Werktagsgottesdienst vom 27.10.2016: Stefan Beyer – Johannes 1:1-18 – Die Herrlichkeit Jesu

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  • Das Johannesevangelium will die einzigartige Herrlichkeit des Sohnes vor Augen führen.
    • Deshalb strukturiert Johannes sein Evangelium um 7 Zeichen, die auf Jesu Herrlichkeit hinweisen.
  • Aus dem Sehen dieser Herrlichkeit folgt Glauben.
    • 11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Kana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine Jünger glaubten an ihn. (Johannes 2:11)
  • Biblischer Glauben gründet sich immer auf Sehen, allerdings nicht auf äußerliches Sehen, sondern auf das besondere Sehen der Herrlichkeit Christi im Evangelium.
    • 6 Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. (2. Korinther 4:6)
  • Allerdings stößt diese Herrlichkeit auf die sündhafte Blindheit der Menschen.
    • 4 Bei den Ungläubigen, denen der Gott dieser Weltzeit die Sinne verblendet hat, so daß ihnen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet, welcher Gottes Ebenbild ist. (2. Korinther 4:4)
  • Nur durch ein souveränes Wirken Gottes kann diese Blindheit weggenommen werden.
  • Gott benutzt aber das verkündigte Wort Gottes, um das Wunder der Augenöffnung zu vollbringen.
    • 5 Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus, daß er der Herr ist, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen. (2. Korinther 4:5)
    • 16 Aber steh auf und stelle dich auf deine Füße! Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zum Diener und Zeugen zu bestimmen für das, was du gesehen hast und für das, worin ich mich dir noch offenbaren werde; 17 und ich will dich erretten von dem Volk und den Heiden, unter die ich dich jetzt sende, 18 um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind! (Apostelgeschichte 26:16-18)
Die Herrlichkeit des Wortes
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.
  • In Anlehnung an den Schöpfungsbericht stellt Johannes hier die Identität des Sohnes dar.
    • Er existiert in Ewigkeit.
    • Er ist eine eigenständige Person.
    • Er ist Gott.
    • Er schuf das ganze Universum.
    • Er ist die Quelle des Lebens und des Lichtes der Menschen (Erfüllung und Erkenntnis).
  • Aber ist wird sofort klar, daß die Welt in einem Zustand der geistlichen Finsternis lebt und die Herrlichkeit des Sohnes nicht erkennt, nicht attraktiv findet und nicht aufnimmt.
Das Zeugnis vom Wort
6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. 7 Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten. 8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht. 9 Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.
  • Gott benutzt die Verkündigung von Jesus, um Glauben zu erwecken.
  • Johannes selbst war nur ein Hinweisender auf Jesus und sollte alle Aufmerksamkeit von sich weg und auf Jesus hinlenken.
  • Das Licht der Herrlichkeit Gottes leuchtet in dieser Welt, wird aber vom natürlichen Menschen nicht aufgenommen.
    • 19 Weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. (Römer 1:19-21)
Das Wunder der Neugeburt
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, doch die Welt erkannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
  • Jesus wird vom natürlichen Menschen nicht erkannt in seiner Herrlichkeit und Schönheit und nicht aufgenommen.
  • Glauben heißt im Johannesevangelium:
    • seine Herrlichkeit zu sehen
    • seine Schönheit zu entdecken
    • danach ihn in das ganze Leben aufzunehmen
    • und es ihm zu weihen.
  • Dieses neue Sehen und Schmecken kann der natürliche Mensch nicht von sich selbst aus tun, sondern die Augen müssen ihn geöffnet werden und die Geschmacksnerven aktiviert werden.
    • Dieses Wunder nennt das Johannesevangelium “von Neuem geboren” oder “von Gott geboren” werden.
    • Es wird etwas gänzlich Neues im Menschen geschaffen: ein neuer Sehnerv und ein neuer Geschmacksnerv.
  • Dieses Wunder kann nur Gott tun und es ist sein souveränes Wirken bei den Menschen.
Das fortgesetzte Sehen der Herrlichkeit Christi
14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. 15 Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich. 16 Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluß über ihn gegeben.
  • Das Sehen der Herrlichkeit von Jesus hört mit der Neugeburt nicht auf, sondern setzt sich von da an im christlichen Leben fort.
  • Das ganze christliche Leben kann als ein fortgesetztes und immer tiefergehendes Schauen der der Herrlichkeit von Jesus beschrieben werden.
  • Woraus besteht die Herrlichkeit von Jesus?
    • Seine Menschwerdung im Evangelium.
    • Seine Gnade und seine Wahrheit.
    • Seine Ewigkeit und Gottheit.
    • Seine Fülle.
    • Die reichhaltige Gnade des Evangeliums (sein Sühnetod am Kreuz).
  • Wir lernen Gott nur besser kennen durch das Schauen auf seinen Sohn Jesus Christus.
Anwendung
  • Hast du diese Schönheit von Jesus schonmal erblickt? Wenn nein, bitte Gott um das Wunder der Neugeburt.
  • Wenn du diese Schönheit erfahren hast, laß dich von Gott gebrauchen, anderen die Augen dafür zu öffnen.
  • Mache es zur obersten Priorität an jedem Tag, die Schönheit und Herrlichkeit von Jesus zu erspähen.

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