Werktagsgottesdienst vom 15.09.2016: Stefan Beyer – Evangelisation


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Predigtnotizen:

  • Jemand die gute Nachricht über Jesus Christus weiterzugeben gehört zu den erfüllendsten Dingen auf dieser Welt.
  • Aber unter vielen Christen herrscht auch ein sehr unangenehmes Gefühl bei dem Gedanken an Evangelisation.
  • Gottesfurcht beinhaltet, daß wir uns disziplinieren, das Evangelium weiterzugeben.
Evangelisation wird erwartet
  • Nicht alle Christen müssen auf die gleiche Art evangelisieren, aber alle müssen das Evangelium weitergeben.
  • Was heißt Evangelisation? Evangelisation ist das Berichten von Jesus in der Kraft des Heiligen Geistes an sündige Menschen, damit sie ihn als Retter aufnehmen und als König dienen in der Gesellschaft einer Gemeinde.
  • Kurzgesagt: Evangelisieren heißt, das Evangelium weiterzugeben.
  • Wieso wird evangelisieren von uns erwartet?
  • Jesus hat es uns befohlen.
    • 18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. 19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Matthäus 28:18-20)
    • 15 Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Markus 16:15)
    • 21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Johannes 20:21)
    • 8 Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! (Apostelgeschichte 1:8)
  • Dieser Befehl ging nicht nur an die Apostel, sondern an jeden Christen.
  • Evangelisation wird nicht nur von denen erwartet, die eine Gabe dazu haben.
    • Es ist richtig, daß manche die Gabe des Evangelisten haben (Epheser 4:11), aber alle sind aufgerufen, das Evangelium weiterzugeben, und werden dazu vom Heiligen Geist befähigt.
    • So wie jeder Christ aufgerufen ist, andere zu lieben, so ist er auch aufgerufen, das Evangelium weiterzugeben.
  • Als Christen haben wir viele Privilegien, aber daraus folgt auch eine Verantwortung und ein Auftrag.
    • 9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. (1. Petrus 2:9)
Evangelisation wird befähigt
  • Wir sollen und brauchen nicht warten, bis wir alle Antworten haben.
    • Der Blindgeborene, der von Jesus geheilt wurde, begann sofort mit dem Evangelisieren (Johannes 9).
  • Manchmal haben wir Angst davor, daß andere denken, daß wir komisch sind und uns ablehnen.
  • Wir schrecken mitunter auch vor dem Ernst der Evangelisation zurück: Es geht um Himmel und Hölle.
  • Oder wir wenden uns vom Evangelisieren ab, weil wir keinen unmittelbaren Erfolg sehen.
  • Was ist Erfolg beim Evangelisieren?
    • War Jesus ein Mißerfolg, als sich Menschen von ihm abwandten?
    • Wenn wir das Evangelium weitergeben, dann sind wir erfolgreiche Evangelisten.
    • Wir sind wie die Post. Der Erfolg wird daran gemessen, ob die Botschaft richtig ausgeliefert wurde, nicht wie damit umgegangen wird.
    • Wenn wir das Evangelium weitergeben und zu Buße und Glauben einladen, dann haben wir erfolgreich evangelisiert.
  • Die Kraft für die Evangelisation kommt vom Heiligen Geist.
  • Er wohnt in uns und befähigt uns zum Evangelisieren.
    • 8 Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! (Apostelgeschichte 1:8)
  • Der gleiche Heilige Geist, der dein Leben verändert, befähigt dich dadurch zum Evangelisieren.
  • Gott wird dich auf Wegen befähigen, die zu deiner Persönlichkeit, Temperament, geistlichen Begabung und Möglichkeiten passen.
  • Oft wirst du gar nicht merken, wie Gott dich befähigt und gebraucht. Miß seine Befähigung nicht an einem Gefühl.
  • Im Evangelium selbst steckt die Kraft Gottes.
    • 16 Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; (Römer 1:16)
  • Deswegen kommt es weniger auf den Boten an, sondern daß die Menschen das Evangelium hören.
  • Menschen müssen das Evangelium dennoch mehrfach hören, bevor sie zum Glauben kommen.
  • Gott muß den Glauben schenken (Epheser 2:8-9).
  • Aber der Glaube entsteht durch das Hören der Botschaft.
    • 17 Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. (Römer 10:17)
  • Gott hat seine Erwählten, die er zu sich rufen wird. Aber er wird sie durch das Evangelium zu sich rufen.
    • 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht. (Römer 8:30)
  • Deswegen brauchen wir nicht verzweifeln, wenn Menschen die Botschaft ablehnen.
  • Gott wird dafür sorgen, daß manche sie aufnehmen.
    • 16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muß ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. (Johannes 10:16)
  • Es steckt auch Kraft zur Evangelisation in einem aufrichtigem Leben in der Nachfolge Christi.
    • 14 Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren läßt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Ort offenbar macht! 15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch des Christus unter denen, die gerettet werden, und unter denen, die verlorengehen; 16 den einen ein Geruch des Todes zum Tode, den anderen aber ein Geruch des Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tüchtig? 17 Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus. (2. Korinther 2:14-17)
  • Der Herr gebraucht das Leben und die Worte eines treuen Gläubigen, um geistliche Anziehungskraft auszuüben.
Evangelisation ist eine Disziplin
  • Evangelisation ist der natürliche Ausfluß des christlichen Lebens.
