Predigt vom 4.12.2016: Stefan Beyer – Hebräer 8,1-5 – Der Kern des Hebräerbriefs

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Hebräer 8:1-5 – Der Kern des Hebräerbriefs

  • Der Schreiber des Hebräerbriefs kommt jetzt zum Kern seiner Predigt (die Hauptsache).
  • Er weiß, daß die Hebräer Ermutigung in ihrem Glauben brauchen.
    • Die Leidenschaft für Gott hatte nachgelassen.
    • Das Vertrauen auf Gott hatte nachgelassen.
    • Die neue Identität im Evangelium begann zu verblassen.
  • Der Schlüssel zu neuer Kraft im Glauben ist die Erinnerung an das Evangelium.
  • Der Kernaspekt, den der Schreiber betont, ist die Erhöhung Jesu nach seinem Sühnewerk am Kreuz.
  • Wir können Gott mit neuer Leidenschaft dienen, im Vertrauen auf ihn wachsen und unsere Identität aus dem Evangelium beziehen, wenn wir auf den erhöhten Jesus und sein Evangeliumswerk im Himmel schauen.
1 Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel,
  • Jesus vertritt uns vor Gott ähnlich wie der alttestamentliche Hohepriester.
  • Sein Werk ist abgeschlossen, was durch das Sitzen bekräftigt wird.
2 einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshütte , die der Herr errichtet hat und nicht ein Mensch.
  • Der Tempel und die Stiftshütte waren nur schwache, irdische Abbilder des himmlischen Heiligtums.
3 Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen; daher muss auch dieser etwas haben, was er darbringen kann.
  • Ein Priester bringt im Tempel Opfer.
  • Jesus wurde selbst zum Opfer und präsentiert sich und sein vollbrachtes Werk beständig in der Gegenwart Gottes.
4 Wenn er sich nämlich auf Erden befände, so wäre er nicht einmal Priester, weil hier die Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.
  • Der Tempel und seine Opfer waren noch im Gange, als der Hebräerbrief geschrieben wurde.
  • Das deutet auf ein Abfassungsdatum des Briefes und des ganzen Neuen Testaments vor dem Jahr 70 nach Christus hin, als der Tempel durch die Römer zerstört wurde.
  • Das Evangelium war zu seiner Zeit nicht politisch korrekt und wird es nie sein.
5 Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte: »Achte darauf«, heißt es nämlich, »dass du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!«
  • Gott gab Mose im Alten Testament Einsicht in das himmlische Heiligtum.
  • Die Stiftshütte und der Tempel sollten nach diesem Vorbild geschaffen werden.
  • Im Inneren der Stiftshütte gab es das Allerheiligste, in dem die Bundeslade aufbewahrt wurde.
    • Sie deutete auf den Bund Gottes mit seinem Volk hin.
    • Darin waren die Tafeln der Zehn Gebote, die an die Grundlage des Bundes erinnerten: Gehorsam gegenüber Gott.
    • Darauf war der Gnadenstuhl, der auf die Strafe für eine Übertretung des Bundes hinwies: Blutvergießen.
  • Jetzt ist Jesus im himmlischen Heiligtum.
    • Seine Nägelmale repräsentieren die Strafe, die er für unsere Übertretungen getragen hat.
    • Sein lebendiger Auferstehungsleib repräsentiert seinen perfekten Gehorsam, den er an unserer Stelle Gott geleistet hat und deshalb von den Toten auferweckt wurde.
  • Damit wird Gott immer an das vollkommene Werk Jesu für uns erinnert.
Anwendung
  • Wenn wir auf diesen erhöhten Hohepriester schauen, der jetzt beim Vater für uns eintritt, werden wir mit neuer Leidenschaft für Gott entbrennen.
  • Wir werden im Vertrauen zu Gott wachsen, wenn wir die Sicherheit der Erfüllung der Verheißungen erkennen, die Jesus durch sein Werk gewährleistet hat.
  • Wir werden nicht mehr versucht sein, unsere Identität in weltlichen Dingen zu suchen, sondern einzig und allein in unserem erhöhten Erlöser.

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