Werktagsgottesdienst vom 23.02.2017 Stefan Beyer – Johannes 5,31-47 – Ein begründeter Glaube

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Johannes 5:31-47 – Ein begründeter Glaube

  • Johannes möchte in seinem Evangelium die bestmögliche Beweisführung führen für seine Behauptung, daß Jesus der Sohn Gottes und Retter der Welt ist.
  • Jesus selbst beglaubigt hier seine Ansprüche, Gottes Sohn zu sein.
  • Am Ende liegt es an uns, diese Ansprüche zu prüfen und unser Urteil zu fällen.
  • Christen glauben an Jesus Christus und seine Ansprüche nicht in erster Linie, weil er ihr Leben verändert, sondern weil sie wahr sind.
  • Wahrheit im biblischen Sinn ist Übereinstimmung mit der Wirklichkeit und damit für alles und jeden gültig.
  • Es gibt zwei primäre Beweise für die göttliche Identität Jesu:
    • seine Werke
    • die Heilige Schrift
  • Es gibt ein großes Hindernis, zur Erkenntnis der Wahrheit über Jesus zu kommen: Ehre bei den Menschen und nicht Ehre bei Gott zu suchen.
Jesu Werke beglaubigen seine Ansprüche
31 Wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis nicht glaubwürdig. 32 Ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt; und ich weiß, daß das Zeugnis glaubwürdig ist, das er von mir bezeugt. 33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. 34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet. 35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen. 36 Ich aber habe ein Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gab, daß ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, daß der Vater mich gesandt hat.
  • Jesus beglaubigt sich nicht selbst, wie so viele andere Gründer von Religionen.
    • Sondern Jesus wird extern von jemand anderem beglaubigt.
  • Zunächst waren die Propheten, allen voran Johannes der Täufer, Zeugen für Jesus Christus.
    • Sie haben ihn vorausgesagt und auf ihn hingewiesen.
  • Aber noch viel mehr bezeugen die Werke, die Gott Jesus gegeben hat, daß er von Gott gesandt wurde.
    • Wunder dienen in der Bibel immer primär der Beglaubigung eines Botschafters Gottes.
  • Jesus vollbrachte Taten, die kein Mensch sonst vollbrachte, und damit wird seine Identität als Gesandter Gottes beglaubigt und dadurch auch alles, was er sagte.
    • Jesus wird durch seine Wunder als wahrer Prophet Gottes authentifiziert und damit auch seine Botschaft.
    • Teil seiner Botschaft ist, daß er der Sohn Gottes und der Retter der Welt ist.
  • Johannes hat 7 dieser Wunder (Zeichen) bewußt in sein Evangelium aufgenommen, um die Leser zum Glauben an Jesus zu führen.
    • 30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. (Johannes 20:30-31)
Die Heilige Schrift beglaubigt Jesu Ansprüche
37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals gehört noch seine Gestalt gesehen; 38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. 39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.
  • Gott der Vater gibt noch auf eine zweite Weise Zeugnis von Jesus.
    • Er spricht zu uns durch die Heilige Schrift.
  • Das Wort Gottes in die Bibel gibt durchweg Zeugnis von Jesus.
    • Durch direkte Prophezeiungen.
      • 3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht. 4 Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. 5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. (Jesaja 53:3-5)
    • Durch typologische Vorbilder.
      • 12 Denn ich will in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten schlagen, vom Menschen bis zum Vieh, und ich will an allen Göttern der Ägypter ein Strafgericht vollziehen, ich, der HERR. 13 Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich verschonend an euch vorübergehen; und es wird euch keine Plage zu eurem Verderben treffen, wenn ich das Land Ägypten schlagen werde. 14 Und dieser Tag soll euch zum Gedenken sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest des HERRN bei euren künftigen Geschlechtern; als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern. (2. Mose 12:12-14)
  • Die Bibel ist ausreichend als Zeugnis für Jesus.
    • 30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun! 31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so würden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer aus den Toten auferstände! (Lukas 16:30-31)
  • Gott vollbringt die Neugeburt eines Menschen durch sein Wort.
    • 18 Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. (Jakobus 1:18)
Menschengefallen hindert daran, die Wahrheit über Jesus zu erkennen
40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen, 42 aber bei euch habe ich erkannt, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? 45 Denkt nicht, daß ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Mose glauben würdet, so würdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
  • Was die Pharisäer daran hinderte, die Wahrheit über Jesus zu erfahren, war ihre Herzenshaltung.
    • Obwohl sie Gott äußerlich dienten, hatten sie keine Herzensliebe zu ihm.
      • Sie suchten nicht das, was Gott wirklich gefällt, sondern ihren eigenen Nutzen.
    • Sie hatten eine Theologie der Herrlichkeit, die menschliches Vermögen und Ansehen betonte.
      • Jesus kam in Schwäche und verwies immer auf den Vater.
    • Ihnen war die Ehre und Meinung anderer wichtiger als die Ehre und Meinung Gottes.
  • Jesus macht den Pharisäern gegenüber nochmal die Klarheit der Schrift deutlich.
    • Sie hatten alle Hinweise, die sie brauchten, um die Wahrheit über Jesus zu erkennen.
Anwendung
  • Was hindert dich daran, eine klare Entscheidung für Jesus Christus zu treffen?
  • Öffne dein Herz bedingungslos für den wahren Gott.
    • 12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; 13 ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet; 14 und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR. (Jeremia 29:12-14)
  • Vergewissere dich auch als Christ immer wieder davon, daß die Ansprüche Jesu Christi wirklich wahr sind und rechne mit ihm.
    • Wenn er der ist, der er vorgab zu sein, dann kann er auch tun, was er vorgab zu tun.

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