Johannes 21:1-25 – Die Herrlichkeit der Liebe Jesu
13. Dezember 2018

Johannes 21:1-25 – Die Herrlichkeit der Liebe Jesu

Prediger:
Passage: Johannes 21,1-25
Dienstart:

Johannes 21:1-25 - Die Herrlichkeit der Liebe Jesu

1 Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern wiederum am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: 2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael von Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern. 3 Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts. 4 Als es aber schon Morgen geworden war, stand Jesus am Ufer; doch wußten die Jünger nicht, daß es Jesus war. 5 Da spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein! 6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische. 7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr ! Als nun Simon Petrus hörte, daß es der Herr sei, gürtete er das Obergewand um sich, denn er war nur im Untergewand, und warf sich in den See. 8 Die anderen Jünger aber kamen mit dem Schiff (denn sie waren nicht fern vom Land, sondern etwa 200 Ellen weit) und zogen das Netz mit den Fischen nach. 9 Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot. 10 Jesus spricht zu ihnen: Bringt her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! 11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, 153; und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht. 12 Jesus spricht zu ihnen: Kommt zum Frühstück! Aber keiner der Jünger wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war. 13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch. 14 Das war schon das dritte Mal, daß sich Jesus seinen Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war. 15 Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe! Er spricht zu ihm: Weide meine Lämmer! 16 Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Jonas, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Er spricht zu ihm: Hüte meine Schafe! 17 Und das dritte Mal fragt er ihn: Simon, Sohn des Jonas, hast du mich lieb? Da wurde Petrus traurig, daß er ihn das dritte Mal fragte: Hast du mich lieb?, und er sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge; du weißt, daß ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe! 18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst. 19 Dies aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach! 20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt hatte: Herr, wer ist's, der dich verrät? 21 Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was ist aber mit diesem? 22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach! 23 Daher kam nun dieses Wort auf unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht! Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? 24 Das ist der Jünger, der von diesen Dingen Zeugnis ablegt und dies geschrieben hat; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist. 25 Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; und wenn sie eines nach dem anderen beschrieben würden, so glaube ich, die Welt würde die Bücher gar nicht fassen, die zu schreiben wären. Amen.
  • Das Johannesevangelium legt besonderen Wert darauf, wie Jesus seine Herrlichkeit offenbart:
    • Anfangen von den Verwandlung von Wasser zu Wein (Joh 2,1-11)
      • 11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit  offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn. (Joh 2,11)
    • über seine Macht über Leben und Tod (Johannes 11)
      • 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit  Gottes sehen? 41 Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und  sprach: Vater, ich danke dir, daß du mich erhört hast. 42 Ich aber weiß, daß du mich allezeit erhörst; doch um der umstehenden Menge willen habe ich  es gesagt, damit sie glauben, daß du mich gesandt hast. 43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein  Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und laßt ihn  gehen! (Joh 11,40-44)
    • bis zur Offenbarung der Herrlichkeit seiner Liebe (Johannes 21).
  • Jesus offenbarte seinen Jüngern nicht nur die Herrlichkeit seiner Macht, sondern auch die Herrlichkeit seiner persönlichen Liebe.
  • Die Szene startet düster, mit dem Wunsch von Simon Petrus, fischen zu gehen, wobei die Jünger nichts fingen.
  • Sie erhält aber eine plötzliche Wende durch das persönliche Erscheinen Jesu und das Wunder des Fischfangs.
  • Die Begeisterung über den Herrn zeigt sich an der spontanen Reaktion von Petrus.
    • Die Jünger haben Jesus nicht nur respektiert und angebetet, sondern auch geliebt.
  • Danach feiert Jesus mit ihnen ein Mahl als Ausdruck tiefer Gemeinschaft.
  • Diese Szene wird als Offenbarung Jesu interpretiert. Was wird offenbart? Seine persönliche Liebe.
  • Jesus stellt Petrus durch diese Liebe wieder her und überträgt ihm die Aufgabe, sich um die Gläubigen zu kümmern.
  • Diese Liebe Jesu schließt aber nicht ein schweres Schicksal für Petrus aus.
  • Man sollte diese Liebe auch nicht daran messen, wie es anderen im Vergleich geht.
  • Schon die Gläubigen neigten zur Legendenbildung und Heiligenverehrung, weshalb jede Lehre an der Schrift gemessen werden muss.
  • Wie geschieht Veränderung?
    • Das Gesetz führt uns zu Christus, aber Veränderung geschieht durch persönliche Gemeinschaft mit Jesus und Erfahrung der Herrlichkeit seiner Liebe.
    • Das Gesetz selbst verändert nicht, sondern zwingt nur äußerlich in eine Form.
    • Innerliche Veränderung geschieht durch Offenbarung der Herrlichkeit von Jesus, insbesondere seiner Liebe.

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