Werktagsgottesdienst vom 29.11.18 – Stefan Beyer – Johannes 20/19-31 – Jesus ermutigt seine Jünger

Johannes 20:19-31 – Jesus ermutigt seine Jünger

19 Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen. 21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist ! 23 Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. 24 Thomas aber, einer von den Zwölfen, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten ihm die anderen Jünger: Wir haben den Herrn gesehen ! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben! 26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen, und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch! 27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Und Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben! 30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.
  • Die Evangelien enhalten ein Mischung aus Ermahnung und Ermutigung.
  • Sie enthalten Aufrufe zur radikalen Nachfolge.
    • 25 Es zog aber eine große Volksmenge mit ihm; und er wandte sich um und sprach zu ihnen: 26 Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. 27 Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein. 28 Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat zur gänzlichen Ausführung, 29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht vollenden kann, alle, die es sehen, über ihn zu spotten beginnen 30 und sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und konnte es nicht vollenden! 31 Oder welcher König, der ausziehen will, um mit einem anderen König Krieg zu führen, setzt sich nicht zuvor hin und berät, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? 32 Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Friedensbedingungen. 33 So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat. (Lk 14,25-33)
  • Sie enthalten aber auch Worte süßer Ermutigung.
    • 28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Mt 11,28-30)
    • 13 Größere Liebe hat niemand als die, daß einer sein Leben läßt für seine Freunde. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe. 16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen. (Joh 15,13-16)
  • Wir brauchen beides, Ermahnung und Ermutigung ein Leben lang.
  • Hier nun nach der Auferstehung ist eine Szene bewegender Ermutigung und Zuneigung von Jesus gegenüber seinen Jüngern.
  • Die Jünger hatten sich an einem Ort versammelt und die Türen verschlossen, weil sie sich vor der Verfolgung von den Juden fürchteten (Vers 19).
  • Jesus tritt in ihrer Mitte, allein das ist schon Bildersprache (Vers 19).
  • Er weist sie nicht zurecht, sondern spricht ihnen seinen Frieden zu (Vers 20).
  • Danach zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite, wiederum Bildersprache (Vers 20).
  • Das Ergebnis bei den Jüngern war Freude und Erleichterung (Vers 20).
  • Nochmal spricht Jesus ihnen seinen Frieden zu (Vers 21).
  • Danach sendet er sie aus, auf ihren Dienst, das Evangelium von Jesus und seinem Werk zu verkünden, nicht aber ohne ihn im gleichen Atemzug den Heiligen Geist zu schenken (Verse 21 und 22).
    • Nach der Logik des Johannesevangeliums empfangen die Jünger hier den innewohnenden Heiligen Geist und bei Pfingsten in Apostelgeschichte 2 die Befähigung durch den Heiligen Geist.
    • Das Johannesevangelium betont, dass der Heilige Geist der Vertreter von Jesus ist, nachdem dieser zum Vater zurückgekehrt ist, und sogar noch engere Gemeinschaft mit Jesus ermöglicht.
      • 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. (Joh 16,7)
  • Nun stattet er sie mit Autorität für ihre Gemeindearbeit aus (Vers 23).
  • Außerdem begegnet er auf besondere Weise dem Jünger Thomas und stärkt seinen Glauben (Verse 24-29).
  • Johannes macht zum Ende noch deutlich, dass die Zeichen, die Jesus tat, enorm zahlreich gewesen waren (Vers 30).
    • Nie gab es einen Wundertäter wie ihn, was seine Identität als Sohn Gottes und Messias beglaubigte.
    • Johannes hatte bewußt die Wunder ausgewählt, die auf besondere Weise die Identität von Jesus und seine Herrlichkeit offenbaren.
    • Das Ziel war, Glauben zu erwecken und dadurch zur Rettung in Jesus zu führen (Vers 31).
  • Das große Ziel des Johannesevangeliums ist es, Glauben zu erwecken.
    • Glauben ist laut dem Johannesevangelium ein geistliches Sehen der Herrlichkeit Jesu und ein Umschließen oder Aufnehmen von Jesus als Retter, Herrn und höchstes Gut.

Stefan Beyer – Johannes 20:19-31 – Jesus ermutigt seine Jünger

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