Werktagsgottesdienst vom 02.03.2017 Stefan Beyer – Johannes 6,1-15 – Jesus stellt uns auf die Probe

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Das Video zur Predigt erscheint auf dem Youtube-Kanal der Evangeliumsgemeinde.

Johannes 6:1-15 – Jesus stellt uns auf die Probe

  • Die Wunder, die Jesus vollbrachte waren zum einen ein Zeichen für seine Liebe und Treue.
    • Jesus ist nicht wie die falschen Götter, die mehr nehmen als sie geben.
      • 3 Denn von Ewigkeit her hat man nie gehört, nie vernommen, hat kein Auge es gesehen, daß außer dir ein Gott tätig war für die, welche auf ihn harren. (Jesaja 64:3)
  • Aber, die Wunder (bzw. Zeichen) waren immer auch ein Hinweis auf die tiefere Herrlichkeit von Jesus.
    • Jesus wollte nicht, daß die Menschen ihn nur deshalb anbeten, weil er sie versorgt, sondern weil sie seine tiefere Herrlichkeit erkannt haben und ihn von Herzen anbeten.
  • Jesus stellt den Glauben seiner Jünger immer wieder auf die Probe.
    • Werden sie ihm wirklich vertrauen, daß er sie in seiner Liebe und Treue versorgt?
    • Beten sie ihn wirklich um seiner selbst willen an oder nur deswegen, weil er ihr Leben verändert?
Die Probe der Jünger
1 Danach fuhr Jesus über den See von Galiläa bei Tiberias. 2 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3 Jesus aber ging auf den Berg und saß dort mit seinen Jüngern beisammen. 4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. 5 Da nun Jesus die Augen erhob und sah, daß eine große Volksmenge zu ihm kam, sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können? 6 (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wußte wohl, was er tun wollte.) 7 Philippus antwortete ihm: Für 200 Denare Brot reicht nicht aus für sie, daß jeder von ihnen auch nur ein wenig bekommt! 8 Da sprach einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm: 9 Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele? 10 Jesus aber sprach: Laßt die Leute sich setzen! Es war nämlich viel Gras an dem Ort. Da setzten sich die Männer; es waren etwa 5 000. 11 Und Jesus nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, soviel sie wollten. 12 Und als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt!
  • Die Volksmenge folgt Jesus primär nach, weil sie seine Zeichen sahen, aber nicht weil sie seine tiefere Herrlichkeit sahen.
  • Es näherte sich das Passahfest, bei dem die Juden immer wieder Gottes Versorgung und Rettung gedachten.
    • Jesus war das Lamm Gottes, auf den das Passahfest hindeutete.
  • Jesus erhebt die Augen und sieht die große Volksmenge.
    • Dieses sehen ist mehr als nur wahrnehmen, sondern es drückt Erbarmen aus.
      • 14 Als nun Jesus ausstieg, sah er eine große Menge; und er erbarmte sich über sie und heilte ihre Kranken. (Matthäus 14:14)
  • Danach stellt er Philippus und die Jünger auf die Probe (peirazo).
    • Er wollte wissen, ob sie seiner Liebe und Macht schon so sehr vertrauten, daß sie ihm die Versorgung der Volksmenge zutrauten.
      • Das taten sie nicht.
  • Nun versorgt Jesus dennoch die Volksmenge mit Brot und beweist damit seinen Jüngern einmal mehr, daß er
    • mächtig ist
      • 23 Wir verkündigen Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit; 24 denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, verkündigen wir Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (1. Korinther 1:23-24)
    • liebend und fürsorglich ist
      • 35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts! (Lukas 22:35)
Die tiefere Herrlichkeit Jesu
13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übriggeblieben waren, welche gegessen hatten.
  • Bei diesem Wunder ging es Jesus auch darum, daß die Menschen seine tiefere Herrlichkeit erkennen.
  • Das Wunder ist eine direkt Anspielung daran, wie Gott sein Volk in der Wüste mit Manna versorgt hatte.
    • 1 Und sie brachen auf von Elim, und die ganze Gemeinde der Kinder Israels kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tag des zweiten Monats, nachdem sie aus dem Land Ägypten gezogen waren. 2 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israels murrte gegen Mose und gegen Aaron in der Wüste. 3 Und die Kinder Israels sprachen zu ihnen: Wären wir doch durch die Hand des HERRN im Land Ägypten gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und Brot in Fülle zu essen hatten! Denn ihr habt uns in diese Wüste hinausgeführt, um diese ganze Gemeinde verhungern zu lassen! 4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und täglich sammeln, was es braucht, damit ich es prüfe, ob es in meinem Gesetz wandeln wird oder nicht. 5 Am sechsten Tag aber werden sie zubereiten, was sie eingebracht haben, und es wird das Doppelte von dem sein, was sie täglich sammeln. 6 Da sprachen Mose und Aaron zu allen Kindern Israels: Am Abend sollt ihr erkennen, daß es der HERR war, der euch aus dem Land Ägypten geführt hat, 7 und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, denn er hat euer Murren gegen den HERRN gehört. Denn was sind wir, daß ihr gegen uns murrt? 