Werktagsgottesdienst vom 02.02.2017: Stefan Beyer – Johannes 4:43-54 – Oberflächlicher und echter Glaube

  • Was sind die Zeichen Jesu im Johannesevangelium?
    • Beweise seiner übernatürlichen Macht und Autorität.
      • 11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn. (Johannes 2:11)
  • Was war der Sinn der Zeichen oder, warum hat Jesus Wunder gewirkt?
    • Sie bestätigen ihn als Gesandten Gottes und letztlich als Sohn Gottes.
      • 2 Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, daß du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, daß Gott mit ihm ist. (Johannes 3:2)
  • Wie wurden die Zeichen im Johannesevangelium falsch verstanden?
    • Indem die Menschen nur eine äußere Begeisterung für Jesus als Wundertäter hatten, aber kein inneres Herzensvertrauen und Anbetung für seine Majestät und Herrlichkeit.
Bloße Begeisterung
43 Nach den zwei Tagen aber zog er fort und ging nach Galiläa. 44 Jesus selbst bezeugte zwar, daß ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird. 45 Als er aber nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er während des Festes in Jerusalem getan hatte; denn auch sie waren zu dem Fest gekommen.
  • Jesus selbst bezeugt, daß er in seinem Vaterland Galiläa nicht geachtet wird.
  • Aber dennoch nehmen ihn die Galiläer freudig auf, weil sie seine Wunder beim Passahfest in Jerusalem gesehen haben.
    • 23 Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. (Johannes 2:23)
  • Aber: Bloße Begeisterung ist noch kein wahrer Glaube.
Oberflächlicher Glaube
46 Jesus kam nun wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und da gab es einen königlichen Beamten, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. 47 Als dieser hörte, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm und bat ihn, er möchte herabkommen und seinen Sohn gesund machen; denn er lag im Sterben. 48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht! 49 Der königliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! 50 Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin. 51 Als er aber noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten ihm und sprachen: Dein Sohn lebt!
  • Jesus hatte in Kana schon ein Wunder vollbracht, das heißt die Leute wußten von seiner außergewöhnlichen Macht.
  • Der königliche Beamte bat Jesus, seinen Sohn gesund zu machen, wurde aber von Jesus scharf zurechtgewiesen. Warum?
    • Der Mann glaubte auf eine gewisse Weise an Jesus, denn er traute ihm zu, helfen zu können.
    • Aber auf der anderen Seite hatte er noch keinen echten Glauben, denn Jesus sagte ihm, daß er ohne weitere Zeichen und Wunder nicht glauben würde.
  • Was ist oberflächlicher Glaube?
    • Eine Glaube, der Jesus zutraut, in irgendeinem Bereich des Lebens helfen zu können.
  • Was ist ein echter Glaube?
    • Zu erkennen, daß Jesus Gott ist und ihm umfassend für Leben und Erlösung zu vertrauen.
  • Der königliche Beamte drängt Jesus und dieser geht auf sein Gesuch ein.
    • Er glaubte der Zusage Jesu und erlebte sein wunderhaftes Eingreifen.
  • Aber er hat zu diesem Zeitpunkt immernoch nur oberflächlichen Glauben, weil er
    • Jesus nur für einen Teilbereich glaubte, die Heilung seines Sohnes, und nicht umfassend für die Erlösung.
    • Weil er Jesus nur als Helfer wollte, nicht aber als König, Gott und Schatz seines Lebens.
Echter Glaube
52 Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber. 53 Da erkannte der Vater, daß es eben in der Stunde geschehen war, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt! Und er glaubte samt seinem ganzen Haus. 54 Dies ist das zweite Zeichen, das Jesus wiederum tat, als er aus Judäa nach Galiläa kam.
  • Nachdem sich der königliche Beamte nach der genauen Stunde der Heilung erkundigt hat, erfährt er, daß es genau die Stunde war, in der Jesus zu ihm gesprochen hatte.
    • Es war also kein Zufall oder keine selbständige Heilung gewesen, sondern ein Wunder Gottes durch Jesus.
  • Nun wird wiederum gesagt, daß er an Jesus glaubte.
    • Es ist dieser Glaube nun eine zweite Stufe bzw. der eigentliche, rettende Glaube.
  • Was zeichnet diesen Glauben aus?
    • Er hat nun durch die Bestätigung des Wunders die wahre, göttliche Majestät von Jesus erkannt und glaubte an ihn als Sohn Gottes, Herrscher über Leben und Tod.
      • 15 Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! (Matthäus 16:15-16)
    • Er erkannte die Herrlichkeit von Jesus, d.h. seine göttliche Majestät, Schönheit und Kraft.
    • Dieser Glaube war keine bloße Begeisterung oder ein oberflächlicher Glaube, sondern eine tiefe Hinwendung des Herzens zu Jesus.
  • Sein ganzes Haus folgte ihm in seinem Glauben, was ein Licht auf die Apostelgeschichte wirft, wo ganze Häuser getauft werden.
    • Ein Haus besteht aus allen Menschen, die selber Jesus erkennen und glauben können.
    • Dazu zählen nicht die Kleinkinder.
Anwendung
  • Auf welcher Stufe des Glaubens an Jesus stehst du?
    • bloße Begeisterung
    • oberflächlicher Glaube
    • echter Glaube
  • Um das herauszufinden, hilft vielleicht folgende Frage: Über wieviel Prozent meines Lebens darf Jesus der Herr sein?

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