Predigt vom 15.04.2018: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 13,1-3 – Berufung und Sendung

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Predigt vom 15. April 2018

Apostelgeschichte 13:1-3 – Berufung und Sendung

1 Und in Antiochia waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfürsten Herodes erzogen worden war, und Saulus. 2 Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe! 3 Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.
  • Es gibt für Christen eine allgemeine und eine besondere Berufung.
    • Die allgemeine Berufung ist für alle Christen gleich und deutlich im Wort Gottes offenbart.
    • Die besondere Berufung unterscheidet sich von Christ zu Christ.
  • Wir erfahren die besondere Berufung im Kontext unseres Gehorsams gegenüber der allgemeinen Berufung.
    • Paulus diente in der Gemeinde von Antiochia als Lehrer und überbrachte auch die Hilfeleistung an die Gemeinde in Jerusalem.
      • 25 Und Barnabas und Saulus kehrten von Jerusalem zurück, nachdem sie die Hilfeleistung ausgerichtet hatten, und nahmen auch Johannes mit dem Beinamen Markus mit sich. (Apg 12,25)
    • Während die Propheten und Leher (die Ältesten der Gemeinde) dienten und fastet, erging die besondere Berufung an Barnabas und Saulus.
  • Was ist auffällig an dieser besonderen Berufung?
    • Sie erging im Kontext der Gemeinde.
    • Sie erging im Kontext der Ältesten der Gemeinde.
    • Sie erging im Kontext des Dienens und Fastens (der allgemeinen Berufung).
    • Paulus hatte sich schon als Lehrer bewährt.
    • Sie war zunächst noch undeutlich.
    • Sie wurde von den Ältesten bestätigt.
  • Welche allgemeine Berufung hat jeder Christ?
    • Zunächst passiv: wir sind wirksam zu Christus berufen worden.
      •  9 Er hat uns ja errettet und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde. (2Tim 1,9)
    • Wir sollen dieser Berufung nun auch würdig leben.
      • 1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, daß ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid. (Eph 4,1)
    • Wir sind zur Heiligkeit berufen.
      •  3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung. (1Thess 4,3)
    • Wir sind berufen, unser Leben Gott als Anbetung zu weihen.
      • 1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! 2 Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (Röm 12,1-2)
    • Wir sind zur Mission berufen.
      • 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Mt 28,19-20)
      • Das heißt, jeder Christ ist zu Evangelisation und Jüngerschaft berufen.
    • Wir sind berufen, uns in der Gemeinde mit unseren Gaben einzubringen.
      • 10 Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes. (1Petr 4,10)
    • Wir sind berufen, uns dem Staat unterzuordnen und Steuern zu zahlen.
      • 7 So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt. (Röm 13,7)
  • Was ist in Bezug auf die besondere Berufung zu beachten?
    • Das Neue Testament betont wesentlich mehr die allgemeine Berufung, weshalb wir uns auch darauf vornehmlich konzentrieren sollten.
    • Der Prophetendienst schloss mit den Aposteln ab (Eph 2,20), weshalb wir heute nicht mehr ein direktes, spezifisches Reden Gottes wahrnehmen.
      • Deshalb sollten wir mit unseren Eindrücken sehr vorsichtig sein und sie von den Ältesten in der Gemeinde prüfen lassen.
      • Zudem war auch bei Paulus hier das Reden des Heiligen Geistes sehr allgemein und wir dürfen annehmen, dass er selbst im Rahmen seiner Weisheit entschieden hat, welche nächsten Schritte er unternimmt.
    • Besondere Berufung geschieht im Kontext der allgemeinen Berufung und im Kontext der Gemeinde.
    • Paulus hatte sich in seinem Dienst bewährt, bevor er zu Größerem berufen wurde.
    • Die Gemeinde bestätigte die Berufung von Paulus und Barnabas und sendete sie zu ihrem Dienst aus.
Praktische Anwendung
  • Sei treu in deiner allgemeinen Berufung als Christ.
  • Probiere verschiedene Dienste aus.
  • Bleibe im Kontext einer guten Gemeinde.
  • Lass dir von anderen Rat geben und prüfe mit den Ältesten deine Berufung.

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