Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern
19. Juli 2020

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Prediger:
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Passage: Markus 12,1-12
Dienstart:

Bible Text: Markus 12,1-12 | Prediger: Stefan Beyer | Series: Markus |

Markus 12,1-12 – Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

1 Und er fing an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Wachtturm und verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. 2 Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern [seinen Anteil] von der Frucht des Weinberges empfange. 3 Die aber ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 4 Und wiederum sandte er einen anderen Knecht zu ihnen; und den steinigten sie, schlugen ihn auf den Kopf und schickten ihn entehrt fort. 5 Und er sandte wiederum einen anderen, den töteten sie, und noch viele andere; die einen schlugen sie, die anderen töteten sie. 6 Nun hatte er noch einen einzigen Sohn, seinen geliebten; den sandte er zuletzt auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! 7 Jene Weingärtner aber sprachen untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, laßt uns ihn töten, so wird das Erbgut uns gehören! 8 Und sie ergriffen ihn, töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus. 9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben! 10 Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. 11 Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«? 12   Da suchten sie ihn zu ergreifen, aber sie fürchteten das Volk; denn sie erkannten, daß er das Gleichnis gegen sie gesagt hatte. Und sie ließen ab von ihm und gingen davon.

Durch das Gleichnis von den bösen Weingärtnern fordert Jesus die Autoritäten weiter heraus.

Was später mit Jesus geschieht, kommt nicht als Überraschung.

Aber Jesus sieht die Feindschaft der jüdischen Führer aus Gottes Perspektive und seiner langen und turbulenten Beziehung mit Israel.

In gewisser Hinsicht ist das Gleichnis eine Falle, wie beim Propheten Natan und David.

Es ist so erzählt, dass die jüdischen Führer mit dem Herrn des Weinbergs sympathisieren, bis sie merken, dass sie selbst die bösen Weingärtner sind.

Sie sind die unverbesserlichen Pächter von Gottes Weinberg, die Johannes den Täufer umgebracht haben und nun auch Gottes Sohn umbringen wollen.

Wie David erkennen sie, dass sie mit dem Gleichnis gemeint sind (Vers 12).

Aber anders als David tun sie keine Busse.

Gott sandte immer wieder seine Knechte, die Propheten, zu dem Volk.

25 Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich euch alle meine Knechte, die Propheten, gesandt, [und zwar] täglich, indem ich mich früh aufmachte und sie [immer wieder] sandte, 26 aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Gehör geschenkt, sondern sie zeigten sich noch halsstarriger und böser als ihre Väter. (Jer 7,25-26)

26 Aber sie wurden widerspenstig und lehnten sich auf gegen dich und warfen dein Gesetz hinter ihren Rücken und erschlugen deine Propheten, die gegen sie Zeugnis ablegten, um sie zu dir zurückzuführen, und verübten große Lästerungen. (Nehmen 9,26)

Die Behandlung der Knechte wird von mal zu mal schlimmer.

Der erste wird ergriffen, geschlagen und mit leeren Händen fortgeschickt (Vers 3).

Der zweite wird gesteinigt, auf den Kopf geschlagen und entehrt fortgeschickt (Vers 4).

Der dritte wird getötet (Vers 5).

Als letzten sendet der Herr seinen einzigen Sohn, seinen geliebten (Vers 6).

Aber dieser wird auch umgebracht, weil die Pächter fälschlicherweise glauben, dass der Herr des Weinbergs tot ist und sie nun das Erbgut erlangen können (Vers 7).

Ihr Hass ist so groß, dass sie ihn noch nicht einmal begraben (Vers 8).

Aber der Herr des Weinbergs wird kommen und Gericht üben (Vers 9).

Dann zitiert Jesus aus Psalm 118 und macht deutlich, dass der Sohn, der umgebracht wird, am Ende wiederauferstehen und gerechtfertigt werden wird.

Durch den Eckstein wird ein neuer Tempel angedeutet.

Sie wollen Jesus nun ergreifen, halten sich aber noch zurück, weil sie das Volk fürchten (Vers 12).

Jesus ist sich seiner Gottessohnschaft vollkommen bewusst, genauso wie die Weingärtner genau wissen, wen sie umbringen.

Anwendung

Wir lernen aus diesem Gleichnis die Langmut des Herrn.

Wir werden auch mit der Torheit der Pächter konfrontiert.

Am Ende kommt jedoch der Zorn des Herrn.

Aber über allem steht aber die Liebe Gottes, der seinen einzigen, geliebten Sohn sendet.

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