Predigt vom 26.11.2017: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 8,1–40 – Die Erweckung in Samaria

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Apostelgeschichte 8,1–40 – Die Erweckung in Samaria

Die Erweckung in Samaria
1 Saulus aber hatte seiner Ermordung zugestimmt. Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel. 2 Und gottesfürchtige Männer begruben den Stephanus und veranstalteten eine große Trauer um ihn. 3 Saulus aber verwüstete die Gemeinde, drang überall in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und brachte sie ins Gefängnis. 4 Diejenigen nun, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums. 5 Und Philippus kam hinab in eine Stadt von Samaria und verkündigte ihnen Christus. 6 Und die Volksmenge achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, als sie zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7 Denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren diese mit großem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gelähmte geheilt und solche, die nicht gehen konnten. 8 Und es herrschte große Freude in jener Stadt.
  • Die Geschichte der Ausbreitung des Christentums in der Apostelgeschichte ist eine Kombination von Erweckungsbewegungen und persönlichem Zeugnis der Christen.
  • Wie das Evangelium nach Samaria kam, ist eine Beschreibung einer Erweckungsbewegung.
  • Zwischen Juden und Samaritern herrschte Feindseligkeit.
  • Aber durch die Verfolgung nach der Ermordung von Stephanus wurden die Judenchristen in die angrenzenden Gebiete zerstreut.
  • Alle verkündigten das Wort des Evangeliums.
  • Philippus kam in eine Stadt von Samaria und verkündigte Christus.
    • Das Wort des Evangeliums ist Christus.
  • Die Volksmenge achtete einmütig auf die Worte von Philippus, denn sie sahen die Zeichen, die er tat.
  • Es herrschte große Freude in der Stadt.
  • Das Muster einer Erweckung:
    • Verfolgung
    • Verkündigung des Evangeliums von jedem Christen
    • vollmächtige Verkündigung von Christus durch einzelne
    • einmütige Annahme
    • große Freude
 
Probleme der Erweckung
9 Aber ein Mann namens Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria in seinen Bann gezogen, indem er sich für etwas Großes ausgab. 10 Ihm hingen alle an, klein und groß, indem sie sprachen: Dieser ist die große Kraft Gottes. 11 Sie hingen ihm aber an, weil er sie so lange Zeit durch seine Zaubereien in seinen Bann gezogen hatte. 12 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom Reich Gottes und vom Namen Jesu Christi verkündigte, ließen sich Männer und Frauen taufen. 13 Simon aber glaubte auch und hielt sich, nachdem er getauft war, beständig zu Philippus; und als er sah, daß Zeichen und große Wunder geschahen, geriet er außer sich. 14 Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. 15 Diese kamen hinab und beteten für sie, daß sie den Heiligen Geist empfingen; 16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus. 17 Da legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. 18 Als aber Simon sah, daß durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld 19 und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! 20 Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können! 21 Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott! 22 So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag; 23 denn ich sehe, daß du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit! 24 Da antwortete Simon und sprach: Betet ihr für mich zum Herrn, daß nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme! 25 Sie nun, nachdem sie das Wort des Herrn bezeugt und gelehrt hatten, kehrten nach Jerusalem zurück und verkündigten dabei das Evangelium in vielen Dörfern der Samariter.
  • Eine Erweckung bricht alte Machtstrukturen und Götzendienste auf.
  • Simon hatte mit seiner Zauberei das Volk von Samaria in seinen Bann aus und gab sich als göttlich aus.
  • Er sah, wie die Samariter an das Evangelium glaubten und sich taufen ließen.
  • Auch er “glaubte” und ließ sich taufen.
  • Er war begeistert von den Zeichen und großen Wundern des Philippus.
  • Die Gemeinde in Jerusalem sandte zwei Apostel nach Samaria, um die Erweckung dort zu untersuchen.
  • Durch sie kam der Heilige Geist auf die gläubigen Samariter.
    • Das war im Rahmen der heilsgeschichtlichen Entwicklung in der Apostelgeschichte ein einmaliges Ereignis, um die Echtheit des Glaubens der Samariter zu bestätigen.
  • Simon wollte diese Gabe kaufen (“simony”).
  • Schon von Beginn hat gab es im Reich Gottes falsche Verkündiger, die an Geld und Macht interessiert waren.
  • Simon war kein wirklich Gläubiger, sondern steckte noch in bitterer Galle und in Fesseln der Ungerechtigkeit.
  • Probleme einer Erweckung:
    • Eine Erweckung deckt die Götzen eines Gebiets auf und führt zu Anbiederung oder Widerstand.
    • Es gibt Menschen, die sich äußerlich für das Christentum begeistern, ohne echte Jünger zu sein.
    • Diese falschen Jünger diskreditieren oft eine echte Erweckung.
    • Deswegen gibt es die Notwendigkeit der Gemeindezucht.
Die Bedeutung des Einzelnen
26 Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf und wandere nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt; diese ist einsam. 27 Und er stand auf und machte sich auf den Weg. Und siehe, da war ein Äthiopier, ein Kämmerer und Gewaltiger der Kandake, der Königin der Äthiopier, welcher über ihren ganzen Schatz gesetzt war; dieser war gekommen, um in Jerusalem anzubeten, 28 und nun kehrte er zurück und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Da sprach der Geist zu Philippus: Tritt hinzu und halte dich zu diesem Wagen! 30 Da lief Philippus hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen; und er sprach: Verstehst du auch, was du liest? 31 Er aber sprach: Wie kann ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Schriftstelle aber, die er las, war diese: “Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtung geführt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm ist, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 In seiner Erniedrigung wurde sein Gericht aufgehoben. Wer will aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen!” 34 Da wandte sich der Kämmerer an Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dies? Von sich selbst oder von einem anderen? 35 Da tat Philippus seinen Mund auf und begann mit dieser Schriftstelle und verkündigte ihm das Evangelium von Jesus. 36 Als sie aber auf dem Weg weiterzogen, kamen sie zu einem Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden? 37 Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt! Er antwortete und sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist! 38 Und er ließ den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. 39 Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog voll Freude seines Weges. 40 Philippus aber wurde in Asdod gefunden, und er zog umher und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
  • Obwohl Philippus gerade einen sehr fruchtvollen Dienst in Samaria hatte, schickte Gott ihn nach Süden zu einem einzelnen Menschen.
  • Dieser war von Gott schon für das Evangelium vorbereitet worden.
  • Er glaubte an den Gott der Juden und war nach Jerusalem gekommen, um ihn anzubeten.
  • Er kannte das Evangelium von Jesus Christus noch nicht.
  • Er wurde von Gott geführt, dass er genau in dem Moment, wo Philippus ihn begegnete, im Propheten Jesaja las.
  • Philippus half ihm, die Schrift zu verstehen und Christus zu erkennen.
  • Der Kämmerer ließ sich auf seinen Glauben hin taufen.
  • Der Kämmerer zog seines Weges voll Freude.
  • Gott wirkt am Einzelnen:
    • Auf der einen Seite bewirkt Gott eine Errettung in Samaria, in der viele Menschen zum Glauben kommen.
    • Auf der anderen Seite geht er einem einzigen Menschen nach.
    • Das Ergebnis bei beiden ist Freude.

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