Predigt vom 12.03.2017 Thomas Koch – 1. Korinther 3,1-8 – Fleischliche Christen

Audio-Download(mp3)

Fleischliche Christen – 1.Korinther 3:1-8 – Thomas Koch, 10.03.2017

(Jena am 12.03.2017)

Die Neugeburt des Nachfolgers

1 Und ich, meine Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu geistlichen, sondern als zu fleischlichen [Menschen], als zu Unmündigen in Christus. 2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie nicht vertragen,

  • Paulus berichtet etwas ganz Normales: die Neugeburt eines Christen
    • Die lieben Brüder brauchten die Milch, da sie noch Babys waren
    • Er spricht sie als Brüder … in Christus an
  • Wenn ein Mensch Christ wird, geschieht eine Neugeburt
    • Es entsteht ein Babychrist
    • Jesus sagt: „…Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ (Joh 3,3)
    • Wie geht das vor sich?
      • Wir erkennen wer Gott ist!
      • Wir realisieren unsere Verlorenheit in Schuld und Sünde!
      • Wir „schmecken“ die Freundlichkeit Gottes:
      • Wir bekennen unsere Schuld und hängen uns an Christus:
    • Ein Baby muss wachsen:
      • Petrus 2:1-3 1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle Verleumdungen, 2 und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst, 3 wenn ihr wirklich geschmeckt habt, daß der Herr freundlich ist.

Das Fleisch – Beständiger Kampf gegen die alte Natur

ja ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen, 3 denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? 4 Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus! der andere aber: Ich zu Apollos! — seid ihr da nicht fleischlich?

  • Fleischlichkeit
  • Es geht um den innergemeindlichen Zustand (nicht verschiedene Gemeinden mit vielleicht unterschiedlichen Traditionen etc.)
  • Ein Christ ist zwar der Sünde gestorben, aber die Sünde ist noch in uns
    • Jesus ist der amtierende König:

 

  • Die Rebellen zeigen sich in Eifersucht, Streit und Zwietracht (Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid, Verleumdungen)
    -> Zweifel über Gott und sein Wort, Gebetsleben schwindet, es wird Beziehung zur Gemeinde gestört, es entsteht guter Boden für schlechte Lehre (Irrlehre)
  • Paulus kennt den inneren Kampf sehr gut:
    Römer 7:15.19.22-23
    15 Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, was ich will, sondern was ich hasse, das übe ich aus. … 19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich. … 22 Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen; 23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
  • Fleischlichkeit ist ein Entscheidung die getroffen wird:
    • John MACArthur: Ein Christ ist nicht fleischlich aufgrund seines Wesens, sondern aufgrund seines Verhaltens.

 

  • Verdauungsprobleme:
    • Babys müssen langsam an feste Speise herangeführt werden
    • Kraftvolles Essen und Guter körperlicher Ausgleich:
      Jak 1:21-22 21 Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten! 22 Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.

Wachstum: Erforschen der Herrlichkeit Gottes

5 Wer ist denn Paulus, und wer Apollos? Was sind sie anderes als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat? 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben. 7 So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. 8 Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen entsprechend seiner eigenen Arbeit.

  • Paulus lenkt den Blick von sich weg (Egozentrisch vs. Theozentrisch)
  • Die Argumente interessieren nicht und es wird auch keine „Klärung“ vorgeschlagen
  • Einheit: Der pflanzt und der begießt sind eins: Paulus und Apollos sind sich einig
  • Anbetung: Auf ihn schauen bringt den Sieg:
    • Mit unseren Blick auf Jesus haben wir eine größere Hoffnung, da der Kampf bereits gewonnen ist
  • Auf ihn schauen macht Appetit nach fester Speise
  • Der Lohn erfolgt entsprechend seiner Arbeit, (Treue, nicht der Erfolg)
  • Die Gemeinde gehört Gott und in ihm hat die Gemeinde alles:
    • Kor 3,22 Darum rühme sich niemand eines Menschen; denn alles ist euer: 22 Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei gegenwärtiges oder Zukünftiges, alles ist euer, 23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

 

Anwendung

  • Bitte mache einen geistlichen Check-Up: Wie schätzt du derzeit Deinen Appetit nach fester Nahrung ein?
  • Bitte denke jetzt an eine Person in deiner Gemeinde mit der du Meinungsverschiedenheiten hattest oder hast. Jesus hat euch zusammen berufen, erlöst und in seinen Dienst gestellt. Bitte bete für Dich und diese Person, dass ihr gemeinsam Gottes Herrlichkeit feiert und ihn anbetet!

 

Quellen:

  1. Die Bibel – Schlachter 2000 Übersetzung
  2. Referenzen von Scofield Bibel (Revidierte Elberfelder Übersetzung)
  3. Kommentar John MacArthur 1. Korinther (CLV, 2006 ISBN-10: 3-89397-680-9) Originaltitel: The MacArthur New Testament Commentary: 1. Corinthians
  4. Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: