Predigt vom 03.09.2017: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 5,12-16 – Der Dienst der Apostel

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Predigt vom 3. September 2017

Apostelgeschichte 5:12-16 – Der Dienst der Apostel

12 Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. 13 Von den Übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; 14 und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen, 15 sodass man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten auf einen von ihnen fiele. 16 Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden.
Wunder durch die Hände der Apostel
  • Es war in der frühen Gemeinde keineswegs so, dass alle Christen Wundergaben hatten.
  • Die besonderen Zeichengaben waren auf Jesus und den Kreis der Apostel beschränkt (Vers 12).
    • 12 Die Zeichen eines Apostels sind unter euch gewirkt worden in aller Geduld, in Zeichen und Wundern und Kraftwirkungen. (2. Korinther 12:12)
  • Die Wunder waren öffentlich und zeigten sofortige, nachprüfbare Wirkung (Vers 15).
  • Die momentane charismatische Bewegung
    • hat Wurzeln in den metaphysischen Sekten des 19. Jahrhunderts,
    • fördert schon von ihrer Gründung an nicht Heiligkeit,
    • kann nicht die Wunder des 1. Jahrhunderts reproduzieren,
    • verführt durch ihre Musik,
    • und wurde schon früh von bibeltreuen Gemeinden abgelehnt (siehe Berliner Erklärung).
  • Die Wunder hatten keinen Selbstzweck und dienten auch nicht zur Erbauung der Gläubigen, sondern zur Beglaubigung der Apostel.
    • 22 Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wißt. (Apostelgeschichte 2:22)
  • Ressource: John MacArthur – Fremdes Feuer (https://www.cbuch.de/macarthur-fremdes-feuer.html)
Verkündigung führt zu Verfolgung
  • Die Apostel wurden aufgrund ihrer Verkündigung verfolgt (siehe Apostelgeschichte 4:1-23).
  • Die Verfolgung würde sogar noch zunehmen und körperliche Züchtigung beinhalten (Vers 40).
  • Viele schienen das zu fürchten und beteiligten sich deshalb nicht an der öffentlichen Verkündigung (Vers 13).
  • Das öffentliche Bekenntnis zu Jesus wird einen Preis verlangen.
    • 32 Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel; 33 wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel. 34 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert! 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; 36 und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden! 40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. (Matthäus 10:32-40)
    •  38 Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln. (Markus 8:38)
  • Die Gefahr war von Anfang an, aus Angst vor den Menschen und dem Wunsch, anerkannt zu sein, das Evangelium zu verändern.
    • 12 Alle, die im Fleisch wohlangesehen sein wollen, nötigen euch, daß ihr euch beschneiden laßt, nur damit sie nicht um des Kreuzes des Christus willen verfolgt werden. (Galater 6:12)
  • Um Jesus treu zu bleiben, müssen wir sowohl individuell als auch gemeinschaftlich bereit sein, den Preis der Nachfolge zu bezahlen.
  • Die Kraft dazu verschafft die Furcht Gottes.
    • 12 Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, daß du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird, 13 und daß du den HERRN vergißt, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat? (Jesaja 51:12-13)
    • 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle! (Matthäus 10:28)
Krankheit und Besessenheit
  • Die Bibel hat ein sehr differenziertes Menschenbild.
  • Weder reduziert sie alle Krankheiten auf Dämonen (Vers 16).
  • Noch unterschlägt sie die geistliche Seite unserer Existenz.
    • 11 Und siehe, da war eine Frau, die seit 18 Jahren einen Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrümmt und konnte sich gar nicht aufrichten. 12 Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, du bist erlöst von deiner Krankheit! 13 Und er legte ihr die Hände auf, und sie wurde sogleich wieder gerade und pries Gott. 14 Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, daß Jesus am Sabbat heilte, und er ergriff das Wort und sprach zu der Volksmenge: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an diesen kommt und laßt euch heilen, und nicht am Sabbattag! 15 Der Herr nun antwortete ihm und sprach: Du Heuchler, löst nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und führt ihn zur Tränke? 16 Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 18 Jahre gebunden hielt, sollte sie nicht von dieser Bindung gelöst werden am Sabbattag? 17 Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschämt; und die ganze Menge freute sich über all die herrlichen Taten, die durch ihn geschahen. (Lukas 13:11-17)
Anwendung
  • Laßt uns lernen, die christliche Welt anhand der Bibel zu prüfen.
    • 20 Ihr Brüder, werdet nicht Kinder im Verständnis, sondern in der Bosheit seid Unmündige, im Verständnis aber werdet erwachsen. (1. Korinther 14:20)
    • 21 Prüft alles, das Gute behaltet! 22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt! (1. Thessalonicher 5:21-22)
  • Laßt uns bereit sein, den Preis der Nachfolge bezahlen, insbesondere den Preis der öffentlichen Anerkennung.
  • Laßt uns lernen, unsere Probleme aus einer umfassenden christlichen Weltsicht zu sehen.

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