Predigt vom 08.04.2017: Stefan Beyer – Hebräer 13:22-25 – Ein Brief der Gnade


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Hebräer 13:22-25 – Ein Brief der Gnade

  • Der pastorale Ton des Hebräerbriefs kommt in den letzten Versen nochmal besonders zum Ausdruck.
  • Der Prediger erinnert die Hebräer daran, daß es im christlichen Leben darum geht:
    • Ermahnung anzunehmen
    • Gemeinschaft wertzuschätzen
    • Gnade anzuwenden
Ermahnung annehmen
22 Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, nehmt das Wort der Ermahnung an; denn ich habe euch mit wenigen Worten geschrieben.
  • Der Brief des Autors wird hier von ihm ein Wort der Ermahnung genannt.
  • Es brauchte für die Hebräer ungefähr eine Stunde, diese Predigt zu lesen.
  • Die Predigt war erfüllt von Ermutigungen und Ermahnungen, die oft mit den Wort “Laßt uns …” eingeleitet wurden.
  • Das Wort Gottes ist für den Schreiber nicht nur etwas Abstraktes, sondern etwas das im Leben der Gläubigen Wirkung entfalten sollte.
    • 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. (Hebräer 4:12)
  • Damit das Wort Gottes seine Wirkung in unserem Leben entfalten kann, müssen wir bereit sein, seine Ermahnung anzunehmen.
    • 22 Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. 23 Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; 24 er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. 25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergeßlicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun. (Jakobus 1:22-25)
Gemeinschaft wertschätzen
23 Ihr sollt wissen, daß der Bruder Timotheus freigelassen worden ist; wenn er bald kommt, will ich euch mit ihm besuchen. 24 Grüßt alle eure Führer und alle Heiligen! Es grüßen euch die von Italien!
  • Selbst die beiläufigen Grüße des Autors drücken seine pastorale Fürsorge aus.
  • Er möchte, daß sie alle wissen, wie tief er mit ihnen verbunden ist.
    • Seine Grüße sollten nicht nur an die Führer, sondern an alle Heiligen ausgerichtet werden.
  • Am Ort des Autors befanden sich Gläubige, die auch aus Italien stammten.
  • Die enge Gemeinschaft der Gemeinde wird hier durch den Verweis auf Timotheus, den Autor selbst, die Führer der Gemeinde, die Mitglieder und die italienischen Christen, die ihre Grüße senden, zum Ausdruck gebracht.
  • Unser geistliches Leben hängt davon ab, daß wir aus der Ermahnung (3:13; 6:11; 10:24), Ermutigung (6:9-10;10:25) und dem Vorbild (10:32,35;13:7) anderer Christen leben.
  • Deshalb ist Gemeinde und die Mitgliedschaft in einer evangeliumsbasierten Gemeinde ein so wichtiges Element im christlichen Leben.
Gnade anwenden
25 Die Gnade sei mit euch allen! Amen.
  • Gnade ist im Prinzip das Hauptthema des Briefes.
  • Gnade ist Gottes unverdientes Wirken im Evangelium.
    • 9 Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken. (Hebräer 2:9)
  • Wenn Christen beten, dann kommen sie zum “Thron der Gnade”.
    • 16 So laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! (Hebräer 4:16)
  • Wenn sich Menschen vom Evangelium abwenden, dann verachten sie den “Geist der Gnade”.
    • 29 Wieviel schlimmerer Strafe, meint ihr, wird derjenige schuldig erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt wurde, für gemein geachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat? (Hebräer 10:29)
  • Die Hebräer werden ermahnt, die Gnade Gottes nicht zu verpassen.
    • 15 Und achtet darauf, daß nicht jemand die Gnade Gottes versäumt. (Hebräer 12:15)
  • Sie sollen an der Gnade festhalten.
    • 28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns die Gnade festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen können mit Scheu und Ehrfurcht! (Hebräer 12:28)
  • Das Herz muß durch Gnade gestärkt werden.
    • 9 Laßt euch nicht von vielfältigen und fremden Lehren umhertreiben; denn es ist gut, daß das Herz fest wird, was durch Gnade geschieht, nicht durch Speisen, von denen die keinen Nutzen hatten, die mit ihnen umgingen. (Hebräer 13:9)
  • Das christliche Leben ist herausfordernd, aber ein gnädiger Gott gibt uns im Evangelium alles, was wir brauchen.
  • Wir müssen lernen, aus der Gnade des Evangeliums täglich zu leben.

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