Werktagsgottesdienst vom 01.09.2016: Stefan Beyer – Anbetung (Teil 1)

Stefan Beyer – Anbetung (Teil 1)

  • Obwohl Gott der Ehrengast bei all unseren Veranstaltungen sein sollte, vernachlässigen wir ihn doch oft und konzentrieren uns auf anderes.
  • Jesus betonte und gehorchte dem Befehl des Alten Testaments: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten.” (Matthäus 4:10).
  • Es ist die Pflicht und das Privileg aller Menschen, ihren Schöpfer anzubeten.
    • 6 Kommt, laßt uns anbeten und uns beugen, laßt uns niederfallen vor dem HERRN, unserem Schöpfer! (Psalm 95:6)
  • Gott erwartet von uns, daß wir ihn anbeten, weil
    • es der Grund ist, warum er uns geschaffen hat und
    • ohne Anbetung keine Gottesfurcht denkbar ist.
  • Aber wir müssen uns auch klar darüber werden, daß es möglich ist, Gott vergeblich anzubeten.
  • Jesus warnt vor dieser falschen Anbetung: “8 Dieses Volk naht sich zu mir mit seinem Mund und ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir. 9 Vergeblich aber verehren sie mich.” (Matthäus 15:8-9).
  • Wie können wir Gott anbeten ohne ihn vergeblich anzubeten?
Anbetung ist das Fokussieren und Antworten auf Gott
  • Thomas reagiert auf die Wunden in Jesu Händen und Körper mit Anbetung und sagt: “Mein Herr und mein Gott” (Johannes 20:28).
  • In Offenbarung wird uns von vier Wesen berichtet, die Tag und Nacht um den Thron Gottes sind und ihn anbeten.
    • Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt! (Offenbarung 4:8)
  • In Vers 11 wird die Anbetung der 24 Ältesten beschrieben, die ihre Kronen zu den Füßen Gottes werfen, niederfallen und sprechen: “Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!” (Offenbarung 4:11-5:1).
  • Im nächsten Kapitel rufen abertausende Engel, Älteste und lebendige Wesen vor dem himmlischen Thron Jesu in Anbetung aus: “Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob!” (Offenbarung 5:12).
  • Danach betete jedes Geschöpf an und spricht: “Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit!” (Offenbarung 5:13).
  • Gott anzubeten heißt, seinen Wert anzuerkennen, seine Würdigkeit zu feiern und sich ihm so zu nähern, wie es ihm gebührt.
  • Als Heiliger und Allmächtiger Gott, Schöpfer und Erhalter des Universums, souveräner Richter dem wir Rechenschaft geben müssen, ist er aller Ehre wert, die wir ihm geben können und unendlich mehr.
    • Deswegen wird er in Offenbarung 4:11 und 5:12 als würdig so vieler Dinge bezeichnet.
  • Desto mehr wir uns auf Gott fokussieren, desto mehr verstehen und schätzen wir, wie würdig er ist.
  • Wenn wir dies verstehen und wertschätzen, denn können wir nicht anders, als auf ihn zu antworten.
  • So wie ein wunderschöner Sonnenuntergang oder ein Blick über die Berggipfel eine spontane Reaktion hervorrufen, so können wir der Würdigkeit Gottes nicht begegnen, ohne spontan darauf zu reagieren.
  • Wenn du Gott in diesem Moment sehen könntest, dann würdest du verstehen, wie vollkommen würdig der Anbetung er ist und instinktiv auf dein Angesicht fallen und ihn anbeten.
  • Deswegen lesen wir im Buch der Offenbarung, daß diejenigen, die um seinen Thron sind und ihn sehen, in Anbetung auf ihr Angesicht fallen, und die Geschöpfe, die ihm am nächsten sind, so beeindruckt von seiner Würdigkeit sind, daß sie ihn für die ganze Ewigkeit ununterbrochen anbeten mit der Antwort: “Heilig, heilig, heilig.”
  • Aber wir sind noch nicht im Himmel, um den Herrn so zu sehen.
  • Wie hat sich Gott uns hier offenbart, damit wir uns auf ihn fokussieren können?
  • Er hat sich durch die Schöpfung offenbart (Römer 1:20), so daß wir auf einen Sonnenuntergang oder eine Gebirgskette mit der Anbetung des Schöpfers reagieren sollten.
  • Gott hat sich fehlerlos durch sein Wort, die Bibel, offenbart (2. Timotheus 3:16; 2. Petrus 1:20-21) und durch sein Wort, Jesus Christus (Johannes 1:1,14; Hebräer 1:1-2).
  • Deshalb haben wir die Aufgabe, Gott durch Christus und die Bibel zu suchen.
  • Indem der Heilige Geist die Augen unseres Verstandes öffnet, sehen wir Gott in der Schrift offenbart und antworten.
  • Wenn wir über Gottes Heiligkeit lesen und darüber nachsinnen, wollen wir ihn anbeten.
  • Wenn wir über die Person und das Werk von Christus nachdenken, wie wir es in der Bibel finden, dann verstehen wir wie Gott ist, denn Jesus “hat Aufschluß über ihn gegeben” (Johannes 1:18).
