Werktagsgottesdienst vom 27.10.2016: Stefan Beyer – Johannes 1:19-28 – Ebnet den Weg des Herrn

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Werktagsgottesdienst vom 3. November 2016

Johannes 1:19-28 – Ebnet den Weg des Herrn

  • Bevor Johannes, der Schreiber des Johannesevangeliums, weiter über Jesus erzählt, fokussiert er für einen Moment auf den Dienst Johannes des Täufers.
  • Johannes der Täufer trat unmittelbar vor Jesus auf und bereitete die Juden auf sein Kommen vor.
  • Das Mittel, welches er dazu benutzte war die Bußpredigt.
    • Johannes der Täufer rief die Menschen auf, ihre tiefe Schuld vor Gott anzuerkennen und von Herzen zu Gott umzukehren.
    • Danach sollten sich die Menschen taufen lassen, um ihre Buße äußerlich zu bekräftigen.
  • Eine tiefe Herzensbuße war und ist das zentrale Mittel, um sich auf eine Begegnung mit Jesus vorzubereiten.
  • Im Johannesevangelium hat eine Begegnung mit Jesus immer eine radikale Wirkung:
    • Entweder Jesus wird entschieden abgelehnt bis hin zum Versuch, ihn umzubringen.
    • Oder er wird für seine Herrlichkeit angebetet und ihm gefolgt.
  • Die Menschen im Johannesevangelium, die neutral gegenüber Jesus sind, haben noch keine wahre Begegnung mit ihm gehabt.
    • Wer Jesus neutral gegenübersteht, kennt seine wahre Herrlichkeit und seine Ansprüche nicht.
  • In der Begegnung mit Jesus zeigt sich, wie das Herz der Menschen zu Gott steht.
    • Sie können äußerlich sehr fromm und rechtschaffen sein, aber innerlich nicht wirklich demütig vor Gott.
    • Sie können äußerlich sehr verloren sein, aber innerlich ihre Verlorenheit wirklich spüren.
19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du?
  • “Die Juden” ist im Johannesevangelium nicht ein Begriff für alle Juden, sondern für die jüdischen Führer.
  • Sie waren meistens nicht bußfertig und nicht bereit, ihre absolute Verlorenheit gegenüber Gott anzuerkennen.
  • Sie sandten Boten zu Johannes, weil dieser nicht Heiden taufte, was zur damaligen Zeit üblich war, wenn jemand sich zum Judentum bekehrte.
  • Stattdessen taufte Johannes Juden und deutete damit an, daß diese verloren waren und Gottes Gnade nötig hatten.
20 Und er bekannte es und leugnete nicht, sondern bekannte: Ich bin nicht der Christus!
  • In Johannes sehen wir die Herzenshaltung eines Menschen, der echte Buße getan hat:
    • Er weist komplett von sich weg und hin auf Christus.
    • Er erkennt seine absolute Unwürdigkeit und Abhängigkeit gegenüber Jesus.
21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sprach: Ich bin’s nicht! Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein!
  • Die Boten fragen Johannes, ob er eine Erfüllung der alttestamentlichen Verheißungen ist.
    • Sie erkannten nicht, und wollte nicht erkennen, daß die Verheißungen sich in Jesus erfüllen würden.
  • Am Ende des Alten Testaments verhieß Gott, daß er seinen Propheten Elia senden würde.
    • 23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des HERRN kommt; 24 und er wird das Herz der Väter den Kindern und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Bann schlagen muß! (Maleachi 3:23-24)
  • Gott bereitet sein Kommen immer durch Propheten vor, weil sein Eingreifen mit der Buße der Menschen zusammenhängt.
    • Dabei ist diese Buße selbst natürlich ein Geschenk seiner Gnade und ein Wirken seines Geistes.
  • Johannes leugnet hier, Elia zu sein, weil er nicht der eigentliche, reinkarnierte Elia ist, sondern im Geist des Elia gekommen ist.
22 Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben: Was sagst du über dich selbst? 23 Er sprach: Ich bin “die Stimme eines Rufenden, die ertönt in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!”, wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
  • Hier gibt Johannes, indem er aus Jesaja 40 zitiert, seine Mission wieder.
    • Er soll das Kommen des Herrn vorbereiten, indem er ihm einen Weg ebnet.
    • Der Weg, den er ebnet, ist die Buße des Volkes.
  • Eine tiefe Herzensbuße ist die zentrale Bedingung für eine Begegnung mit Jesus.
24 Die Gesandten gehörten aber zu den Pharisäern. 25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet?
  • Alles, woran die Pharisäer dachten, waren äußerliche, religiöse Formen.
  • Hier geht es ihnen um die Frage der Autorität des Johannes.
  • Anstatt sich selbst von ihm taufen zu lassen, indem sie ihre Schuld vor Gott anerkennen, verwickeln sie ihn in theologische Spitzfindigkeiten.
  • Weil sie den Willen Gottes nicht tun wollten, blieb ihnen eine Antwort auf ihre Frage versagt.
26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt; 27 dieser ist’s, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist; und ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen. 28 Dies geschah in Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.
  • In Johannes sehen wir die Herzenshaltung, die Gott sich in jedem Menschen wünscht: eine tiefe Demut und Ehrfurcht vor dem Sohn Gottes.
Anwendung
  • Um unser Herz bereit zu machen, Jesus zu begegnen, sollten wir jede Sünde, deren wir uns bewußt sind, vor Gott bringen und umkehren. Wir sollten ihn aber auch bitten, unser Herz zu durchleuchten, um uns unsere wahre Schuld zu offenbaren.
    • 7 So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; 8 naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! 9 Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit! 10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen. (Jakobus 4:7-10)
    • 23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; 24 und sieh, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf dem ewigen Weg! (Psalm 139:23-24)
    • 13 Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die verborgen sind! 14 Auch vor mutwilligen bewahre deinen Knecht, damit sie nicht über mich herrschen; dann werde ich unsträflich sein und frei bleiben von großer Übertretung! 15 Laß die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser! (Psalm 19:13-15)
  • Wenn wir anderen von Jesus erzählen, ist die Bußpredigt ein notwendiger Bestandteil der Verkündigung des Evangeliums.
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