8 Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot in Fülle; denn er, der HERR, hat euer Murren gehört, womit ihr gegen ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren richtet sich nicht gegen uns, sondern gegen den HERRN! 9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israels: Kommt herzu vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehört! 10 Und es geschah, als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels redete, da wandten sie sich zur Wüste; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erschien in der Wolke. 11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 12 Ich habe das Murren der Kinder Israels gehört. Sage ihnen: Zur Abendzeit sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesättigt werden; und ihr sollt erkennen, daß ich der HERR, euer Gott bin! 13 Und es geschah, als es Abend war, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her. 14 Und als der Tau aufgestiegen war, siehe, da lag etwas in der Wüste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde. 15 Und als es die Kinder Israels sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das? denn sie wußten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der HERR zur Speise gegeben hat! (2. Mose 16:1-15)
  • Aus diesem Wunder sollten die Menschen erkennen, daß Christus der allmächtige Gott ist, der sein Volk versorgt.
  • Außerdem wurde im Alten Testament das Kommen des Messias als großes Festmahl angekündigt.
    • 6 Und der HERR der Heerscharen wird auf diesem Berg allen Völkern ein Mahl von fetten Speisen bereiten, ein Mahl von alten Weinen, von fetten, markigen Speisen, von alten, geläuterten Weinen. 7 Und er wird auf diesem Berg die Schleierhülle wegnehmen, die alle Völker verhüllt, und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind. 8 Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Und GOTT, der Herr, wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht und die Schmach seines Volkes hinwegnehmen von der ganzen Erde. Ja, der HERR hat es gesprochen. 9 Und an jenem Tag wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den wir gehofft haben, daß er uns rette; das ist der HERR, auf den wir hofften; nun laßt uns frohlocken und fröhlich sein in seiner Rettung! (Jesaja 25:6-9)
  • Die Menschen sollten erkennen, daß Jesus der Messias ist, der die reichen Gaben Gottes und seine Rettung bringt.
  • Aber die Rettung, die Jesus bringt und die reichen Gaben sind keine irdischen Gaben, wie Reichtum oder Heilung oder Befreiung von den Römern, sondern eine Rettung von der Sünde.
  • Die tiefere Herrlichkeit Jesu ist, daß er gekommen ist, um uns vor dem Zorn Gottes zu retten und ewiges Leben zu schenken.
  • Dieses ewige Leben ist eine tiefe Gemeinschaft mit Gott dem Vater und seinem Sohn gegründet auf die Rettungstat Jesu.
    • 3 Das ist aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll. (Johannes 17:3-4)
  • Im Laufe des sechsten Kapitels wird Jesus deutlich machen, daß eigentlich er selbst es ist, worauf das Manna hindeutete: er ist der, der den Hunger unserer Herzen stillt.
Die falsche Reaktion der Menge
14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll! 15 Da nun Jesus erkannte, daß sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum König zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein.
  • Auf der einen Seite erkannten die Leute, daß Jesus ein Prophet ist und die Erfüllung der alttestamentlichen Verheißungen.
    • 18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du [Mose] es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen; der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. (5. Mose 18:18)
  • Aber sie hatte nur ihre äußerlichen Bedürfnisse vor Augen.
    • Sie wollten Jesus zum König machen, damit er sie von der Herrschaft der Römer befreit.
    • Sie wollten Jesus zum König machen, damit er sie allezeit auf so übernatürliche Weise versorgt.
  • Jesus ist aber nicht gekommen, um unsere äußeren Bedürfnisse zu stillen, auch wenn sie ihm nicht egal sind.
  • Stattdessen ist er gekommen, um unsere tiefsten Bedürfnisse zu stillen (die wir mitunter gar nicht als Bedürfnis erkennen):
    • Er trägt die Strafe für unsere Sünden am Kreuz und hat an unserer Stelle Gott verherrlicht, so daß wir gerettet werden können und ewiges Leben bekommen.
    • Er füllt die tiefe Sehnsucht unseres Herzens.
Anwendung
  • Wir können uns ganz auf Jesu Liebe und Versorgung verlassen.
  • Er wird unseren Glauben immer wieder auf die Probe stellen:
    • Vertrauen wir ihm wirklich, daß er mächtig und für uns sorgt?
    • Warum beten wir ihn an: wegen seiner Gaben oder um seiner selbst willen (aufgrund seiner Herrlichkeit)?

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