  • Desto mehr wir wirklich verstehen, wer Gott ist, desto mehr werden wir in Anbetung antworten.
  • Deshalb sollte sowohl die öffentliche als auch die private Anbetung Gottes gegründet sein auf die Bibel.
  • Die Bibel offenbart uns Gott so, daß wir ihn anbeten können.
  • Bibellesen und die Predigt sind so zentral in der öffentlichen Anbetung, weil sie am klarsten und direktesten Gott aus der Schrift darlegen.
  • Deshalb ist auch Bibelaufnahme und Nachsinnen das Herz der privaten Anbetung.
  • Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder werden gesungen, um Wahrheit über Gott auszusagen und in Anbetung auf ihn zu antworten.
  • Gebet ist eine Antwort auf Gott, wie er in der Schrift geoffenbart ist.
  • Auch das Geldgeben ist eine Antwort der Anbetung.
  • Weil Anbetung immer ein Fokussieren und Antworten auf Gott ist, dann beten wir niemals an, wenn wir nicht an Gott denken.
  • Du kannst einer Predigt zuhören, aber wenn du nicht darüber nachdenkst, wie Gottes Wahrheit dein Leben berührt, dann betest du nicht an.
  • Du kannst “Heilig, heilig, heilig” singen, aber wenn du dabei nicht an Gott denkst, dann betest du nicht an.
  • Du kannst anderen beim Gebet zuhören, aber wenn du nicht an Gott denkst, dann betest du nicht an.
  • In gewisser Hinsicht sind alle Dinge, die man aus Gehorsam zu Gott macht, auch ganz alltägliche Arbeit zu Hause oder im Beruf, Anbetung.
  • Aber diese Dinge sind kein Ersatz für die direkte Anbetung Gottes.
  • Anbetung beinhaltet Worte und Handlungen, aber sie geht darüber hinaus und benötigt die Fokussierung des Verstandes und Herzens.
  • Anbetung ist der gott-zentrierte Fokus und die Antwort des inneren Menschen: es ist ein Mensch, der in Gott vertieft ist
  • Also, egal was du sagst, singst oder tust, du betest Gott nur dann an, wenn du auf ihn fokussiert bist und an ihn denkst.
  • Aber immer, wenn du dich auf den unendlichen Wert Gottes konzentrierst, dann wirst du in Anbetung antworten, wie der Mond die Sonne reflektiert.
  • Diese Anbetung ist nicht vergeblich.
Anbetung geschieht im Geist und in der Wahrheit
  • Die tiefgründigste Stelle im Neuen Testament über Anbetung ist Johannes 4:23-24.
    • 23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Johannes 4:23-24)
  • Bevor wir im Geist und in der Wahrheit anbeten können, müssen wir denjenigen in uns tragen, der den Namen Heiliger Geist und “Geist der Wahrheit” trägt (Johannes 14:17).
  • Er lebt nur in denjenigen, die zu Christus in Buße und Glauben gekommen sind.
  • Ohne ihn wird keine wahre Anbetung geschehen.
  • “Es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen als nur im Heiligen Geist.” (1. Korinther 12:3)
  • Das heißt nicht, daß jemand nicht diese Wort ohne den Heiligen Geist sprechen kann, aber niemand kann sie als Ausdruck einer wahren Anbetung sagen, ohne durch das Wirken des Heiligen Geistes bewegt zu sein.
  • Er ist es, der uns Gott offenbart und Christus unwiderstehlich macht, der uns die Wahrheit über die Schrift lehrt und unsere Herzen lebendig macht, die vorher Gott gegenüber tot waren.
  • Er verwandelt Herzen, die vorher kalt in der Anbetung waren, zu feuriger Leidenschaft für Christus.
  • Daß wir den Heiligen Geist in uns haben, ist keine Garantie, daß wir immer im Geist und in der Wahrheit anbeten, aber es bedeutet, daß wir es können.
  • Gott im Geist anzubeten heißt, ihn von innen nach außen anzubeten.
  • Es bedeutet, aufrichtig in unseren Anbetungshandlungen zu sein.
  • Egal wie geistlich das Lied ist, daß du singst, oder poetisch das Gebet, daß du sprichst, wenn du nicht aufrichtig bist, dann ist es keine Anbetung, sondern Heuchelei.
  • Der andere Aspekt, der die Anbetung im Geist ausgleicht, ist die Anbetung in der Wahrheit.
  • Wir sollen gemäß der Wahrheit der Heiligen Schrift anbeten.
  • Wir beten Gott so an, wie er sich in der Bibel offenbart hat, nicht wie wir ihn gern hätten.
  • Wir beten ihn als Gott sowohl der Barmherzigkeit als auch der Gerechtigkeit an, von Liebe und Zorn, von Himmel und Hölle.
  • Wir sollen anbeten als Antwort auf Wahrheit. Sonst ist unsere Anbetung vergeblich.

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