Werktagsgottesdienst vom 02.11.2017: Stefan Beyer – Johannes 14:12-20 – Jesus stärkt seine Jünger

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12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. 13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. 14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. 15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! 16 Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch bleibt in Ewigkeit, 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 18 Ich lasse euch nicht als Waisen zurück; ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich; weil ich lebe, sollt auch ihr leben! 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.
  • Jesus stärkt seine Jünger, die ohne seine körperliche Gegenwart weiterleben müssen.
  • Wie stärkt er seine Jünger?
    • indem er ihn große Werke verheißt (Vers 12)
    • indem er ihnen Gebetserhörung verheißt (Verse 13 und 14)
    • indem er sie zum Gehorsam aufruft (Vers 15)
    • indem er ihnen den Heiligen Geist verheißt (Vers 16-20)
große Werke
  • Die Jünger hatten Jesus gesehen, wie er Kranke geheilt und Dämonen ausgetrieben hat.
  • Sicherlich hatten sie gedacht, dass diese Kraft an ihn gebunden sei.
  • Hier aber verheißt er ihnen, dass er weiter mächtig durch sie wirken wird.
  • Er geht zum Vater und nimmt seinen Thron ein.
    • dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt. (Hebr 1,3)
  • Diese Worte sind zunächst an die Apostel gerichtet und bereiten ihren wichtigen Dienst bei der Gründung der Gemeinde vor.
    • 3 Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? Diese wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden, 4 wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen. (Hebr 2,3-4)
  • Sie haben aber auch Bedeutsamkeit für uns, da auch wir die großen Werke der Verkündigung des Evangeliums und des Aufrufens zu Buße und Umkehr tun.
    • 15 Wie sollen sie aber verkündigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? Wie geschrieben steht: “Wie lieblich sind die Füße derer, die Frieden verkündigen, die Gutes verkündigen!” (Röm 10,15)
 
Gebetserhörung
  • Jesus gibt seinen Jüngern hier nicht einen Blankoscheck für ihre persönlichen Wünsche, sondern bitter nötige Verstärkung für ihren Dienst.
  • Der Grund, warum unsere Gebet erhört werden ist,
    • weil Jesus jetzt beim Vater ist
    • weil der Vater durch Gebete, die er im Namen des Sohnes erhört, verherrlicht wird
 
Gehorsam
  • Gehorsam (Gebote halten) ist eine natürliche Form der Liebe.
  • Liebe in der Bibel ist
    • eine Entscheidung des Willens
    • ein Hingezogensein zu der Schönheit einer Person
    • ein tiefes Wertschätzen
  • Wahre Liebe äußert sich im Gehorsam.
 
Heiliger Geist
  • Der Heilige Geist wird Tröster oder Beistand genannt (Vers 16).
  • Der Heilige Geist ist bei den Gläubigen und in ihnen (Vers 17).
  • Der Heilige Geist ist die Quelle aller geistlichen Frucht im Leben der Gläubigen.
  • Er ist der Geist der Wahrheit und offenbart den Gläubigen geistliche Wahrheit (Vers 17).
    • 12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so daß wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist; 13 und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären. 14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muß. (1 Kor 2,12-14)
  • Der Heilige Geist ermöglicht innige Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn (Verse 18-20).
    • siehe John Owen – Communion with God
  • Wie bekomme ich mehr vom Wirken des Geistes?
    • Es geht nicht direkt, weil der Geist eine souveräne Person der Dreieinigkeit ist.
    • Es geht nur indirekt, indem man sich der Gnadenmittel bedient.
      • Dazu gehören:
        • Gebet
          • 10 Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. 11 Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt er ihm statt des Fisches eine Schlange? 12 Oder auch wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben? 13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten! (Lk 11,10-13)
        • Gehorsam
          • 30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid für den Tag der Erlösung! (Eph 4,30)
        • Wahrheit
          • Indem das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, wird auch der Geist reichlich in uns wohnen.
            • 16 Laßt das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. (Kol 3,16)
            • 18 Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes; 19 redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen. (Eph 5,18-20)

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