  • Aber sie ist auch eine Disziplin, indem wir uns disziplinieren müssen, in den Kontext des Evangelisierens zu kommen.
    • Das heißt, wir sollen nicht nur warten, bis sich Möglichkeiten von selbst ergeben.
  • Jesus betonte auch diese aktive Komponente.
    • 16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. (Matthäus 5:16)
  • Jeder Christ, der biblische Predigen hört und die Bibel selbst liest und studiert, ist ausgerüstet zu evangelisieren.
  • Manchmal reden wir uns damit heraus, daß wir einfach nicht genug Zeit haben.
    • Aber können wir uns wirklich dafür entschuldigen, den großen Auftrag zu versäumen, den Jesus uns gegeben hat?
  • Gott ist souverän über unser Leben.
    • In jedem Kontext, in den er uns gestellt hat, will er uns gebrauchen, das Evangelium weiterzugeben.
      • Kinder in der “Zucht und Ermahung des Herrn” (Epheser 6:4) aufzuziehen, ist Evangelisation.
      • Eine Gemeinde oder einen Missionaren finanziell zu unterstützen, ist Evangelisation.
  • Aber dennoch ist der Grund, warum wir nicht evangelisieren, oft darin zu finden, daß wir uns nicht dazu disziplinieren.
  • Ja, es gibt unerwartete Momente, wo wir “Verantwortung geben … über die Hoffnung, die in uns ist” (1. Petrus 3:15).
    • Aber diese Momente sind relativ selten.
  • Die Frage ist nicht, mit wie vielen Ungläubigen oder mit wie wenigen du regelmäßig Kontakt hast.
    • Wir alle müssen einen Kontext schaffen, wo wir anderen das Evangelium weitergeben können.
  • Evangelisation benötigt disziplinierte Planung.
    • 5 Wandelt in Weisheit denen gegenüber, die außerhalb der Gemeinde sind, und kauft die Zeit aus! 6 Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, damit ihr wißt, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt. (Kolosser 4:5-6)
  • Wir müssen unsere Möglichkeiten ausnutzen und lernen, wie wir antworten können.
  • Wir müssen uns dazu disziplinieren, Zeit mit Ungläubigen zu verbringen.
  • Eine der beste Möglichkeiten, intensiv Zeit mit anderen zu verbringen, ist gemeinsam zu essen.
  • Dabei kommt es auch darauf an zu lernen, gute Fragen zu stellen.
  • Manchmal kann man Menschen einfach fragen, ob man für sie beten kann.
  • Wir müssen uns zum Evangelisieren disziplinieren, weil wir Feinde habe: Die Welt, das Fleisch und der Teufel.
  • Wir können Menschen in besonderen Zeiten der Not dienen.
    • Jede Familie hat im Durchschnitt alle 6 Monate eine Krise: Krankheit, Arbeitsplatz, Finanzen, Geburt oder Tod.
    • Indem man zu diesen besonderen Zeiten ein christusähnlicher Freund ist, hat man oft Gelegenheiten darüber zu sprechen, wie Christus einem selbst hilft.
  • Man kann auch als Gastgeber für einen Evangelisten fungieren.
  • Aber jeder von uns, egal wie schüchtern, ist aufgerufen, daß Evangelium verbal weiterzugeben, denn nur durch Worte werden Menschen gerettet.
    • 21 Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben. (1. Korinther 1:21)
  • Oft öffnet der Herr das Herz eines Menschen durch das vorgelebte Evangelium. Aber die Errettung kommt immer nur durch das verkündigte Evangelium.
  • Die geistliche Übung des Evangelisierens erstreckt sich auch auf die finanzielle Unterstützung von Missionaren.
    • Wir sollten uns disziplinieren, die Mission durch Spenden, Gebet, sich informieren und vielleicht sogar selbst gehen zu unterstützen.
    • Wir sollten unsere Kinder in die Mission gehen lassen, wenn Gott sie dahin beruft.
Anwendung
  • Weil Evangelisation erwartet wird, wirst du dem Herrn gehorchen und die gute Nachricht weitergeben?
    • Wir sind aufgerufen, vorsätzlich zu evangelisieren.
  • Weil Evangelisation befähigt wird, wirst du Gott vertrauen, daß er dich gebrauchen kann?
    • Gott wird deine Wort gebrauchen, wenn sie sein mächtiges Evangelium verkünden.
    • Es gibt keine perfekten Menschen und es wird deshalb auch nie perfekte Evangelisten geben.
    • Dennoch müssen wir alles aus unseren Leben entfernen, was Menschen vom Evangelium abhalten könnte.
    • Manchmal gebraucht Gott sogar unsere Buße über die Sünde in unserem Leben, um Menschen zum Glauben zu führen.
    • Durch unsere Schwächen und Versagen, kann Christus dennoch stark sein.
      • 9 Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus bei mir wohne. (2. Korinther 12:9)
  • Weil Evangelisation eine Disziplin ist, wirst du dir einen Plan machen?
    • C.H. Spurgeon sagte einmal: “Wenn ich niemals Menschen zu Jesus geführt hätte, dann würde ich solange seufzen und mein Herz über sie zerbrechen, auch wenn ich ihr Herz nicht ändern kann. Auch wenn ich verstehen kann, daß manchmal auch ein aufrichtiger Sämann nichts erntet, so kann ich doch nicht verstehen, wenn er damit zufrieden ist, nichts zu ernten. Ich kann nicht verstehen, wie jemand von euch Christen zufrieden sein kann, niemanden zu Jesus zu führen.”
    • Wenn du nicht zufrieden bist, wirst du dich disziplinieren, das Evangelium mehr auszusäen?
    • Nimm dir eine Möglichkeit in der nahe Zukunft vor, das Evangelium weiterzugeben.
    • Desto mehr wir wie Christus sind, desto mehr werden wir von Christus erzählen.
    • So dachte der Apostel Paulus: 22 Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. 23 Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben. (1. Korinther 9:22-23)

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