Die Konsequenzen der Sünde
21. Juli 2019

Die Konsequenzen der Sünde

Prediger:
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Passage: Römer 1,24
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Bible Text: Römer 1,24 | Prediger: Stefan Beyer | Series: Römer |

Römer 1,24 – Die Konsequenzen der Sünde

24 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, 25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! 26 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. 28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, 29 als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, 30 Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; 31 unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. 32 Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, daß die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.

Das grundlegende menschliche Problem ist, dass der Mensch die Anbetung des einzig wahren Gottes vertauscht mit der Anbetung selbstgemachter, kleinerer Götter.

Der Mensch preist, liebt und wertschätzt den wahren Gott nicht, sondern sucht sich andere Götter.

Das müssen nicht immer Götter aus Holz und Edelsteinen sein, sondern es können auch ideelle Götter sein.

Der verlorene Sohn sagte sich von seinem Vater los, weil er Freiheit und ein ausschweifendes Leben anbetete.

11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zum Vater: Gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt, Vater! Und er teilte ihnen das Gut. 13 Und nicht lange danach packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermögen mit ausschweifendem Leben. 14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden. 15 Da ging er hin und hängte sich an einen Bürger jenes Landes; der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, welche die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm. (Lk 15,11-16)

Beim Gleichnis vom verlorenen Sohn sehen wir eigentlich die Lehre von Römer 1 schon veranschaulicht: Der Vater gibt den Sohn seinen Wünschen einschließlich aller Konsequenzen hin.

Dieses Dahingeben Gottes wird in Römer 1,24-32 immer wieder beschrieben (Verse 24, 26, 28).

Das Abwenden von Gott und das Leben in der Sünde hat immer schlimme Konsequenzen für den Menschen.

Teil von Gottes Zorn in diesem Leben ist, dass Gott den Menschen diese Konsequenzen erfahren lässt.

Das heißt, es gibt einen eschatologischen Tag des Zorns am jüngsten Gericht, den Paulus in Römer 2 beschreibt:

5 Aber aufgrund deiner Verstocktheit und deines unbußfertigen Herzens häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, 6 der jedem vergelten wird nach seinen Werken. (Röm 2,5-6)

Aber es gibt auch einen diesseitigen Ausdruck des Zornes Gottes, indem Gott uns in unsere Entscheidungen samt all ihren Konsequenzen dahingibt.

Allerdings ist dieses Dahingeben nicht final. Es gibt die Möglichkeit zur Buße, wie schon das Gleichnis vom verlorenen Sohn aufzeigt:

17 Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluß, ich aber verderbe vor Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, 19 und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen; und er lief, fiel ihm um den Hals und küßte ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Festgewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es; und laßt uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. (Lk 15,17-24)

Wer also durch die Konsequenzen seines sündhaften Lebensstils und seiner Gottesferne bedrückt wird, der ist eingeladen “zu sich zu kommen” und zum Vater zurückzukehren.

Die Aufnahme beim Vater ist möglich, weil Jesus Christus, Gottes eigener, sündloser Sohn, für die Sünde der verlorenen Söhne, die umkehren, bezahlt hat.

21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden. (2Kor 5,21)

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