Werktagsgottesdienst vom 19.10.2017: Stefan Beyer – Johannes 13:21-28 – Die Kennzeichen eines wahren Jüngers

21 Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert, und er bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! 22 Da sahen die Jünger einander an und wußten nicht, von wem er redete. 23 Einer seiner Jünger aber, den Jesus liebte, hatte bei Tisch seinen Platz an der Seite Jesu. 24 Diesem winkt nun Simon Petrus, daß er forschen solle, wer es sei, von dem er rede. 25 Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist’s? 26 Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den eingetauchten Bissen geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. 27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! 28 Es verstand aber keiner von denen, die zu Tisch saßen, wozu er ihm dies sagte. 29 Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest benötigen!, oder er solle den Armen etwas geben. 30 Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht. 31 Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn! 32 Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen. 33 Kinder, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen!, so sage ich es jetzt auch zu euch. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 35 Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. 36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen. 37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! 38 Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast!
Gesunde Unsicherheit
  • Es gibt eine falsche Unsicherheit über unseren Stand in Christus, wenn wir an Gottes Verheißungen zweifeln.
    • 13 Denn: “Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden”. (Röm 10,13)
  • Es gibt aber eine gesunde Unsicherheit, wenn wir nicht vermessen sind und mit dem Bösen in unserem Herzen rechnen.
    • 12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle! (1Kor 10,12)
    • 9 Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen? (Jer 17,9)
  • Die Jünger zeigten nicht mit dem Finger auf einen anderen, sondern waren sich alle unsicher, ob sie es vielleicht sein werden, die Jesus verraten (Vers 22).
    • 21 Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! 22 Da wurden sie sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich? (Mt 26,21-22)
  • Petrus war zu sehr von seiner Stärke überzeugt und ist deshalb gefallen (Verse 37-38).
  • Der Stärke eines Jüngers liegt im Bewußtsein seiner Schwäche und Abhängigkeit vom Herrn.
    • 9 Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. 10 Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mißhandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um des Christus willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. (2Kor 12,9-10)
 
Liebe zu Jesus, Liebe zu den Jüngern
  • Die Kennzeichen eines echten Jüngers Jesu sind
    • Liebe zu Jesus (Verse 23-25)
    • Liebe zu den Jüngern (Verse 34-35)
  • Woher erwächst diese Liebe?
    • Aus dem Bewußtsein für die Liebe, die Jesus uns im Evangelium gezeigt hat (Verse 23,34).
  • Für diese Liebe müssen wir beten.
    • 14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, 15 von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden den Namen erhält, 16 daß er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gebe, durch seinen Geist mit Kraft gestärkt zu werden an dem inneren Menschen, 17 daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet, 18 dazu fähig seid, mit allen Heiligen zu begreifen, was die Breite, die Länge, die Tiefe und die Höhe sei, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die doch alle Erkenntnis übersteigt, damit ihr erfüllt werdet bis zur ganzen Fülle Gottes. (Eph 3,14-19)
 
Jesus verherrlicht Gott
  • Jesus hatte die Herrlichkeit Gottes als oberstes Ziel vor Augen (Vers 31-32).
  • Die Herrlichkeit Gottes sollte auch unser oberstes Ziel sein.
    • 20 Entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, daß ich in nichts zuschanden werde, sondern daß in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod. 21 Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. (Phil 1,20-21)
  • Was ist die Herrlichkeit Gottes?
    • Der Inbegriff seiner Schönheit und all seiner Perfektion.
    • In gewisser Hinsicht ist sie sein Gesicht.
      • 18 Er aber antwortete: So laß mich doch deine Herrlichkeit sehen! 19 Und der HERR sprach: Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des HERRN vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich. 20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht! 21 Doch sprach der HERR: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen. 22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, so stelle ich dich in die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange bedecken, bis ich vorübergegangen bin. 23 Wenn ich dann meine Hand zurückziehe, so darfst du hinter mir hersehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden! (Ex 33,18-23)
  • In Christus können wir das Angesicht Gottes sehen.
    • 18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluß über ihn gegeben. (Joh 1,18)
Anwendung
  • Sei dir deines sündhaften Herzens immer bewußt und lebe aus der Gnade Gottes.
  • Bete für mehr Liebe zu Jesus und zu seinen Jüngern.
    • Bitte, dass Gott dir die Liebe des Christus mehr und mehr eröffnet.
  • Strebe nach der Herrlichkeit Gottes in Christus über alles.
    • New City Katechismus
      • Frage 4: Wie und warum hat Gott uns erschaffen? Gott hat uns Menschen als Mann und Frau in seinem Ebenbild erschaffen, damit wir ihn erkennen, ihn lieben, gemeinsam mit ihm leben und ihn verherrlichen. Es ist wahr, dass wir als seine Geschöpfe ihm zur Ehre leben sollten.
      • Frage 6: Wie können wir Gott ehren? Wir ehren Gott, indem wir uns an ihm erfreuen, ihn lieben, ihm vertrauen und seinen Willen, seine Gebote und Satzungen befolgen.

 

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