Predigt vom 30. Juli 2017: Stefan Beyer – Die Verfolgung beginnt

Predigt vom 30. Juli 2017

Apostelgeschichte 4:1-22 – Die Verfolgung beginnt

1 Während sie aber zum Volk redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer auf sie zu. 2 Sie waren aufgebracht darüber, daß sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten. 3 Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend. 4 Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5 000. 5 Es geschah aber am folgenden Morgen, daß sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten, 6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren. 7 Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Durch welche Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? 8 Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel, 9 wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, durch wen er geheilt worden ist, 10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekanntgemacht, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, daß dieser durch Ihn gesund vor euch steht. 11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! 13 Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, daß sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten, daß sie mit Jesus gewesen waren. 14 Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt worden war, konnten sie nichts dagegen sagen. 15 Da befahlen sie ihnen, aus dem Hohen Rat hinauszugehen, und beratschlagten miteinander und sprachen: 16 Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Denn daß ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen. 17 Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen reden! 18 Und sie ließen sie rufen und geboten ihnen, überhaupt nicht mehr in dem Namen Jesus zu reden noch zu lehren. 19 Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott! 20 Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben! 21 Sie aber drohten ihnen noch weiter und ließen sie frei, weil sie wegen des Volkes keinen Weg fanden, sie zu bestrafen; denn alle priesen Gott über dem, was geschehen war. 22 Der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war, war nämlich über 40 Jahre alt.
Der hartnäckige Unglaube der religiösen Führer
  • Die Priester, der Hauptmann des Tempels und die Sadduzäer nehmen die Apostel fest (Vers 1).
  • Sie waren aufgebracht, daß die Apostel die Auferstehung der Toten verkündigten (Vers 2).
    • Sie schienen die Argumente der Apostel gar nicht geprüft zu haben oder prüfen zu wollen.
  • Später versammeln sich die Obersten, Ältesten, Schriftgelehrten und sogar die Hohepriester, um die Apostel zu verhören (Vers 5).
  • Sie konnten das Wunder an dem geheilten Menschen nicht leugnen (Verse 14-16).
  • Aber anstatt sich zu Jesus zu bekehren, in dessen Name der Lahme geheilt wurde, verbieten sie den Aposteln, weiter von Jesus zu lehren (Verse 17,18).
  • Sie ließen sich selbst von der Menge nicht beeindrucken, die ganz offensichtlich Gott für sein Eingreifen pries (Verse 21,22).
  • Die religiösen Führer sind ein Bild für die geistliche Blindheit des natürlichen Menschen.
    • 4 Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. (2. Korinther 4:4)
    • 18 Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit7 und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, 19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (Römer 1:18-21)
Der unbeirrbare Glaube der Apostel
  • Der hartnäckige Unglaube der religiösen Führer steht im Kontrast zu dem unbeirrbaren Glauben der Apostel.
  • Sie lehrten das Volk offen in Jesus die Auferstehung aus den Toten (Vers 2).
    • Dies widersprach dem religiösen Glauben ihrer Kultur, der entweder die Auferstehung ganz leugnete (Sadduzäer) oder nur eine allgemeine Auferstehung am Ende der Zeit kannte (Pharisäer).
  • Sie verkündigten im Verhör freimütig, dass Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist (Verse 8-12).
    • Dazu wurden sie vom Heiligen Geist befähigt.
      • 11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt. (Lukas 12:11,12)
    • Ihr Vertrauen gründete auf einem tiefen Verständnis des Wortes Gottes.
      • 22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. (Psalm 118:22)
    • Die persönliche Zeit mit Jesus Christus hatte sie gestärkt (Vers 13).
      • 14 Und er bestimmte zwölf, die bei ihm sein sollten und die er aussandte, um zu verkündigen. (Markus 3:14)
  • Sie widersetzten sich den religiösen Führern, weil diese sich Gott widersetzten (Verse 19,20).
    • Da wo die Obrigkeit in die religiöse Freiheit das Einzelnen einschreitet, widersetzt sie sich Gott.
    • In so einem Fall ist es erlaubt und in manchen Situationen vielleicht sogar geboten, sich ihr zu widersetzen.
Anwendung
  • Bleibe nicht hartnäckig im Unglauben wie die religiösen Führer, sondern bitte Gott, dir geistliches Leben und Glauben zu schenken.
    • Prüfe die Argumente für den Glauben.
  • Bekenne mutig die Wahrheiten des christlichen Glaubens, egal was die Kultur für eine Meinung oder Stimmung hat.
  • Wachse im Verständnis des Wortes Gottes.
    • Dadurch wird die Kraft des Heiligen Geistes freigesetzt.
  • Verbringe Zeit mit Jesus.
  • Lerne, die komplexen ethischen Fragen des Lebens aus biblischer Perspektive zu beurteilen, damit du weißt, wo du gehorchen und wo du dich widersetzen mußt.

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