Predigt vom 15.10.2017: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 5,17-26 – Der Herr steht seinen Aposteln bei

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Apostelgeschichte 5:17-26 – Der Herr steht seinen Aposteln bei

17 Es erhob sich aber der Hohepriester und sein ganzer Anhang, nämlich die Richtung der Sadduzäer; sie waren voll Eifersucht 18 und legten ihre Hände an die Apostel und brachten sie in öffentlichen Gewahrsam. 19 Aber ein Engel des Herrn öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach: 20 Geht hin, tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte dieses Lebens! 21 Als sie das hörten, gingen sie frühmorgens in den Tempel und lehrten. Es kam aber der Hohepriester und sein Anhang, und sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Kinder Israels zusammen und sandten in das Gefängnis, um sie herbringen zu lassen. 22 Als aber die Diener hinkamen, fanden sie jene nicht im Gefängnis. Da kehrten sie zurück, meldeten es 23 und sprachen: Das Gefängnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt verschlossen und die Wächter außen vor den Türen stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin! 24 Als aber der Hohepriester und der Tempelhauptmann und die obersten Priester diese Worte hörten, gerieten sie ihretwegen in Verlegenheit, was daraus werden sollte. 25 Da kam jemand und meldete ihnen und sprach: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gebracht habt, stehen im Tempel und lehren das Volk! 26 Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und führte sie herbei, doch nicht gewaltsam, damit sie nicht gesteinigt würden; denn sie fürchteten das Volk.
Widerstand aus Eifersucht
  • Die Apostel verkündigten offen die Worte dieses Lebens.
    • Sie erklärten, dass in Jesus allein wahres Leben zu finden ist.
      • 17 Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genuß darreicht. 18 Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen, 19 damit sie das [wahre] Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln. (1Tim 6,17-19)
  • Gegen diese Predigt, die an sich nicht feindlich ist, erhob sich jedoch ernsthafter Widerstand (Vers 17).
  • Der Grund für diesen Widerstand war Eifersucht.
  • Eifersucht entsteht aus dem Wunsch, über etwas die Kontrolle zu behalten.
    • Manchmal ist Eifersucht in einem gewissen Maße berechtigt (Ehe, Beziehung zwischen Gott und den Gläubigen).
      • 14 Und ihr sollt nicht anderen Göttern nachfolgen, unter den Göttern der Völker, die um euch her sind 15 – denn der HERR, dein Gott, der in deiner Mitte wohnt, ist ein eifersüchtiger Gott -, damit nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich von der Erde vertilgt. (Dtn 6,14-15)
    • Falsche Eifersucht entsteht aber da, wo man etwas kontrollieren will, über dass man eigentlich keine Autorität hat.
  • Letztlich ging es dem Hohepriester und den Sadduzäern nicht um die Wahrheit und um die Errettung des Volkes, sondern um ihre eigenen religiösen Privilegien.
  • Das Evangelium verspricht einen direkten Zugang zu Gott durch Jesus Christus, sodass keine menschlichen Mittler benötigt werden.
    • 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus. (1Tim 2,5)
  • Da, wo das Evangelium gepredigt wird und Menschen zu einer persönlichen Beziehung mit Gott kommen, regt sich oft Widerstand von einer religiösen Kaste.
  • Die Reformation betonte das Priestertum aller Gläubigen.
    • 9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. (1Petr 2,9)
  • Es versuchen sich auch heute religiöse Menschen dem Evangelium in den Weg zu stellen:
    • Die katholische Kirche stellt weiterhin Priester zwischen den Gläubigen und Gott.
    • Die charismatische Kirche stellt den Mann Gottes zwischen den Gläubigen und Gott.
    • Viele Kirche haben alteingesessene Machtstrukturen, die manchmal dem Evangelium im Weg stehen.
    • Manchmal regt sich auch Widerstand in der Familie, weil sie durch das Evangelium einen Autoritätsverlust fürchten.
    • Der Islam läßt nicht zu, daß jemand sich von ihm abwendet, aus Eifersucht.
Mutiges Verkündigen
  • Die Apostel ließen sich nicht abbringen, von Jesus zu erzählen (Vers 25).
  • Sie wurden durch göttlichen Beistand unterstützt (Vers 19).
    • 20 Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen.  (Mk 16,20)
    • 23 diese drei Männer aber, Sadrach, Mesach und Abednego, fielen gebunden in den glühenden Feuerofen. 24 Da erschrak der König Nebukadnezar und stand rasch auf. Er redete und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden ins Feuer geworfen? Sie erwiderten und sprachen zu dem König: Gewiß, o König! 25 Er antwortete und sprach: Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei umherwandeln, und es ist keine Verletzung an ihnen; und die Gestalt des vierten gleicht einem Sohn der Götter! (Dan 3,23-25)
  • Der Beistand von Jesus ist real, auch wenn er nicht immer so offenkundig geschieht.
    • 33 Die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, die Rachen der Löwen verstopften; 34 sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwertes entkommen, sie sind aus Schwachheit zu Kraft gekommen, sind stark geworden im Kampf, haben die Heere der Fremden in die Flucht gejagt. 35 Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder; andere aber ließen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen; 36 und andere erfuhren Spott und Geißelung, dazu Ketten und Gefängnis; 37 sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, sie erlitten den Tod durchs Schwert, sie zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten Mangel, Bedrückung, Mißhandlung. (Heb 11,33-37)
Wohlwollen beim Volk
  • Auch wenn die Gemeinde von den Obersten des Volkes und von der religiösen Kaste verfolgt wurde, war sie doch beim Volk angesehen (Vers 26).
  • Auch wenn nicht alle vom Volk zum Glauben an Jesus kamen, respektierten sie dennoch die Botschaft(er) des Evangeliums.
  • Gott schenkt seiner Gemeinde immer wieder unerwartete Unterstützer.
  • Oft wenn sich Widerstand gegen das Evangelium regt, öffnet Gott an einem anderem Ort Herzen für das Evangelium.
  • Gott kann die Herzen
    • öffnen
      • 14 Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, so daß sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. (Apg 16,14)
    • weich machen
      • 8 Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich nicht mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank, zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, daß er sich nicht verunreinigen müsse. 9 Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten Kämmerer. 10 Und der oberste Kämmerer sprach zu Daniel: Ich fürchte nur meinen Herrn, den König, der euch eure Speise und euer Getränk bestimmt hat. Denn warum sollte er wahrnehmen, daß euer Aussehen weniger gut wäre als das der anderen jungen Männer in eurem Alter? Dann wärt ihr schuld, wenn ich meinen Kopf beim König verwirkte! (Dan 1,8-10)
Anwendung
  • Wenn wir im Dienst für das Evangelium stehen, wird sich Widerstand regen.
  • Wir sind dennoch aufgerufen, das Evangelium weiter mutig zu verkünden.
  • Wir dürfen mit dem Beistand des Herrn rechnen.
    • Er macht das Herz mancher Menschen weich, so dass sie die Gemeinde unterstützen.
    • Er öffnet das Herz mancher Menschen, so dass sie das Evangelium annehmen.

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