Notwendigkeit einer Reformation

Prediger:
Serie:
Passage: Offenbarung 2,18-29
Dienstart:

Bible Text: Offenbarung 2,18-29 | Prediger: Stefan Beyer | Series: Offenbarung |

Offenbarung 2,18-29 – Die Notwendigkeit einer Reformation

18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndem Erz gleichen: 19 Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und ich weiß, daß deine letzten Werke mehr sind als die ersten. 20 Aber ich habe ein weniges gegen dich, daß du es zuläßt, daß die Frau Isebel, die sich eine Prophetin nennt, meine Knechte lehrt und verführt, Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen. 21 Und ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. 22 Siehe, ich werfe sie auf ein Kranken-Bett und die, welche mit ihr ehebrechen, in große Drangsal, wenn sie nicht Buße tun über ihre Werke. 23 Und ihre Kinder will ich mit dem Tod schlagen; und alle Gemeinden werden erkennen, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde jedem einzelnen von euch geben nach seinen Werken. 24 Euch aber sage ich, und den übrigen in Thyatira, all denen, die diese Lehre nicht haben und die nicht die Tiefen des Satans erkannt haben, wie sie sagen: Ich will keine weitere Last auf euch legen; 25 doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme! 26 Und wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem werde ich Vollmacht geben über die Heidenvölker, 27 und er wird sie mit einem eisernen Stab weiden, wie man irdene Gefäße zerschlägt, wie auch ich es von meinem Vater empfangen habe; 28 und ich werde ihm den Morgenstern geben. 29 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Warum war die Reformation notwendig?

Es gab viele kirchliche Traditionen, die dem Wort Gottes hinzugefügt wurden und diesem teilweise sogar widersprachen.

Die Rechtfertigung wurde mit der Heiligung vermischt, sodass die Frage, wie jemand gerettet wird, als Prozess angesehen wurde.

Spätestens ab dem Zeitpunkt, als das Christentum im Römischen Reich Staatsreligion wurde, gab es eine ungute Mischung aus Religion und Staat.

Heißt das, dass vor der Reformation niemand das Evangelium kannte und es keine wirklichen Christen gab?

Nein, aber das Evangelium war überdeckt durch kirchliche Traditionen und wurde an vielen Stellen nicht klar gelehrt.

Die Reformatoren nahmen letztlich Anstoß daran, dass die Kirche so weltlich geworden war, dass sie Gott Unehre brachte.

Reformation ist etwas, dass jede Gemeinde in gewissen Abständen braucht.

Es ist die Rückbesinnung auf das Wort Gottes, auf die Rechtfertigung allein durch Glauben und die Entfernung von Weltlichkeit bzw. die Rückkehr zu Heiligkeit.

Eine solche Reformation hatte auch die Gemeinde in Thyatira nötig.

Sie ließ offen eine Falschlehrerin in der Gemeinde zu, die offen dazu aufrief, Kompromisse mit der Welt zu machen und im Prinzip genauso zu leben wie die Welt (Verse 20).

Sie hat sich auch durch mehrmalige Aufrufe nicht zur Buße bringen lassen (Vers 21).

Jesus droht ihr und denen, die ihr folgen, sogar noch größere Drangsal an (Verse 22 und 23).

Letztlich wurde sie nicht von Gott angetrieben und lehrte das Wort Gottes, sondern vom Satan und übermittelte seine Lehre (Vers 24).

Wir haben auch in unserem Bund Freier evangelischer Gemeinden gerade zwei klar definierte Strömungen:

Eine grundsätzlich evangelikale Strömung, die am Wort Gottes festhält.

Eine liberale Strömung, die immer mehr weltliche Überzeugungen übernimmt.

Isebel war ein alttestamentliche Figur, die mit einem fremden Volk und fremden Göttern in Verbindung gebracht wird.

31 War es nicht genug, daß Ahab in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte? Denn es geschah, daß er sogar Isebel zur Frau nahm, die Tochter Et-Baals, des Königs der Zidonier; und er ging hin und diente dem Baal und betete ihn an. (1Kö 16,31)

Sie steht als Sinnbild für Kompromisse mit dem widergöttlichen Babylon, das später im Buch der Offenbarung als große Hure bezeichnet wird.

1 Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Komm! ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, 2 mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben, und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind. (Offb 17,1-2)

Durch das Bild der Hure wird ausgedrückt, dass die Welt und ihre Götter verführerisch sind, sie aber einen Preis fordern.

Jesus beschreibt sich in diesem Brief als derjenige, der Augen hat wie eine Feuerflamme und Füße wie schimmerndes Herz (Vers 18).

Das ist ein Bild eines Richters, der unsere Nieren und unser Herz erforscht (Vers 23).

Die Verheißung am Ende hat einen direkten Bezug zur Weltlichkeit.

Wir brauchen jetzt nicht durch falsche Kompromisse versuchen, Einfluss in der Welt zu gewinnen, da wir doch am Ende über die Welt herrschen werden (Verse 26-28).

Anwendung

Wir müssen auch in unserem Bund der Freien evangelischen Gemeinden um eine Reformation kämpfen.

Auch die evangelische Landeskirche braucht mittlerweile eine Reformation.

Evangelium21 will dazu Hilfen und Unterstützung anbieten.

Aber die wichtigste Aufgabe, die wir haben, ist das Gebet.

1 Der Geist des HERRN, des Herrschers, ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, 2 um zu verkündigen das angenehme Jahr des HERRN und den Tag der Rache unseres Gottes, und um zu trösten alle Trauernden; 3 um den Trauernden von Zion zu verleihen, daß ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes, daß sie genannt werden “Bäume der Gerechtigkeit”, eine “Pflanzung des HERRN ” zu seinem Ruhm. 4 Und sie werden die uralten Trümmer aufbauen und wieder aufrichten, was vor Zeiten zerstört worden ist; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht in Trümmern lagen. (Jes 61,1-4)

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