Predigt vom 13.05.2018: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 14:1 – Die Macht des gepredigten Wortes

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Apostelgeschichte 14:1 – Die Macht des gepredigten Wortes

1 Und es geschah in Ikonium, daß sie miteinander in die Synagoge der Juden gingen und derart redeten, daß eine große Menge von Juden und Griechen gläubig wurde. 2 Die Juden jedoch, die sich weigerten zu glauben, erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder. 3 Doch blieben sie längere Zeit dort und lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ. 4 Aber die Volksmenge der Stadt teilte sich, und die einen hielten es mit den Juden, die anderen mit den Aposteln. 5 Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob, um sie zu mißhandeln und zu steinigen, 6 da bemerkten sie es und entflohen in die Städte Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Gegend, 7 und sie verkündigten dort das Evangelium.
  • Paulus und Barnabas befinden sich auf ihrer ersten Missionsreise.
  • Sie hatten in Antiochia in Pisidien mutig das Evangelium verkündigt.
    • Paulus bewies anhand des Alten Testaments, dass Jesus als Retter kommen musste.
  • Fast die ganze Stadt kam zusammen, um das Wort Gottes zu hören (erweckungsähnliche Zustände).
  • Eifersüchtige Juden aus der Synagoge widersetzten sich der Predigt des Paulus und reizten sogar gottesfürchtige Frauen und die Angesehenen und Vornehmen der Stadt zum Widerstand gegen die Apostel auf.
  • Paulus und Barnabas wurden verfolgt (vermutlich schwer) und wurden aus dem Gebiet vertrieben.
  • Während sie nach Ikonium gingen, wurden die Jünger voll Freude und Heiligen Geistes.
Die Macht des gepredigten Wortes
  • Als Barnabas und Paulus nach Ikonium kamen, gingen sie wiederum zuerst in die Synagoge und predigten dort.
  • Dass es sich hierbei um eine Predigt handelte, wird aus den Geschehnissen in Antiochia in Pisidien deutlich, wo sie nach der Gesetzesvorlesung um ein Wort der Ermahnung gebeten werden (Apg 13,15).
  • Gott gebrauchte die Predigt, um bei einer großen Menge von Juden und Griechen Glauben zu wecken.
  • Dies unterstreicht erneut die Macht des verkündigten Wortes.
  • Es ist das zentrale Gnadenmittel, welches Gott gebraucht, um Glauben zu erwecken.
    • 21 Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. (1Kor 1,21)
    • 23 Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige Wort Gottes, das in Ewigkeit bleibt. 24 Denn “alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie die Blume des Grases. Das Gras ist verdorrt und seine Blume abgefallen; aber das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.” 25 Das ist aber das Wort, welches euch als Evangelium verkündigt worden ist. (1Petr 1,23-25)
    • 17 Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. (Röm 10,17)
    • 155. Frage Wie wird das Wort wirksam zur Seligkeit? Antwort: Der Geist Gottes macht das Lesen, besonders aber die Predigt des Wortes, zu einem wirksamen Mittel, um die Sünder zu erleuchten, zu überführen und zu demütigen, sie aus sich selbst heraus zu treiben und sie zu Christus zu ziehen, sie seinem Ebenbilde gleich und seinem Willen Untertan zu machen, sie gegen Versuchungen und Verderbnisse zu stärken, sie zu erbauen in der Gnade und ihre Herzen fest zu gründen in Heiligkeit und Trost durch den Glauben zur Seligkeit. (Großer Westminster Katechismus)
    • Wir glauben, dass dieser wahre Glaube, der durch das Hören des Wortes Gottes und die Wirkung des Heiligen Geistes in uns hervorgebracht ist, uns wiedergeboren und gleichsam zu neuen Menschen macht, damit er die, welche er ein neues Leben zu leben erregt hat, auch von der Knechtschaft der Sünde frei mache. (Artikel 24, Niederländisches Glaubensbekenntnis)
  • Deshalb ist es die Hauptaufgabe einer Gemeinde, sicherzustellen, dass das Wort Gottes treu verkündigt wird.
    • 2 Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! (2Tim 4,2)
  • Wie ist dies zu bewerkstelligen?
    • Das gepredigte Wort am Sonntag muss die höchste Wertschätzung erfahren.
    • Dann müssen die restlichen Wochenaktivitäten sich am gepredigten Wort orientieren.
    • Schließlich muss sichergestellt werden, dass nur solche Menschen zu Ältesten und Pastoren eingesetzt werden, die das Wort Gottes treu verkündigen.
  • Aber die Predigt von Barnabas und Paulus hatte noch eine zweite Komponente: sie predigten nicht nur das Wort Gottes treu, sondern legten es auch treu aus.
    • Paulus bewies anhand der Schrift, dass Jesus der Christus ist.
      • 2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten mit ihnen aufgrund der Schriften, 3 indem er erläuterte und darlegte, daß der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und sprach: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus! (Apg 17,2-3)
