Werktagsgottesdienst vom 16.11.2017: Stefan Beyer – Johannes 15:1-6 – In Jesus bleiben

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1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen. (Joh 15,1-6)
Die Liebe und Fürsorge des Vaters
  • Der Vater und der Sohn haben eine tiefe Liebe zu den Jüngern.
    • 26 Und ich habe ihnen deinen Namen verkündet und werde ihn verkünden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. (Joh 17,26)
  • Diese Liebe wird durch den Heiligen Geist erfahrbar.
    • 5 Die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. (Röm 5,5)
  • Der liebende Vater ist die tiefste Antwort auf unsere philosophischen und emotionalen Fragen:
    • Woher: Wir entspringen seiner gütigen Schöpfung.
    • Wozu: Wir sind zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen.
    • Wie: Er offenbart sich seinen Geschöpfen.
    • Identität: Sein Urteil über mich ist das alles entscheidende.
    • Gemeinschaft: Gott lebt in der ewigen Gemeinschaft der Dreieinigkeit und die Gemeinde ist in dieses Leben mit hineingenommen.
  • Die Liebe des Vaters ist keine sentimentale Liebe, sondern eine heilige Liebe.
    • Er reinigt jede Rebe am Weinstock, damit sie mehr Frucht bringt (Vers 2).
Die Abhängigkeit von Jesus
  • Was ist Frucht im christlichen Leben?
    • Ein veränderter Charakter.
      • 22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. (Gal 5,22)
    • Gute Werke aus dem Evangelium.
      • 26 Es hat nämlich Mazedonien und Achaja gefallen, eine Sammlung für die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu veranstalten; 27 es hat ihnen gefallen, und sie sind es ihnen auch schuldig; denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern Anteil erhalten haben, so sind sie auch verpflichtet, jenen in den leiblichen zu dienen. 28Sobald ich nun das ausgerichtet und ihnen diese Frucht gesichert habe, will ich über euch weiterreisen nach Spanien. (Röm 15,26-28)
    • Die Ausbreitung des Evangeliums in Evangelisation und Jüngerschaft.
      • 5 um der Hoffnung willen, die euch aufbewahrt ist im Himmel, von der ihr zuvor gehört habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums, 6 das zu euch gekommen ist, wie es auch in der ganzen Welt ist und Frucht bringt, so wie auch in euch, von dem Tag an, da ihr von der Gnade Gottes gehört und sie in Wahrheit erkannt habt. (Kol 1,5-6)
  • Warum wird Frucht Frucht genannt?
    • Weil sie natürlich von der Gemeinschaft mit Jesus erwächst (Verse 4 und 5).
  • Frucht ist also nicht ein Werk, das ich aus eigener Kraft tue, sondern etwas, was die Gnade Gottes in mir durch die Gemeinschaft mit Jesus bewirkt.
    • 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade, die er an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle; jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist. (1 Kor 15,10)
  • Wie kann man die Gemeinschaft mit Jesus pflegen?
    • Durch Bibellesen und Gebet.
    • Durch die Sakramente.
    • Durch ein allgemeines Wachsen im Verständnis des Evangeliums.
Die Notwendigkeit, Frucht zu bringen
  • Die Warnungen im Neuen Testament brauchen eine sehr differenzierte Auslegung.
  • Zum einen muß klar bleiben, dass ein wahrer Christ sein Heil nie verlieren kann.
    • 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. (Röm 8,30)
  • Zum anderen muß eine falsche Introspektion vermieden werden, bei der man mehr auf die Kennzeichen der Gnade in sich als auf das Erlösungswerk Christi schaut.
  • Dennoch sind die Warnungen real und müssen gepredigt werden.
  • Menschen, die keine geistliche Frucht bringen und nicht in Verbindung mit Jesus bleiben, müssen gewarnt werden, dass sie mitunter keine echten Jünger sind.
    • 26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot. (Jak 2,26)
  • Der erste Johannesbrief gibt klare Kennzeichen, auf die man achten soll, um sicher zu sein, dass man zu Gott gehört.
    • Gehorsam
      • Und daran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. 4 Wer sagt: “Ich habe ihn erkannt”, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht; 5 wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. (1 Joh 2,3-5)
      • Das schließt die Bereitschaft ein, Sünde zu bekennen:
        • 8 Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1 Joh 1,8-9)
    • Liebe zu den Brüdern
      • 14 Wir wissen, daß wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. (1 Joh 3,14)
    • richtige Theologie über Christus
      • 2 Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, daß Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott. (1 Joh 4,2)
  • Alles Christen müssen ermahnt werden, dass Gott von uns einen ausdauernden Glauben fordert.
    • 21 Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt 22 in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht, 23 wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt, das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin. (Kol 1,21-23)
  • Gott benutzt diese Warnungen bei wahren Christen, um sie im Glauben zu stärken.
    • Beispiel von Paulus: sichere Rettung entbindet nicht von Gehorsam
      • 20 Da aber während mehrerer Tage weder Sonne noch Sterne sichtbar waren und ein heftiger Sturm anhielt, schwand endlich alle Hoffnung, daß wir gerettet werden könnten. 21 Und da man lange ohne Nahrung geblieben war, stand Paulus in ihrer Mitte auf und sprach: Ihr Männer, man hätte zwar mir gehorchen und nicht von Kreta abfahren sollen und sich so diese Schädigung und den Verlust ersparen sollen. 22 Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen! 23 In dieser Nacht trat zu mir nämlich ein Engel des Gottes, dem ich angehöre und dem ich auch diene, 24 und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus! Du mußt vor den Kaiser treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiff sind! 25 Darum seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, daß es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist. 26 Wir müssen aber auf eine Insel verschlagen werden! 27 Als nun die vierzehnte Nacht kam, seitdem wir auf dem Adriatischen Meer umhergetrieben wurden, vermuteten die Schiffsleute um Mitternacht, daß sie sich einem Land näherten. 28 Und sie ließen das Senkblei hinunter und maßen 20 Faden. Und als sie ein wenig weitergefahren waren und es wieder hinunterließen, maßen sie 15 Faden. 29 Und da sie fürchteten, sie könnten auf Klippen verschlagen werden, warfen sie vom Heck des Schiffes vier Anker aus und wünschten, daß es Tag würde. 30 Als aber die Schiffsleute aus dem Schiff zu entfliehen suchten und das Boot ins Meer hinabließen unter dem Vorwand, sie wollten vom Bug Anker auswerfen, 31 sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Soldaten: Wenn diese nicht im Schiff bleiben, könnt ihr nicht gerettet werden! 32 Da schnitten die Kriegsknechte die Taue des Bootes ab und ließen es hinunterfallen. (Apg 27,20-32)
    • Christen sollen mit Ausdauer laufen.
      • 1 Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so laßt uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und laßt uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, 2 indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. (Hebr 12,1-2)

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