Werktagsgottesdienst vom 9.11.2017: Stefan Beyer – Johannes 14:21-31 – Verheißung und Bedingungen persönlicher Gemeinschaft mit Gott

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21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. 22 Da spricht Judas – nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin; 26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. 27 Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! 28 Ihr habt gehört, daß ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich. 29 Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts. 31 Damit aber die Welt erkennt, daß ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und laßt uns von hier fortgehen!
Die Verheißung der persönlichen Gemeinschaft mit Gott
  • Liebe vom Vater und vom Sohn (Vers 21a)
    • Die Liebe des Wohlwollens geht unserer Rettung voraus und steht seit unserer Rechtfertigung ungebrochen über uns.
      • 16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Joh 3,16)
      • 1 Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, 2 durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. (Röm 5,1-2)
    • Die Liebe des Wohlgefallens steht in Wechselwirkung mit unserem Gehorsam.
      • 9 Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, 10 damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend. (Kol 1,9-10)
  • Offenbarung von Jesus (Vers 21b)
    • Jesus zeigt sich nicht auf eine körperliche, aber auf eine geistliche Weise.
    • Sehr oft werden geistliche Wahrheiten aus dem Wort besonders süß.
  • Wohnung machen (Vers 23)
    • Auch dieser Begriff drückt enge Gemeinschaft aus.
  • Frieden (Vers 27)
    • objektiv: Frieden mit Gott (siehe Römer 5,1)
    • subjektiv: ein friedvolles Herz aus dem Evangelium
      • 7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus! (Phil 4,7)
Bedingungen für persönliche Gemeinschaft mit Gott
  • Liebe zu Jesus, die sich darin äußert, dass man seine Gebote festhält und befolgt (Vers 21).
    • 12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, als nur, daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele. (Dtn 10,12)
  • Jesus zu kennen und dadurch aus der Welt herausgerettet zu sein (Vers 22).
    • 4 Der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters. (Gal 1,4)
  • Liebe zu Jesus äußert sich darin, daß man ihn nicht als Mittel zum Zweck benutzt, sondern sich an Jesus und seiner Erhöhung erfreut (Vers 28).
    • 18 Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; 19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. (Phil 3,18-19)
  • Deswegen zeigt sich die Liebe Jesu zum Vater auch darin, daß er alles bereit ist aufzugeben, um dem Vater zu gehorchen (Vers 31).
    • Er liebt den Vater um seiner selbst willen.
Sonstige Bemerkungen
  • Die geistliche Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn ist getragen durch den Heiligen Geist (Vers 26a).
  • Der Heilige Geist inspirierte die Apostel beim Schreiben des Neuen Testaments (Vers 26b).
  • Der Vater ist nicht größer als Jesus im Wesen, sondern in Amt und Funktion in Bezug auf das Wirken der Dreieinigkeit (Vers 28).

 

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