Predigt vom 01.01.2017: Stefan Beyer – Galater 2,1-10 – Die Gemeinschaft des Evangeliums

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Galater 2:1-10 – Die Gemeinschaft des Evangeliums

  • Das Evangelium war die Grundlage und der Kern von allem, was die Apostel dachten und taten.
    • Das Evangelium ist der Kern der christlichen Botschaft.
  • Was ist das Evangelium?
    • Gott ist heilig und er hat die Menschen geschaffen, um ihn zu ehren.
    • Die Menschen haben sich von ihm losgesagt und weigerten sich, ihn zu ehren.
    • Gott hat seinen Sohn Jesus Christus gesandt, der stellvertretend Gott geehrt und die Strafe für die Sünde der Menschen getragen hat.
    • Jeder Mensch ist jetzt eingeladen, diesen Jesus zu seinem Retter und Herrn zu machen, indem er ihn im Glauben aufnimmt und zu seinem ein und alles macht.
1 Darauf, nach 14 Jahren, zog ich wieder hinauf nach Jerusalem mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2 Ich zog aber aufgrund einer Offenbarung hinauf und legte ihnen, insbesondere den Angesehenen, das Evangelium vor, das ich unter den Heiden verkündige, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre.
  • Paulus hatte dieses Evangelium, daß wir nicht durch unsere eigenen religiösen Werke, sondern allein durch Jesus Christus vor Gott gerechtfertigt sind, durch eine eine persönliche Offenbarung erfahren.
    • Gerechtfertigt vor Gott heißt, in einer guten Beziehung zu Gott stehend.
  • Dieses Evangelium von solus Christus (durch Christus allein) stand von Anfang an unter Angriff.
  • Paulus ging nicht nach Jerusalem, weil er Angst hatte, daß er ein falsches Evangelium predigte, sondern weil er Angst hatte, daß in Jerusalem der Druck der Irrlehrer so groß wurde, daß selbst die Apostel in Gefahr standen, etwas zum Evangelium hinzuzufügen.
3 Aber nicht einmal mein Begleiter Titus, obwohl er ein Grieche ist, wurde gezwungen, sich beschneiden zu lassen.
  • Dieser Vers ist einer der erstaunlichsten Verse des Neuen Testaments, weil er ausdrückt, daß den Aposteln in Jerusalem klar war, daß Jesus allein ausreicht, um vor Gott angesehen und rein zu sein.
    • Die äußerlichen jüdischen Gesetze waren nur ein Schatten, der in Christus erfüllt wurde.
  • Die Apostel erkannten, daß Jesus allein vor dem Zorn Gottes rettet und in eine heile Beziehung zu Gott versetzt (rechtfertigt).
4 Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich hereingedrängt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen könnten — 5 denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, daß wir uns ihnen unterworfen hätten, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe.
  • Wieder verweist Paulus darauf, daß das Evangelium angefochten war, und zwar nicht von außerhalb der christlichen Gemeinschaft, sondern von innerhalb.
    • Falsche Brüder wollten die Christen dazu verleiten, vom einfachen Evangelium abzukommen und Werke hinzuzufügen.
  • Paulus widersetzte sich diesen falschen Brüdern und kämpfte für die Wahrheit des Evangeliums.
    • Ihm ging es aber nicht abstrakt um die Erhaltung richtiger Lehre, sondern um das Glaubensleben der Galater (damit sie bei euch bestehen bliebe).
  • Paulus wußte, daß wenn man das Evangelium verliert, verliert man das ganze, was das Christentum einzigartig macht und man verliert am Ende Christus selbst.
6 Von denen aber, die etwas gelten — was sie früher waren, ist mir gleich; Gott achtet das Ansehen der Person nicht —, mir haben diese Angesehenen nichts weiter auferlegt;
  • Hier kommt Paulus nochmal auf zwei Kernaspekte des Evangeliums zu sprechen:
    • Gott achtet das Ansehen (Gesicht der Person) nicht – Gott behandelt uns nicht aufgrund unserer Schönheit, sondern aufgrund der Schönheit der Person und der Werke Jesu.
    • Sie haben Paulus nichts weiter auferlegt – Jesus allein stellt die Beziehung zu Gott wieder her und ist vollkommen ausreichend, um die Gunst und das Wohlwollen Gottes zu erlangen.
7 sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit dem Evangelium an die Unbeschnittenen betraut bin, gleichwie Petrus mit dem an die Beschneidung — 8 denn der, welcher in Petrus kräftig wirkte zum Aposteldienst unter der Beschneidung, der wirkte auch in mir kräftig für die Heiden —, 9 und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen gelten, mir und Barnabas die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der Beschneidung wirkten; 10 nur sollten wir an die Armen gedenken, und ich habe mich auch eifrig bemüht, dies zu tun.
  • Die Apostel in Jerusalem erkannten, daß Paulus von Gott mit dem Evangelium anvertraut und dazu befähigt wurde, es zu verkünden.
  • Die Apostel bildeten eine Gemeinschaft des Evangeliums (koinonia tou evangeliou).
    • Das Evangelium wurde ihnen gemeinschaftlich von Gott anvertraut.
    • Sie sollten das Evangelium bewahren (verteidigen) und verkünden.
    • Sie wurden dazu von Gott befähigt.
  • Die Sorge für die Armen bildete eine wichtige, aber untergeordnete Aufgabe, die im Rahmen ihrer Hauptaufgabe mit erfüllt werden sollte.
Anwendung
  • Dieses Evangelium gilt es immer tiefer zu verstehen.
    • Selbst Petrus und Barnabas hatten das Evangelium zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollkommen in ihrem Herzen ergriffen und wandelten noch nicht völlig nach der Wahrheit des Evangeliums (Galater 2:14).
  • Dieses Evangelium gilt es gemeinschaftlich zu bewahren und zu verkündigen.
  • Zu diesem Dienst erhalten wir die besondere Befähigung Gottes.

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