  • Wir brauchen auch eine treue Bibelauslegung, die die Bibel nicht menschenzentriert auslegt (Was steht da drin für mich?), sondern christuszentriert (Was sagt das über unseren herrlichen Retter aus?).
  • Wir brauchen Bibeltreue und Christustreue.
Widerstand gegen das gepredigte Wort
  • Menschen kamen zum Glauben und gleichzeitig regte sich Widerstand von Seiten derer, die sich weigerten, zu glauben.
  • Diese Ungläubigen zogen auch die Heiden auf ihre Seite und erbitterten ihre Gemüter gegen die Christen.
  • Der Unglaube sucht sich immer Verbündete.
    • 32 Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, daß die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben. (Röm 1,32)
  • Paulus und Barnabas war klar, dass sie um des Glaubens willen verfolgt werden würden.
    • 10 Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel! 11 Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch jegliches böse Wort gegen euch reden um meinetwillen! (Mt 5,10-11)
  • Was war die Reaktion von Paulus und Barnabas auf diese Verfolgung? Haben sie sich zurückgezogen oder ihre Botschaft geändert?
    • Nein, sie lehrten weiter freimütig im Vertrauen auf den Herrn.
  • Diese zwei Eigenschaften haben wir als Christen in Deutschland bitter nötig:
    • Freimut
    • Vertrauen auf den Herrn
  • Was ist Freimut?
    • Die Bereitschaft, die Wahrheit Gottes zu verkündigen, egal welche Kosten das mit sich bringt.
  • Was ist Vertrauen auf den Herrn?
    • Eine solch klar Gewißheit, dass der Herr seine Versprechen erfüllt, die Auswirkungen auf das praktische Leben hat.
  • Woher kommt solch ein Freimut und solch ein Vertrauen auf den Herrn?
    • Durch eine wachsende Erkenntnis Jesu Christi.
      • 3 Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, 4 durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht. (2Petr 1,3-4)
Weisheit und das gepredigte Wort
  • Von den ersten Anzeichen von Verfolgung ließen sich Paulus und Barnabas nicht abschrecken, sondern blieben eine längere Zeit in Ikonium.
  • Nun wuchs aber die Verfolgung zu einem Ansturm aller Gruppen (Juden, Heiden, Oberste) mit Tötungsabsicht.
  • Paulus und Barnabas flohen nun nicht aus Angst, sondern aus Weisheit.
    • Wenn sie geblieben wären, hätten sie ihr Leben verloren und keine weitere Möglichkeit mehr gehabt, das Evangelium zu verkünden.
  • Sie nutzt hier im Rahmen ihrer Weisheit die Möglichkeit, an anderen Ort Christus zu bezeugen.
  • Der Dienst am Wort hat auch mit Weisheit zu tun, indem er offene Türen und geschlossene Türen erkennt und sich entsprechend der Weisheit daran ausrichtet.
    • Manchmal öffnet der Herr eine Tür für das Evangelium.
      • 8 Ich werde aber bis Pfingsten in Ephesus bleiben; 9 denn eine Tür hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend; und es gibt viele Widersacher. (1Kor 16,8-9)
      • 12 Als ich aber nach Troas kam, um das Evangelium von Christus zu verkündigen, und mir eine Tür geöffnet war im Herrn… (2Kor 2,12)
      • 3 Betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür öffne für das Wort, um das Geheimnis des Christus auszusprechen, um dessentwillen ich auch gefesselt bin, 4 damit ich es so offenbar mache, wie ich reden soll. (Kol 4,3-4)
    • Manchmal schließt der Herr auch eine Tür und es gilt, auf andere Weise oder an andere Stelle zu dienen.
      • 9 Da aber etliche sich verstockten und sich weigerten zu glauben, sondern den Weg vor der Menge verleumdeten, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab und hielt täglich Lehrgespräche in der Schule eines gewissen Tyrannus. 10 Das geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in der Provinz Asia wohnten, das Wort des Herrn Jesus hörten, sowohl Juden als auch Griechen. (Apg 19,9-10)
      • 50 Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet. 51 Da schüttelten diese den Staub von ihren Füßen gegen sie und gingen nach Ikonium. (Apg 13,50-51)
  • Gottes souveränes Wirken durch die Predigt schließt nicht unser weises Handeln aus, durch das wir nach offenen Türen für das Wort suchen und geschlossene Türen anerkennen.
    • 5 Wo ihr aber in ein Haus hineingeht, da sprecht zuerst: Friede diesem Haus! 6 Und wenn dort ein Sohn des Friedens ist, so wird euer Friede auf ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren. 7 In demselben Haus aber bleibt und eßt und trinkt das, was man euch vorsetzt; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht aus einem Haus ins andere. (Lk 10,5-7)
    • 10 Wenn ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da geht auf ihre Gassen hinaus und sprecht: 11 Auch den Staub, der sich aus eurer Stadt an uns gehängt hat, streifen wir ab gegen euch; doch sollt ihr wissen, daß das Reich Gottes nahe zu euch herbeigekommen ist! (Lk 10,10-11)

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