Predigt vom 28.10.2018: Stefan Beyer – Philipper 1:19-30 – Eine Leidenschaft für Jesus


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Philipper 1:19-30 – Eine Leidenschaft für Jesus

19 Denn ich weiß, daß mir dies zur Rettung ausschlagen wird durch eure Fürbitte und den Beistand des Geistes Jesu Christi, 20 entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts zuschanden werde, sondern daß in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod. 21 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. 22 Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. 23 Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; 24 aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen. 25 Und weil ich davon überzeugt bin, so weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen sein werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, 26 damit ihr um so mehr zu rühmen habt in Christus Jesus um meinetwillen, weil ich wieder zu euch komme. 27 Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, daß ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums 28 und euch in keiner Weise einschüchtern laßt von den Widersachern, was für sie ein Anzeichen des Verderbens, für euch aber der Errettung ist, und zwar von Gott. 29 Denn euch wurde, was Christus betrifft, die Gnade verliehen, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden, 30 so daß ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen habt und jetzt von mir hört.
  • Nachdem er dem lebendigen Herrn begegnet war, betrachtete Paulus das oberste Ziel seines Lebens, für Jesus zu leben.
    • 1 Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester 2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen. 3 Als er aber hinzog, begab es sich, daß er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel. 4 Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul ! Saul! Warum verfolgst du mich? 5 Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! 6 Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, daß ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und geh in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst! (Apg 9,1-6)
  • Eine ähnliche Reaktion sehen wir bei dem Propheten Jesaja.
    • 1 Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. 2 Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. 3 Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit! 4 Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme des Rufenden, und das Haus wurde mit Rauch erfüllt. 5 Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe ! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen! 6 Da flog einer der Seraphim zu mir, und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hatte; 7 und er berührte meinen Mund damit und sprach: Siehe, dies hat deine Lippen berührt; deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde gesühnt! 8 Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich! (Jes 6,1-8)
  • Wie drückt sich die Leidenschaft des Paulus für Jesus aus?
    • Er möchte, dass Christus durch ihn hoch gepriesen werde, sowohl durch sein Leben, als auch durch sein Sterben (Vers 20).
      • Durch sein Leben, indem er darin für Christus fruchtbare Wirksamkeit entfaltet (Vers 22).
      • Durch sein Sterben, indem Christus darin als Gewinn erscheint (Vers 21).
    • Der Kern der fruchtbaren Wirksamkeit des Paulus war, die Förderung und Freude im Glauben bei anderen zu unterstützen (Vers 26).
      • Das Ziel war also, die eigene Freude in Christus mit anderen zu teilen (Vers 26).
    • Teil der Leidenschaft für Christus war aber auch, ein Leben, das des Evangeliums von Christus würdig ist, zu führen (Vers 27).
      • Dabei geht es nicht darum, durch gute Werke das eigene Heil zu verdienen, sondern durch das eigene Leben zu zeigen, wie kostbar Jesus Christus ist.
    • Ausdruck der Leidenschaft für Christus war auch die Bereitschaft, miteinander für den Glauben des Evangeliums zu kämpfen (Vers 28) und um Christus willen zu leiden (Vers 29).
  • Paulus lebte seine Leidenschaft für Christus im Rahmen der Gemeinde aus,
    • die er um Gebet bat (Vers 19)
    • und mit denen er gemeinsam für das Evangelium kämpfte und litt (Vers 30).
  • Wie wird eine Leidenschaft für Christus geboren?
    • Durch eine Begegnung mit dem lebendigen Herrn.
  • Wo kann man diesem lebendigen Herrn begegnen?
    • In seinem Wort.
      • 16 Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen. 17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: “Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!” 18 Und diese Stimme hörten wir vom Himmel her ergehen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. 19 Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen. 20 Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. 21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet. (2Petr 1,16-21)

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