Werktagsgottesdienst vom 21.12.2017: Stefan Beyer – Johannes 16:12-22 – Der Heilige Geist veherrlicht Christus und schenkt Freude

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Das Wachstum in Glauben geschieht schrittweise
12 Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
  • Die Jünger waren so eingenommen von der Traurigkeit über das Weggehen von Jesus, dass sie noch nicht alle Lehren erfassen konnten.
  • Inbesondere wie der neue Bund den alten Bund ablöst, was bei Paulus und im Hebräerbrief entfaltet wird, überstieg noch ihr Fassungsvermögen.
  • Der christliche Wachstums- und Erkenntnisprozess geschieht schrittweise.
    • 18 Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus!  Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen. (2 Petr 3,18)
  • Drei Dinge sind laut Martin Luther in diesem Wachstumsprozess wichtig:
    • meditatio (nachsinnen)
      • 1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch  sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. (Ps 1,1-2)
    • oratio (beten)
      • 9 Deshalb hören wir auch seit dem Tag, da wir es vernommen haben, nicht auf, für euch zu beten  und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit  und Einsicht, 10 damit ihr des Herrn würdig wandelt und ihm in allem wohlgefällig seid: in jedem guten Werk  fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend, 11 mit aller Kraft gestärkt gemäß der Macht seiner Herrlichkeit zu allem standhaften Ausharren und  aller Langmut, mit Freuden. (Kol 1,9-11)
    • tentatio (Anfechtung)
      • 3 Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, daß die  Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, 4 das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; 5 die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in  unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Röm 5,3-5)
Das Ziel des Heiligen Geistes und des geistlichen Wachstums: die Herrlichkeit Christi
14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, dass er von dem Meinen nehmen und euch verkündigen wird.
  • Der Heilige Geist ist vollkommen christuszentriert.
  • Er verkündigt den Jüngern immer mehr die Herrlichkeit Christi und das restliche neue Testament ist ein Zeugnis davon.
    • 13 Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des  Sohnes seiner Liebe, 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. 15 Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. 16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare  und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist  durch ihn und für ihn geschaffen; 17 und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus  den Toten, damit er in allem der Erste sei. 19 Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen 20 und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut  seines Kreuzes – durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist. (Kol 1,13-20)
  • Das Wirken des Geistes in uns zeigt sich vor allem daran, dass wir die Herrlichkeit Christi
    • immer mehr erkennen
    • immer mehr bestauen
    • uns immer mehr daran erfreuen
    • immer mehr darüber reden
Das Endziel des christlichen Glaubens ist Freude
16 Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen; denn ich gehe zum Vater. 17 Da sprachen etliche seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das, dass er sagt: Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? 18 Deshalb sagten sie: Was bedeutet das, dass er sagt: Noch eine kurze Zeit? Wir wissen nicht, was er redet! 19 Da erkannte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Ihr befragt einander darüber, dass ich gesagt habe: Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen? 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; und ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. 21 Wenn eine Frau gebiert, so hat sie Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, dass ein Mensch in die Welt geboren ist. 22 So habt auch ihr nun Traurigkeit; ich werde euch aber wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand soll eure Freude von euch nehmen.
  • Das christliche Leben wird beschrieben als eine Traurigkeit, die in Freude verwandelt werden wird.
  • Woraus entsteht jetzt die Traurigkeit?
    • Wir sehen Christus nicht leibhaftig.
    • Wir spüren die Auswirkungen der Sünde in unserem Leben.
    • Wir erleiden Verfolgung aufgrund unseres Glaubens an Jesus.
  • Das Neue Testament ist geprägt von einem schon jetzt und einem noch nicht.
    • Der Heilige Geist ist schon jetzt da und läßt uns in gewissen Maße und zu bestimmten Zeiten die zukünftige Freude schmecken.
    • Die Wiederherstellung aller Dinge, die Jesus am Kreuz erworben hat, ist noch nicht vollständig vollzogen. Am Ende werden wir Christus wiedersehen und die Sünde wird verschwunden werden.
      • 4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder  Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offb 21,4)
  • Demgegenüber ist das Leben des Weltlings oft gerade umgedreht: er hat jetzt manche kurzfristige Freuden, die aber oft und schließlich für immer in Traurigkeit münden.

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