Predigt vom 14.05.2017: Stefan Beyer – Apostelgeschichte 1,1-5 – Einleitung in die Apostelgeschichte

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Predigt vom 14. Mai 2017

Apostelgeschichte 1:1-5 – Einleitung in die Apostelgeschichte

1 Den ersten Bericht habe ich verfaßt, o Theophilus, über alles, was Jesus anfing zu tun und zu lehren,
  • Das Lukasevangelium ist eng verwoben mit der Apostelgeschichte und als ein gemeinsames Werk zu interpretieren.
  • Der Held des Lukasevangeliums war Jesus.
    • Sowohl in seinen mächtigen Taten als auch die Verkündigung des Heils (des Evangeliums).
      • 16 Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. 17 Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben; und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: 18 “Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, 19 um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.” 20 Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren! (Lukas 4:16-21)
    • Der zentrale Dienst Jesu bestand darin, das Heil zu erwirken und davon zu berichten. Seine Wunder dienten als Beglaubigung seiner Autorität.
      • 22 Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wißt. (Apostelgeschichte 2:22)
  • Dabei bildeten die Evangelien nur den Anfang des Wirkens Jesu.
    • Wir dürfen uns die Apostelgeschichte und die weitere Kirchengeschichte nicht so vorstellen, als ob das Wirken von Jesus auf die Jünger oder die Gemeinde übergegangen wäre. Er ist immernoch der Hauptakteur.
2 bis zu dem Tag, da er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Befehl gegeben hatte.
  • Die Himmelfahrt Jesu war nicht so sehr sein Entschwinden als seine Thronbesteigung.
    • 19 Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen. (Markus 16:19-20)
  • Jesus wirkt jetzt von seinem Thron aus mächtig in den Jüngern durch seinen Heiligen Geist.
  • Selbst als er auf Erden war, wirkte Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes.
    • 22 und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen! (Lukas 3:22)
  • Der große Befehl, den Jesus seinen Jüngern zum Abschied gab, war der Missionsbefehl.
    • 46 Und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so mußte der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen, 47 und in seinem Namen soll Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden unter allen Völkern, beginnend in Jerusalem. 48 Ihr aber seid Zeugen hiervon! 49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe! 50 Er führte sie aber hinaus bis in die Nähe von Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. 52 Und sie warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude; 53 und sie waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott. Amen. (Lukas 24:46-53)
  • Der wichtigste Befehl Jesu an seine Jünger ist nicht moralisch, sondern proklematorisch, denn es geht beim Christentum weniger darum, was wir tun, sondern darum, was er getan hat.
3 Ihnen erwies er sich auch nach seinem Leiden als lebendig durch viele sichere Kennzeichen, indem er ihnen während 40 Tagen erschien und über das Reich Gottes redete.
  • Hier betont Lukas die Gewißheit der christlichen Botschaft.
    • Jesus erwies sich als lebendig und von den Toten auferstanden.
    • Dies tat er durch viele sichere Kennzeichen.
    • Er erschien ihnen während 40 Tage (einmal bis zu 500 Leuten, 1. Korinther 15:6).
    • Er setzte seine Verkündigung über das Reich Gottes fort.
4 Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr – so sprach er – von mir vernommen habt, 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
  • Die Jünger sollten auf die Befähigung durch den Vater warten, denn das christlichen Leben und der christliche Dienst geschieht nur durch die Befähigung durch den Heiligen Geist.
    • Mose sehnte sich nach dieser Befähigung für das ganze Volk.
      • 29 Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Ach, daß doch das ganze Volk des HERRN weissagen würde! Daß doch der HERR seinen Geist auf sie legen würde! (4. Mose 11:29)
    • Gott wird durch diese Befähigung geehrt.
      • 6 Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. 7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. (2. Korinther 4:6-7)
Anwendung
  • Lebst du in dem Bewußtsein, daß Jesus regiert und aktiv dein Leben, die Gemeinde und die Geschichte der Welt lenkt?
    • Das ist eines wichtigen Gründe für tägliches Bibellesen, Jüngerschaft und gute Lehre: wir müssen uns an die Vorherrschaft Jesu erinnern.
  • Welche Rolle spielt der Missionsbefehl in deinem Leben?
    • Jeder Christ ist aufgerufen, den Missionsbefehl zum Zentrum seines Lebens zu machen.
  • Vertraust du den Berichten über die Auferstehung?
    • Wir sind aufgerufen zu prüfen und zu einer Gewißheit des Glaubens zu kommen
      • 14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast, 15 und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. (2. Timotheus 3:14-15)
  • Lebst in der bewußten Abhängigkeit von der Befähigung Gottes?
    • Wir müssen immer wieder im Gebet unser Leben bewußt unter die Herrschaft und Befähigung Gottes stellen und uns unsere Abhängigkeit bewußt machen.
Hilfsmittel für das persönliche Studium

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