Werktagsgottesdienst vom 16.02.2017 Stefan Beyer – Johannes 5,16-30 – Vater und Sohn

Audio-Download(mp3)

Johannes 5:16-30 – Vater und Sohn

  • Johannes 5 ist neben Johannes 17 eines der intimsten Stellen über das innere Leben der Dreieinigkeit.
  • Warum ist es wichtig, mehr über das Zusammenspiel von Vater und Sohn in der Dreieinigkeit zu verstehen?
    • Wir begreifen dadurch die unermeßliche Autorität, ja Gottgleichheit, Jesu.
    • Wir verstehen dadurch die Liebe Gottes besser und können sie wirklich annehmen.
  • Gott übt seit aller Ewigkeit her Liebe innerhalb der Dreieinigkeit und öffnet nun diesen Kreis für uns.
  • Diese Stelle ist wichtig, wenn man das Christentum Menschen aus anderen Religionen erklärt, weil so deutlich wird
    • Was das besondere am christlichen Gott ist: 3 Personen, die doch vollkommen eins sind.
      • Vielfalt und Einheit
      • Beziehung und Gemeinschaft
      • ewige Freude
    • Was das besondere an Jesus ist: er ist weit mehr als ein Prophet.
    • Was die besondere Dringlichkeit des Christentums ist: alle Menschen werden gerichtet.
Der Vater und der Sohn wirken zusammen
16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte. 17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. 18 Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte. 19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch größere Werke zeigen als diese, so daß ihr euch verwundern werdet.
  • Jesus verteidigt sein Handeln am Sabbat mit seiner besonderen Autorität.
    • Er ist Gott und kann sein Gesetz übertreten.
  • Das ist im übrigen ein Zeichen, daß der Sabbat nicht zum eigentlichen Moralgesetz des Alten Testaments gehört.
    • Denn das Moralgesetz entspringt Gottes eigenem Charakter und er selbst kann es nicht übertreten (z.b. er kann nicht lügen).
    • Der Sabbat war ein Zeichen dafür, daß nicht unsere Werke uns erlösen, sondern Gott selbst.
      • Dieses Zeichen wurde erfüllt, als der Erlöser selbst auf die Erde kam.
  • Jesus macht sich Gott gleich, in dem er sein Wirken der allmächtigen Vorsehung Gottes gleichsetzt.
    • Gott, der Vater, lenkt alle Dinge, aber auf gleiche Weise auch der Sohn.
    • Wir glauben an einen Gott, der aktiv ist und alle Dinge trägt und lenkt.
      • 10 Ich verkündige von Anfang an das Ende, und von der Vorzeit her, was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschluß soll zustandekommen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen. (Jesaja 46:10)
      • 3 Dieser [Jesus] ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft. (Hebräer 1:3)
  • Jesus nannte Gott seinen Vater und die Juden faßten das als Anspruch auf, Gott gleich zu sein.
    • Auch wenn die Juden im Alten Testament wie auch die Christen im Neuen Testament in gewisser Hinsicht Söhne Gottes sind, beansprucht Jesus es hier doch auf eine besondere Weise.
  • Danach spricht Jesus von der erstaunlichen Eintracht zwischen Vater und Sohn.
    • Die beiden Personen der Gottheit wirken vollkommen zusammen.
  • Der Vater ist der Ausgang von allem Handeln der Gottheit.
  • Der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm seine Pläne.
  • Vater und Sohn führen diese Pläne gemeinsam aus.
  • Unsere Erlösung entspringt dem Plan einer ewigen Liebesbeziehung zwischen Vater und Sohn.
Der Vater hat den Sohn zum Richter eingesetzt
21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben. 26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. 28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, 29 und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich höre, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.
  • Obwohl Vater und Sohn eins sind, gibt es doch unterschiedliche Rollen und Aufgaben in der Dreieinigkeit.
  • Der Vater hat den Sohn zum Richter über die Toten eingesetzt.
  • Das Ziel war, daß die Menschen den Sohn auf gleiche Weise ehren, wie sie den Vater ehren.
    • Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht.
  • Der Sohn macht Tote lebendig.
    • Zum einen in einer geistlichen Auferstehung, die zum Glauben befähigt.
    • Zum anderen in der körperlichen Auferstehung am Ende der Tage.
  • Ich denke, daß Jesus hier von dieser zweifachen Auferstehung spricht.
    • Er schenkt geistliches Leben den Totengebeinen.
      • 1 Die Hand des HERRN kam über mich, und der HERR führte mich im Geist hinaus und ließ mich nieder mitten auf der Ebene, und diese war voller Totengebeine. 2 Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Ebene; und siehe, sie waren sehr dürr. 3 Da sprach er zu mir: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Ich antwortete: O Herr, HERR, du weißt es! 4 Da sprach er zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hört das Wort des HERRN! 5 So spricht GOTT, der Herr, zu diesen Gebeinen: Seht, ich will Odem in euch kommen lassen, daß ihr lebendig werdet! 6 Ich will euch Sehnen geben und Fleisch über euch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und Odem in euch geben, daß ihr lebendig werdet; und ihr werdet erkennen, daß ich der HERR bin! 7 Da weissagte ich, wie mir befohlen war, und als ich weissagte, entstand ein Geräusch, und siehe, eine Erschütterung, und die Gebeine rückten zusammen, ein Knochen zum anderen. 8 Und ich schaute, und siehe, sie bekamen Sehnen, und es wuchs Fleisch an ihnen; und es zog sich Haut darüber; aber es war noch kein Odem in ihnen. 9 Da sprach er zu mir: Richte eine Weissagung an den Odem; weissage, Menschensohn, und sprich zum Odem: So spricht GOTT, der Herr: Odem, komme von den vier Windrichtungen und hauche diese Getöteten an, daß sie lebendig werden! (Hesekiel 37:1-9)
    • Er wird die Menschen auferwecken am Ende der Tage.
  • Die Stunde seines Wirkens ist schon da, aber in gewisser Hinsicht kommt die Stunde noch (wenn er die Toten auferweckt).
  • Der Grund für diese Macht ist, daß Gott das Leben in sich selbst hat (Aseität).
  • Genauso hat auch der Sohn das Leben in sich selbst und ist damit vollkommen Gott.
  • Gott gab dem Sohn Vollmacht, Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist.
    • Der Titel “Sohn des Menschen” ist kein Zeichen für Jesu Menschlichkeit, sondern für seine besondere Autorität und Rolle in Gottes Plan.
      • 13 Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen; und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. 14 Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrundegehen. (Daniel 7:13-14)
  • Die Auferstehung wird für alle Menschen ewige Konsequenzen haben (Leben oder Gericht).
  • Was bestimmt, zu welcher Auferstehung man kommt?
    • Gutes tun bzw. Böses tun
  • Was ist das Gute, das man tun muß, um zur Auferstehung des Lebens zu gelangen?
    • Das Wort von Jesus hören und Gott darin glauben.
  • Das Gericht Jesu wird gerecht sein, denn er wird nicht seinen eigenen Willen durchsetzen wollen, sondern Gott in allem zu verherrlichen und zu gehorchen trachten.
    • Es wird im Gericht keine Barmherzigkeit mehr geben, denn nicht das Wohl des Menschen liegt Jesus primär vor Augen, sondern der Wille und die Ehre Gottes.
  • Wir sind jetzt eingeladen, Gottes Heilsangebot in Christus anzunehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: