Werktagsgottesdienst vom 05.10.2017: Stefan Beyer – Johannes 13:1-11 – Jesus reinigt seine Jünger

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1 Vor dem Passahfest aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2 Und während des Mahls, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, da Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und daß er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, 4 stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich; 5 darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen. 8 Petrus spricht zu ihm: Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt! 10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte seinen Verräter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
  • Mit Kapitel 13 beginnen die intimen Kapitel des Johannesevangeliums.
  • Hier zeigt Jesus seine große Liebe für seine Braut, die Gemeinde, auf.
    • Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. (2. Korinther 11:2)
    • Denn wie ein junger Mann sich mit einer Jungfrau vermählt, so werden deine Söhne sich mit dir vermählen; und wie sich ein Bräutigam an seiner Braut freut, so wird dein Gott sich an dir freuen. (Jesaja 62:5)
  • Jesus hatte eine tiefe Liebe zu den Seinen (Vers 1).
  • Diese Liebe war unzerstörbar (Vers 2).
    • Weder das Kreuz noch die Flucht der Jünger könnten seine Liebe brechen.
  • In dieser intimsten Stunde von Jesus war der Teufel am Werk (Vers 2).
  • Dennoch ruhte Jesus vollkommen in der Gewißheit der Souveränität Gottes (Vers 3).
    • 25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast! 26 Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir. 27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will. (Matthäus 11:25-27)
  • Jesus war sich zu diesem Zeitpunkt schon des Sieges gewiß und der Erhöhung als Sohn des Menschen (Vers 4).
    • 13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrundegehen. (Daniel 7:13-14)
  • Dieser große König ist aber zugleich ein Diener der Seinen (Verse 4-5).
    • 28 gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. (Matthäus 20:28)
  • Das ist der große Unterschied zwischen den Christentum und allen anderen Göttern.
    • 3 Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, daß außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. (Jesaja 64:3)
  • Bei der Waschung ging es nicht um die Waschung der Sündenreinigung, welche an den wahren Jüngern schon vollzogen war (Vers 10).
    • Die Waschung von den Sünden geschieht sofort, wenn jemand an Christus glaubt.
      • 14 in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden. (Kolosser 1:14)
  • Sondern es ging um die Waschung der Gemeinschaft (Vers 8).
    • Jesus reinigt uns fortwährend und macht uns bereit für Gemeinschaft mit ihm.
      • 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. (Epheser 5:25-27)
  • Das heißt, in gewisser Hinsicht sind die Gläubigen schon vollkommen rein, obwohl sie regelmäßig gewaschen werden.
    • 5 Da hat er uns – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit – errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes. (Titus 3:5)
    • 7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. 8 Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1. Johannes 1:7-9)
Anwendung
  • Um in Gottes Gegenwart zu kommen sind zwei Dinge nötig:
    • Ein einmaliges Bad durch das Blut Christi.
      • 19 Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, 20 den er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch. (Hebräer 10:19-20)
    • Ein beständiges Waschen durch Bekenntnis der Sünden und Buße.
      • 2 Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet, und in dessen Geist keine Falschheit ist! 3 Als ich es verschwieg, da verfielen meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag. 4 Denn deine Hand lag schwer auf mir Tag und Nacht, so daß mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürr wird. (Sela.) 5 Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg meine Schuld nicht; ich sprach: “Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen!” Da vergabst du mir meine Sündenschuld. (Sela.)(Psalm 32:2-5)
  • Für dieses Bekennen der Sündenlast bietet eine Jüngerschaftsbeziehung einen wunderbaren Rahmen.
    • 16 Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. (Jakobus 5:16)
  • Manchmal kann es aber auch angebracht sein, mit einem Seelsorger zu sprechen.
  • Das Konzept von Schuld, auch wenn es von uns ignoriert oder geleugnet wird, hat einen tiefen Einluß auf unser Leben und es ist eines der größten Segnungen des Evangeliums, daß es uns mit diesem Problem hilft.

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