Predigt vom 25.09.2016: Stefan Beyer – Hebräer 2:14-18 – Christus unser Freund und Tröster

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  • Der Schreiber des Hebräerbriefs will aufzeigen, daß Jesus nicht nur Mensch geworden ist, um unser Heil zu bewirken, sondern auch um als Freund ganz nahe zu kommen und um uns aus unseren existentiellen Ängsten zu befreien.
    • Das Christentum ist nicht nur eine Religion, die auf das Leben nach dem Tod vertröstet, sondern die uns jetzt schon prägt und verändert.
  • Jesus verändert unser Leben im hier und jetzt, indem er
    • Uns unsere tiefsten Ängste wegnimmt.
    • Unser treuer, barmherziger und zugleich mächtiger Freund ist.
  • Der Schreiber will deutlich machen, daß Jesus noch so viel besser ist, als die Gläubigen ihn sich bisher vorgestellt haben.
    • Er ist viel höher, als sie gedacht haben (Kapitel 1).
    • Er ist viel näher, als sie gedacht haben (Kapitel 2).
    • Er ist viel barmherziger und treuer, als sie gedacht haben (Verse 14-18).
14 Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel,
  • Jesus mußte unsere menschliche Natur annehmen, um uns zu befreien.
    • Jesus konnte nur das wiederherstellen, was er auch selbst angenommen hatte.
    • Er mußte wirklich ganz Mensch werden.
  • Der Schreiber des Hebräerbriefs macht hier bewußte Anlehnungen an Heldengeschichten aus dem kulturellem Umfeld der Hebräer in Rom (Herkules), um zu zeigen, wie Jesus sich dem Machtbereich des Teufels aussetzen mußte, um ihn auf seinem eigenen Terrain zu schlagen.
    • Der Titel, den der Schreiber in Vers 10 in Bezug auf Jesus gebraucht, wurde im nichtchristlichen Umfeld auf Herkules angewendet.
    • Nichtchristliche Heldensagen sind eine schwache Ahnung davon, was der wirkliche Held in dem wirklichen Kampf vollbracht hat.
15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.
  • Aber Jesus hat nicht nur die ewige Erlösung für seine Erwählten erkauft, sondern sie auch aus der Knechtschaft der Angst befreit.
  • Hinter fast allen psychischen Problemen und vielen alltäglichen Abhängigkeiten steht die Angst vor dem Tod.
    • Die Angst vor dem älter und schwächer Werden.
    • Die Angst, etwas zu verpassen.
    • Die Angst, etwas zu verlieren.
    • Oder tatsächlich die Angst, durch eine schwierige Situation das Leben zu verlieren.
  • Durch das Heil, welches Jesus erworben hat und die Sicherheit, daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehen kann, sondern mit Gewißheit gerettet wird, nimmt er seinem Volk diese fundamentale Lebensangst.
  • Das Leben der Gottlosen wird in der Bibel nur als scheinbare Freiheit beschrieben, hinter der eine tiefe Knechtschaft steckt.
  • Die wirkliche Freiheit, schon in diesem Leben, kommt durch den Glauben und die immerwachsende Beziehung zu Jesus Christus.
16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.
  • Ab hier fängt der Autor des Hebräerbriefs an, die innige Beziehung von Jesus zu den Seinen zu beschreiben.
  • Er ergreift sie und hält sie persönlich fest.
17 Daher mußte er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen;
  • Er wurde seinen Brüdern (seinen Erwählten) in allem gleich
    • um noch barmherziger mit ihren Fehlern und Schwachheiten zu werden,
    • um noch treuer trotz ihres Versagens zu werden,
    • um sie noch besser vor Gott zu vertreten,
    • und um an ihrer Stelle für ihre Schuld zu bezahlen.
18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.
  • Jesus hat jede Form des menschlichen Leidens hautnah miterlebt:
    • Körperliches Leid
    • Seelisches Leid
    • Verlassensein
    • Einsamkeit
    • Enttäuschung
    • Grausamkeit
  • Jesus wurde in seinem Glauben versucht (peirazo):
    • Der Teufel wollte ihn zur Sünde verführen.
    • Geistliche Anfechtungen wollten seinen Glauben zerstören.
    • Körperliche und emotionale Schwäche sollte seinen Gehorsam unterbinden.
  • Weil Jesus, als der himmlische Retter und Held, alle menschlichen Schwächen, Versuchungen und Anfechtungen selber mitgemacht hat, kann er jetzt auch seinem Volk echte, lebendige Hilfe schenken in ihren Versuchungen.
    • Er kann sie von der Versuchung zur Sünde befreien und ihre Augen auf Gott richten und sie lehren, die Sünde zu hassen.
    • Er kann sie in ihren Anfechtungen unterstützen und ihnen helfen, den Glauben zu bewahren, ja sogar im Glauben zu wachsen.
    • Er kann sie sogar physisch, seelisch und geistlich befähigen, ihren Lauf zu vollenden und Gott gehorsam zu sein.
  • Jesus ist nicht nur der große Held und Befreier, sondern auch der nahe Freund und Tröster.
    • 17 Ein Freund liebt zu jeder Zeit, und als Bruder für die Not wird er geboren. (Sprüche 17:17)

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