Werkstagsgottesdienst von 06.09.2018: Stefan Beyer – Totsünde 1 – Stolz

Todsünde 1 – Stolz

  • Stolz ist eine der gefährlichsten Sünden in der Bibel.
    • 5 Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter; ihr alle sollt euch gegenseitig unterordnen und mit Demut bekleiden! Denn “Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade”. (1Petr 5,5)
    • 18 Stolz kommt vor dem Zusammenbruch, und Hochmut kommt vor dem Fall. (Spr 16,18)
  • In gewisser Hinsicht war Stolz sogar die ursprüngliche Sünde, die den Teufel zu Fall brachte.
    • 14 Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. 15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde. 16 Durch deine vielen Handelsgeschäfte ist dein Inneres mit Frevel erfüllt worden, und du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. 17 Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor den Königen zum Schauspiel gemacht. (Hes 28,14-17)
  • Wie zeigt sich Stolz im Leben?
    • Stolz gegenüber Gott: Ich brauche Gott nicht. Ich bin nicht vollkommen abhängig von Gott.
    • Stolz gegenüber anderen Menschen: Ich brauche die Hilfe und den Rat von anderen nicht.
    • Stolz gegenüber dem Wort Gottes: Ich muss mich dem Wort Gottes nicht unterordnen.
    • Stolz gegenüber mir selbst: Schau, was ich alles geleistet habe.
  • Was steckt hinter dem Stolz?
    • Man macht sich auf zweifache Weise selbst zum Götzen:
      • man glaubt, man trüge alle Ressourcen in sich selbst (Selbstgenügsamkeit)
      • man findet seine tiefste Freude in sich selbst und nicht in Gott (Selbstverliebtheit)
  • Das traurige am Stolz ist, dass er die Seele immer kleiner macht und auf sich selbst bezieht (incurvatus in se).
  • Wie überwinde ich den Stolz?
    • Nicht durch Willenskraft, sondern durch geistlich geöffnete Augen.
      • Offene Augen für unsere geistliche Verlorenheit und Abhängigkeit.
      • Offene Augen für die Schönheit von Jesus und seinem Werk.
    • Genau dafür betete der Apostel Paulus:
      • 17 Daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der Erkenntnis seiner selbst, 18 erleuchtete Augen eures Verständnisses, damit ihr wißt, was die Hoffnung seiner Berufung und was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen ist, 19 was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. (Eph 1,17-19)
  • Woran erkenne ich, ob ich stolz bin?
    • Ist mir meine grundlegende Abhängigkeit von Gott bewusst und zeigt sich diese auch in meinem praktischen Leben?
      • 13 Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen 14 – und doch wißt ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist; danach aber verschwindet er. 15 Statt dessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun. 16 Jetzt aber rühmt ihr euch in eurem Übermut! Jedes derartige Rühmen ist böse. (Jak 4,13-16)
    • Finde ich meine tiefste Freude an Christus und seinem Erlösungswerk?
      • 4 obwohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte. Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr: 5 beschnitten am achten Tag, aus dem Geschlecht Israel, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer, 6 im Hinblick auf den Eifer ein Verfolger der Gemeinde, im Hinblick auf die Gerechtigkeit im Gesetz untadelig gewesen. 7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; 8 ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne (Phil 3,4-8)
    • Lasse ich das Wort Gottes in mein Leben sprechen, auch wenn es mir unbequem ist?
      • 16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2Tim 3,16-17)
    • Lasse ich andere Menschen in mein Leben sprechen und wie gehe ich mit ihren Ratschlägen um?
      • 12 Habt acht, ihr Brüder, daß nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! 13 Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es “Heute” heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde! (Hebr 3,12-13)
    • Denke ich, ich weiß schon alles und mir von niemanden mehr etwas sagen lassen muss?
      • 12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle! (1Kor 10,12)
    • Warum tue ich, die Dinge, die ich tue? Um mir selbst Ehre zu bringen oder um Gott Ehre zu bringen?

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