Werkstagsgottesdienst vom 18.10.2018: Stefan Beyer – Todsünde 5 – Völlerei

Todsünde 5 – Völlerei

  • Völlerei ist die Übertreibung, besonders beim Essen und Trinken.
  • Sie ist das Gegenteil der christlichen Tugend Mäßigung.
  • Völlerei passiert dann, wenn man eine seelische Leere durch materielle Dinge ausfüllen will.
  • Unsere Seele ist auf Gott hin geschaffen:
    • 16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; 17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. (Kol 1,16-17)
    • 11 Er hat alles vortrefflich gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat er ihnen ins Herz gelegt – nur daß der Mensch das Werk, das Gott getan hat, nicht von Anfang bis zu Ende ergründen kann. (Pred 3,11)
  • Deswegen ist unser Herz ruhelos außerhalb von Gott.
    • „Groß bist du, Herr, und über alles Lob erhaben. Und da will der Mensch dich preisen, dieser winzige Teil deiner Schöpfung. Du selbst regst ihn dazu an; denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ (Augustinus)
  • Wenn wir allerdings diese Ruhe in Gott nicht finden, suchen wir Erfüllung für unser Herz woanders.
  • Das naheliegendste sind Essen, Trinken und Sex.
  • So wird der gottlose Mensch im neuen Testament auch durchgehend beschrieben, als von seiner Begierde gesteuert:
    • 17 Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr so wandeln sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres Sinnes, 18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres Herzens; 19 die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. (Eph 4,17-19)
    • 14 Als gehorsame Kinder paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, 15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. (1Petr 1,14-15)
  • Der Mensch kann nicht anders, als aus seinen Begierden zu handeln, egal wie fortschrittlich oder gebildet er ist.
  • Gott hält durch seine allgemeine Gnade allerdings viel von dem Bösen zurück, zu dem der Mensch sonst fähig wäre.
    • 6 Und Gott sprach zu Abimelech im Traum: Auch ich weiß, daß du dies mit aufrichtigem Herzen getan hast; darum habe ich dich auch bewahrt, daß du nicht gegen mich sündigst, und darum habe ich es dir nicht gestattet, daß du sie berührst. (1Mo 20,6)
  • Die Quelle der Unmäßigkeit ist das Herz:
    • 21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor, Ehebruch, Unzucht, Mord, 22 Diebstahl, Geiz, Bosheit, Betrug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. 23 All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. (Mk 7,21-23)
  • Deshalb brauchen wir ein neues Herz, was Gott uns in der Bibel verheißt:
    • 6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, daß du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst. (5Mo 30,6)
    • 19 Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben, ja, ich will einen neuen Geist in euer Innerstes legen; und ich will das steinerne Herz aus ihrem Leib nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben, 20 damit sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechtsordnungen bewahren und sie tun; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. (Hes 11,19-20)
  • Die Neugeburt / Wiedergeburt / Regeneration ist absolut unerläßlich.
    • 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! (Joh 3,3)
  • Es gibt nur neugeborene Christen.
    • 18 Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. 19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn; 20 denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit! 21 Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten! (Jak 1,18-21)
  • Um aus christlicher Sicht von Völlerei befreit zu werden, muss ich
    • erstens, von Neuem geboren werden, und dadurch ein Herz erhalten, dass den ersten Vorgeschmack der Herrlichkeit Gottes bekommen hat,
    • zweites, die Herrlichkeit Gottes im Evangelium immer tiefer und fester schmecken.
      • 18 Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn. (2Kor 3,18)
  • Dafür betete der Apostel Paulus für die Gläubigen:
    • 14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, 15 von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält, 16 daß er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, 17 daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, 18 dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. 20 Dem aber, der weit über die Maßen mehr zu tun vermag, als wir bitten oder verstehen, gemäß der Kraft, die in uns wirkt, 21 ihm sei die Ehre in der Gemeinde in Christus Jesus, auf alle Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen. (Eph 3,14-21)
  • Also, wie kann ich als Christ weiter in der Zufriedenheit in Gott wachsen?
    • durch Gebet
    • durch Lesen von Literatur, die mich auf die Herrlichkeit Christi hinweist
    • durch Nachsinnen über die Vollkommenheiten Christi

Stefan Beyer -Todsünde 5 – Völlerei

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