Predigt vom 07.10.2018: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 17:16 – Moderner Götzendienst

Apostelgeschichte 17:16 – Moderner Götzendienst

16 Während aber Paulus in Athen auf sie wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er die Stadt so voller Götzenbilder sah. (Apg 17,16)
  • Athen war die kulturelle und intellektuelle Hauptstadt des Römischen Reichs.
  • Sie hatte eine lange Geschichte der Gelehrsamkeit.
  • Sie war bekannt für ihre Demokratie.
  • Sie war in vielerlei Hinsicht der Inbegriff von Zivilisation und Fortschritt.
  • Was war die Reaktion von Paulus, als er in dieses Zentrum der Gelehrsamkeit der damaligen Welt kam?
  • Sein Geist ergrimmte in ihm, weil er die Stadt so voller Götzenbilder sah (Vers 16).
  • Das Wort für “so voller Götzenbilder” kann auch mit “unter der Gewalt von Götzenbildern” übersetzt werden.
  • Es scheint so, dass die Gelehrsamkeit und der Fortschritt in Athen nicht zu einer Abnahme von Götzen geführt hat, sondern gerade zu einer Zunahme.
  • Genau davor hat auch der Philosoph Friedrich Nitzsche in seinem Buch “Götzendämmerung” gewarnt.
  • Der Mensch kann nicht ohne Anbetung leben und schafft sich selbst Objekte der Anbetung.
  • Johannes Calvin nannte des menschliche Herz eine Götzenfabrik.
  • Der Philosoph Charles Taylor argumentierte in seinem Buch “Ein säkulares Zeitalter”, dass der moderne Mensch sich weiterhin nach einer “Fülle” sehnt.
  • Ein Götze ist ein falscher Gott, von dem man diese “Fülle” erhofft.
  • Der wahre Gott hat den Menschen dazu geschaffen,
    • seine Größe zu erkennen und ihn auf ewig anzubeten
    • in dieser Erkenntnis und Anbetung wird der Mensch sein größtes Glück finden
    • diese Anbetung geschieht gemeinschaftlich
  • Eine Götze gauckelt nun genau diese drei Aspekte vor und verspricht, dass er sie genauso oder sogar besser als Gott erfüllen kann:
    • ein Götze gibt vor, dass er groß und würdig ist, angebetet zu werden
    • ein Götze gibt vor, dass er zu wahrem Glück führt
    • ein Götze gibt vor, in der Anbetung tiefe Gemeinschaft unter Menschen zu schaffen
  • Der Teufel kopiert die Werke Gottes.
    • 13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich als Apostel des Christus verkleiden. 14 Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. 15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein. (2Kor 11,13-15)
  • Welche modernen Götzen haben den wahren Gott ersetzt?
    • Sport
    • Gesundheit/Fitness/Ernährung/Wellness
    • Beziehungen und Sexualität
    • Computerspiele
    • Politik
    • Aktivismus
    • persönlicher Wohlstand und Frieden
    • Familie und Kinder
    • technischer Fortschritt
    • Drogen
    • Prominente aus Film und Musik
    • usw.
  • Das Problem an Götzen ist, dass sie niemals den wahren Gott ersetzen können.
    • 13 Denn mein Volk hat eine zweifache Sünde begangen: Mich, die Quelle des lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich Zisternen zu graben, löchrige Zisternen, die kein Wasser halten! (Jer 2,13)
  • Irgendwann wird sich herausstellen, dass sie
    • nicht wirklich groß und würdig sind, angebetet zu werden
    • nicht wirklich zu wahrem, anhaltendem Glück führen
    • nur oberflächliche Gemeinschaft schaffen
  • Unsere Seele ist auf Gott ausgerichtet und kann nur von Gott erfüllt werden (Augustinus: Wir sind ruhelos, bis wir ruhen in ihm).
  • Nur Gott ist allmächtig und aller Anbetung würdig.
    • 1 Ein Loblied, von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich! 2 Täglich will ich dich preisen und deinen Namen rühmen immer und ewiglich! 3 Groß ist der HERR und hoch zu loben, ja, seine Größe ist unerforschlich. 4 Ein Geschlecht rühme dem andern deine Werke und verkündige deine mächtigen Taten! 5 Von dem herrlichen Glanz deiner Majestät will ich sprechen und von deinen Wundertaten. 6 Von der Macht deines furchterregenden Waltens soll man reden, und deine Größe will ich verkünden. 7 Das Lob deiner großen Güte soll man reichlich fließen lassen, und deine Gerechtigkeit soll man jubelnd rühmen! 8 Gnädig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. 9 Der HERR ist gütig gegen alle, und seine Barmherzigkeit waltet über allen seinen Werken. 10 Alle deine Werke werden dich loben, o HERR, und deine Getreuen dich preisen. 11 Von der Herrlichkeit deines Reiches werden sie reden und von deiner Macht sprechen, 12 daß sie den Menschenkindern seine mächtigen Taten verkünden und die prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches. 13 Dein Reich ist ein Reich für alle Ewigkeiten, und deine Herrschaft währt durch alle Geschlechter. 14 Der HERR stützt alle Strauchelnden, und richtet alle auf, die gebeugt sind. 15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. 16 Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, mit Wohlgefallen. 17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken. 18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen; 19 er erfüllt das Begehren derer, die ihn fürchten; er hört ihr Schreien und rettet sie. 20 Der HERR behütet alle, die ihn lieben, und er wird alle Gottlosen vertilgen. 21 Mein Mund soll den Ruhm des HERRN verkünden, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich! (Ps 145,1-21)
  • Nur Gott führt zu tiefer Glücklichkeit, die ewig andauern wird.
    • 11 Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; vor deinem Angesicht sind Freuden in Fülle, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich! (Ps 16,11)
  • Nur Gott schafft echten Frieden und echte Gemeinschaft unter den Menschen.
    • 14 Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und die Scheidewand des Zaunes abgebrochen hat, 15 indem er in seinem Fleisch die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinwegtat, um die zwei in sich selbst zu einem neuen Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften, 16 und um die beiden in einem Leib mit Gott zu versöhnen durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. 17 Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen, und den Nahen; 18 denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. 19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Eph 2,14-19)
  • Ein Götze zeigt meist sein wahres Gesicht im Leid und im Versagen.
  • Gerade zu solchen Zeiten zeigt aber der wahre Gott seine Treue.
    • 9 Bei all ihrer Bedrängnis war er auch bedrängt, und der Engel seines Angesichts rettete sie; in seiner Liebe und seinem Erbarmen hat er sie erlöst; er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit. (Jes 63,9)

Stefan Beyer-Apostelgeschichte1716-ModernerGötzendienst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: