Werktagsgottesdienst vom 18.05.2017: Stefan Beyer – Johannes 8:12-30 – Das Licht der Welt

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Die Verheißung des Lichts
12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.
  • Jesus erklärt, daß die Welt ohne ihn in einem Zustand der Finsternis lebt.
    • Diese Finsternis ist primär die Gottesferne, in der die Menschen leben.
    • Dadurch sind sie abgeschnitten von dem, für den und zu dem sie geschaffen worden sind.
  • Jesus bringt das Licht des Leben, das heißt die wahre Erkenntnis, die das Leben zur Fülle führt.
Die Pharisäer leben in der Finsternis
13 Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du legst von dir selbst Zeugnis ab; dein Zeugnis ist nicht glaubwürdig! 14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis doch glaubwürdig, denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. 15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand.16 Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. 17 Es steht aber auch in eurem Gesetz geschrieben, dass das Zeugnis zweier Menschen glaubwürdig ist. 18 Ich bin es, der ich von mir selbst Zeugnis gebe, und der Vater, der mich gesandt hat, gibt auch Zeugnis von mir. 19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen würdet, so würdet ihr auch meinen Vater kennen. 20 Diese Worte redete Jesus bei dem Opferkasten, als er im Tempel lehrte; und niemand ergriff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
  • Die Pharisäer beweisen ihre geistliche Blindheit, indem sie das klare Zeugnis von Jesus und dem Vater nicht anerkennen.
  • Jesus erklärte mitten im Heiligtum der Juden, daß die religiösen Führer Gott nicht wirklich kennen würden.
  • Die Souveränität des Vaters zeigt sich, indem niemand Jesus ergreifen konnte, bis seine Stunde gekommen war (für seine Kreuzigung).
Die Folgen eines Lebens in der Finsternis
21 Nun sprach Jesus wiederum zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen! 22 Da sagten die Juden: Will er sich etwa selbst töten, dass er spricht: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen? 23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 24 Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.
  • Die Folge eines Lebens in der Finsternis ist der Tod in der Sünde.
    • Das heißt, die ewige Trennung von Gott.
  • Geistliche Finsternis wird hier mit einer weiteren Metapher beschrieben:
    • von unten sein, von dieser Welt sein
  • Die Pharisäer hatten nicht das neue Leben aus Gott, welches durch den Heiligen Geist geschenkt wird, sondern nur eine natürliche Religiösität.
  • Wer nicht glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, wird in seinen Sünden sterben.
Das Licht des Sohnes weist auf den Vater
25 Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Und Jesus sprach zu ihnen: Zuerst das, was ich euch eben sage! 26 Ich habe vieles über euch zu reden und zu richten; aber der, welcher mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt. 27 Sie verstanden aber nicht, dass er vom Vater zu ihnen redete. 28 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin; und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich. 29 Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt. 30 Als er dies sagte, glaubten viele an ihn.
  • Was ist das Licht, das Jesus in die Welt brachte?
    • Die wahre Erkenntnis des Vaters.
  • An dieser Stelle ist eine der höchsten Bezüge Jesu auf seine Gottheit.
    • Durch seine Kreuzigung wird offenbar werden, daß er der “Ich bin” ist.
    • Diese Offenbarung geschah durch die erschütternden Begleitumstände der Kreuzigung (Dunkelheit, Erdbeben,Auferstehungen,Zerreißen des Vorhangs im Tempel).
  • Jesus drückt seine innige Gemeinschaft mit dem Vater aus:
    • Zu dieser Gemeinschaft lädt er die ein, die an ihn glauben werden.
    • Jesus ist durch dieses gottergebene Leben aber auch die Stellvertretung für unseren fehlenden Gehorsam.
  • Die Offenbarung der Herrlichkeit des Sohnes in der Gemeinschaft mit seinem Vater führte zum Glauben vieler.
Anwendung
  • Sehnst du dich nach dem Licht des Lebens, das Jesus schenken möchte? Spürst du die Finsternis, in der du lebst?
  • Hast du nur eine äußerliche Religiösität wie die Pharisäer oder wirkliches geistliches Leben?
  • Bist du dir der Folgen eines Lebens in Finsternis bewußt?
  • Siehst du die Herrlichkeit des Vaters im Angesicht Jesu Christi?
    • Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. 2. Korinther 4:6

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