Werktagsgottesdienst vom 16.03.2017 Stefan Beyer – Johannes 6:16-34 – Die Antwort auf unsere Suche

Das Video zur Predigt erscheint auf dem Youtube-Kanal der Evangeliumsgemeinde.

Die Antwort auf unsere Suche – Johannes 6:16-34

(Jena am 16.03.2017)

  • Jesus begegnet den Menschen in ihrer Not und Hilflosigkeit.
  • Ein zentrales Bild, wie der Zustand des Menschen in der Bibel beschrieben wird, ist Finsternis.
    • 2 Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen; über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet. (Jesaja 9:2)
    • 8 Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts! (Epheser 5:8)
  • Finsternis drückt aus:
    • Verlorenheit
    • Ziellosigkeit
    • Sünde
    • Gefahr
    • Angst
  • Jesus begegnet im ersten Teil dieses Abschnitts seinen Jüngern in der Finsternis und erklärt im zweiten Teil der Volksmenge, daß er die Antwort auf ihr Suchen ist.

Das Licht in der Finsternis

16 Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jünger hinab an den See, 17 und sie stiegen in das Schiff und fuhren über den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen. 18 Und der See ging hoch, da ein starker Wind wehte. 19 Als sie nun ungefähr 25 oder 30 Stadien gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und sich dem Schiff nähern; und sie fürchteten sich. 20 Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s, fürchtet euch nicht! 21 Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen, und sogleich war das Schiff am Land, wohin sie fahren wollten.
  • Die Jünger waren im Schiff auf den Weg nach Kapernaum.
  • Ihre Situation spiegelt die Situation des Menschen ohne Christus wider:
    • Es war finster geworden und sie waren sich ihres Weges nicht sicher.
    • Der See ging hoch, da ein starker Wind wehte. Sie waren von Problemen hin und her geworfen.
    • Sie fürchteten sich vor dem, was ihnen begegnen würde.
  • Genau in diese Finsternis ist Jesus als ein Licht gekommen.
    • 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen. (Johannes 1:5)
    • 12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8:12)
  • Die Jünger fürchteten sich zunächst vor Jesus, wie auch der natürliche Mensch Angst vor Gott hat.
    • 9 Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du? 10 Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen! (1. Mose 3:9-10)
  • Das erste Wort Jesu zu seinen Jüngern war, ihnen die Angst zu nehmen.
  • Jesus macht deutlich, daß Gott so ganz anders ist, als wir ihn uns vorstellen.
    • Gottes Macht bedroht uns.
    • Aber er ist auch voller Güte und Liebe.
  • Die Sünde verzerrt das Bild von Gott und läßt uns genau an dieser Güte und Liebe zweifeln.
    • Deshalb rennen wir weg von Gott.
    • Und wir machen uns eigene Götter, weil wir denken, daß sie besser sind als der wahre Gott.
  • Die Sünde führt uns in Finsternis, aber Jesus schenkt uns durch sein Wort Licht auf den wahren Charakter Gottes.
  • Die höchste Offenbarung des Charakters Gottes finden wir am Kreuz.
    • Gott haßt die Sünde – ja, wir haben Grund, Angst vor ihm zu haben.
    • Aber Gott bezahlt selbst die Strafe für die Sünde – er ist soviel gütiger und liebender, als wir es uns erträumen.

Die Antwort auf unsere Suche

22 Am folgenden Tag, als die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, gesehen hatte, daß kein anderes Schiff dort war, als nur das eine, in welches seine Jünger gestiegen waren, und daß Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen war, sondern daß seine Jünger allein abgefahren waren, 23 (es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten nach der Danksagung des Herrn) 24 — da also die Volksmenge sah, daß Jesus nicht dort war, auch nicht seine Jünger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. 27 Wirkt nicht [für] die Speise, die vergänglich ist, sondern [für] die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, bestätigt! 28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn für ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsere Väter haben das Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen«. 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. 33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!
  • Das Volk sucht Jesus und ist damit ein Bild für unsere Suche nach Gott.
    • Wir wissen eigentlich, daß wir Gott brauchen.
  • In gewisser Hinsicht suchen wir alle nach Gott, laufen aber zur gleichen Zeit aus Angst vor ihm weg.
    • Daraus entstehen die Ersatzgötter, mit denen die Welt erfüllt ist.
  • Jesus weigert sich dagegen, daß das Volk auch ihn zu einem Ersatzgott macht, indem sie in ihm nicht den wirklichen Gott sucht, sondern nur das, was auch ein falscher Gott gegeben könnte.
  • Er ermutigt sie, ihre Suche von irdischen Dinge auf das ewige Leben zu richten.
    • Irdische Dinge werden nie den tiefsten Hunger unserer Seele erfüllen.
  • Unsere Seele ist größer, als daß sie durch irgendetwas Geschaffenes erfüllt werden könnte: Sie hat einen Hunger nach Ewigkeit.
  • Jesus ermutigt das Volk, diese ewige Speise bei ihm zu suchen, weil
    • Er sie ihnen geben wird.
    • Er vom Vater bestätigt wurde.
  • Das Volk denkt, daß es in der Beziehung zu Gott und für den Erhalt dieser Speise primär darum geht, irgendwelche Werke zu tun.
    • Das können religiöse Rituale sein.
    • Das können Werke der Nächstenliebe sein.
    • Das können besondere Werke der Buße und Hingabe sein.
  • Aber Jesus sagt, daß das das Werk ist, was von Gott kommt und zu Gott führt, daß man an Jesus glaubt.
    • Glauben ist ein Empfangen von allem, was Gott uns in Jesus schenken will.
  • Das Volk bittet nochmal um ein irdisches Zeichen von Jesus und gibt damit zu erkennen, daß sie noch nicht verstanden haben, daß er nicht ihren irdischen Hunger füllen will, sondern ihren geistlichen und ewigen.
  • Jesus erinnert sie an die gütige Versorgung des Vaters im Alten Testament.
    • Dieser gütige Vater hat nun auch die Antwort auf ihr tiefstes Bedürfnis gesandt: seinen Sohn, der geistliches Leben gibt.
  • Nebenbemerkung: In Vers 33 wird deutlich, daß bei Johannes das Wort “Welt” mitunter nur die Erwählten meint, denn Jesus gibt nur den Erwählten geistliches Leben.

Anwendung

  • Laß dich von Jesus an die Güte des himmlischen Vaters erinnern.
  • Finde in Jesus die Antwort auf deine Suche.
    • Er ist das Licht, das deine Finsternis erleuchtet.
    • Er ist die Speise, die deinen tiefsten Hunger stillt.

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