Werktagsgottesdienst vom 23.03.2017 Stefan Beyer – Johannes 6:35-51 – Gottes Souveränität in der Errettung des Menschen

Das Video zur Predigt erscheint auf dem Youtube-Kanal der Evangeliumsgemeinde.

Johannes 6:35-51 – Gottes Souveränität in der Errettung des Menschen

(Jena am 23.03.2017)

  • Obwohl Jesus dem Volk soviel anzubieten hat, lehnen viele ihn ab.
    • Jesus erklärt diese Ablehnung mit der Souveränität Gottes.
    • Souveränität heißt, daß Gott König ist, der alles nach dem Ratschluß seines Willens lenkt.
      • 11 In ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluß seines Willens. (Epheser 1:11)
      • 1 Der HERR regiert als König! Er hat sich mit Majestät bekleidet; der HERR hat sich bekleidet, er hat sich umgürtet mit Macht; auch der Erdkreis steht fest und wird nicht wanken. 2 Dein Thron steht fest von Anbeginn; von Ewigkeit her bist du! (Psalm 93:1-2)
  • Jesus erklärt auch, warum, aus menschlicher Sicht, das Volk ihn ablehnt.
    • Sie stoßen sich an der menschlichen Natur Jesu (Vers 42).
    • Sie stoßen sich an dem Weg der Errettung, den Jesus aufzeigt: eine persönliche Beziehung zu ihm (Verse 48-51).

Gottes Souveränität

35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten. 36 Aber ich habe es euch gesagt, daß ihr mich gesehen habt und doch nicht glaubt. 37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tag. 40 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 41 Da murrten die Juden über ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist, 42 und sie sprachen: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann dieser denn sagen: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen? 43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander! 44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 45 Es steht geschrieben in den Propheten: “Und sie werden alle von Gott gelehrt sein”. Jeder nun, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir.
  • Jesus konfrontiert den Unglauben des Volkes offen (Vers 36).
  • Aber seine unmittelbare Reaktion ist Gewißheit im Rettungshandeln des Vaters (Vers 37).
    • Der Vater hat bestimmte Menschen dem Sohn gegeben.
    • Er wird dafür sorgen, daß sie auch zu ihm kommen.
  • Da wir nicht wissen können, ob wir zu diesen Menschen gehören, die der Vater dem Sohn gegeben hat, ist es unsere Aufgabe, zu Christus zu kommen.
    • Jesus wird jeden aufnehmen, der zu ihm kommt und bei ihm Rettung sucht.
    • Das ist nachträglich das Zeichen, daß wir zu dem erwählten Volk gehören.
  • Jesus betont, daß sein Rettungswille genau mit dem Erwählungswillen des Vaters übereinstimmt (Vers 38).
    • Er ist kommen, um genau die Menschen zu retten, die Gott ihn gegeben hat (Vers 39).
  • Das soll aber nicht heißen, daß irgendjemand ausgeschlossen ist vom Heil Gottes.
    • Gott hat bestimmt, daß jeder der den Sohn sieht und an ihn glaubt, gerettet wird (Vers 40).
    • Man kann sich nur selber vom Heil ausschließen, indem man sich weigert, den Sohn zu sehen und an ihn zu glauben.
  • Die Juden murren gegen Jesus so wie sie damals gegen Mose gemurrt haben (Vers 41).
    • 1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels zog aus der Wüste Sin ihre Tagereisen, nach dem Befehl des HERRN, und sie lagerte sich in Rephidim; aber da hatte das Volk kein Wasser zu trinken. 2 Darum stritt das Volk mit Mose, und sie sprachen: Gebt uns Wasser, daß wir trinken! Mose sprach zu ihnen: Was streitet ihr mit mir? Warum versucht ihr den HERRN? 3 Als nun das Volk dort nach Wasser dürstete, da murrten sie gegen Mose und sprachen: Warum hast du uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben zu lassen? 4 Da schrie Mose zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volk tun? Es fehlt nicht viel, und sie werden mich noch steinigen! (2. Mose 17:1-4)
  • Anstatt mit Vertrauen und Unterordnung auf Gott zu reagieren, handeln sie aus Zweifel und Auflehnung (Vers 42).
    • 23 Aber dieses Volk hat ein halsstarriges, aufrührerisches Herz; sie haben sich abgewandt und sind davongelaufen; 24 und sie haben in ihrem Herzen nicht gedacht: Wir wollen doch den HERRN, unseren Gott, fürchten, der den Regen gibt, Früh- und Spätregen zu seiner Zeit, der die bestimmten Wochen der Ernte für uns einhält! 25 Eure Missetaten haben dies verhindert, und eure Sünden haben das Gute von euch zurückgehalten. (Jeremia 5:23-25)
  • Jesus macht den Juden deutlich, daß ihre Ablehnung und Verblendung so groß ist, daß es eines Wunders Gottes bedarf, damit jemand rettend zu ihm kommt (Verse 43,44).
    • Das Ziehen ist ein mächtiges Wirken des Vaters am Herzen des Sünders.
      • 11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land, voll großer Fische, 153; und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht. (Johannes 21:11)
      • 19 Als aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung auf ihren Gewinn entschwunden war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Marktplatz vor die Obersten der Stadt. (Apostelgeschichte 16:19)
      • 6 Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken, und ziehen nicht sie euch vor Gericht? (Jakobus 2:6)
  • Gott hatte im Alten Testament einen neuen Bund verheißen, bei dem er selbst (durch den Heiligen Geist) Menschen lehren würde.
    • 33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein; 34 und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: “Erkenne den HERRN !” Denn sie werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen, spricht der HERR; denn ich werde ihre Missetat vergeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken! (Jeremia 31:33-34)
  • Für Johannes stehen die Begriffe “Welt” und “alle” für die Vielzahl derjenigen, die der Vater dem Sohn gegeben hat.

Menschliche Verantwortung

46 Nicht, daß jemand den Vater gesehen hätte; nur der, welcher von Gott ist, der hat den Vater gesehen. 47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure Väter haben das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben; 50 dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit, wer davon ißt, nicht stirbt. 51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
  • Unser Zugang zum Vater geschieht nur durch Jesus Christus (Vers 46).
    • Wir sind also verpflichtet, zu ihm zu kommen und an ihn zu glauben, wenn wir zu Gott kommen wollen (Vers 46).
  • Jesus hat vom Vater die Vollmacht bekommen, ewiges Leben zu (Vers 47).
    • 2 Gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. (Johannes 17:2)
  • Ewiges Leben ist eine Beziehung zu Gott durch Jesus Christus, die jetzt anfängt und bis in alle Ewigkeit reicht (Verse 48-50).
    • 3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17:3)
  • Das heißt nicht, daß die Ungläubigen nicht auferweckt werden.
    • 15 Und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf die auch sie selbst warten, daß es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten. (Apostelgeschichte 24:15)
  • Aber die Ungläubigen gehen nicht in das ewige Leben ein, sondern in den ewigen Tod.
    • 8 Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner – ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod. (Offenbarung 21:8)
  • Die Rettung geschieht, indem man im Glauben zu Jesus kommt und sein Heilshandeln in Anspruch nimmt (Vers 51).

Anwendung

  • Dieser Abschnitt sollte uns zur Anbetung des Vaters und des Sohnes für ihre Macht und für ihr Heilshandeln führen.
    • Er sollte uns auch Gewißheit geben, daß Gott seinen souveränen Plan ausführt.
  • Der Abschnitt sollte uns aber auch dazu führen, unsere Verantwortung ernstzunehmen und wahrzunehmen: Wir sind aufgerufen, an Jesus zu glauben.

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