Werktagsgottesdienst vom 11.08.2016: Thomas Koch – Spricht Gott noch heute?

Thomas Koch – Spricht Gott noch heute?

Einleitung
Oftmals hören wir von „Gott hat mir gesagt, dass…“ oder „Gott zeigte mir…“ oder einfach nur „Hier gab es eine offene Tür…“
• So wird heute oft Eingreifen und Reden Gottes verstanden
• Die charismatische Bewegung betont dabei die Rolle der Geistesgaben und die Taufe durch den heiligen Geist (durch Prophetie und ausgelegte Zungenrede wird oft Reden Gottes erwartet)
Damals: Mit Jesus im Obergemach… (JOHANNES 13-17)
• Jesus nahm sich Zeit, direkt vor der Kreuzigung um auf die Fragen und Sorgen der Jünger einzugehen

• Wie gut wäre es doch, wenn wir einfach mit unseren Anliegen und Fragen zu Jesus kommen könnten -> wie die Jünger, die alles Mögliche fragen durften…
o Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen! (Joh 13:37)

o Da spricht Judas — nicht der Ischariot — zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? (Joh 14:22)

o Wie Thomas: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg kennen? 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
 Jesus ist der Weg: Ihn zu erkennen, seine Großartigkeit und Herrlichkeit zu suchen und zu bestaunen
 Nur EIN Weg, damit wir die Lügen des Teufels besser entlarven können und die angebotenen Wege besser prüfen können. Wie schwierig wäre es doch, wenn es viele verschiedene mögliche Wege gäbe → wie könnte ich dann prüfen oder feststellen, ob ich auf rechten Wege bin.
,,Nur durch mich” ist ein großartiger Schutz für den Jünger.
 Jesus ist Wahrheit: Nicht nur seine blose Existenz, Kreuzigung, Auferstehung und seine Predigten
⇒ Jesus = Wahrheit.
In ihm liegt der Ursprung von Allem. Die ganze Welt existiert nur wegen, durch und für ihn. Alles dient dazu, den Vater zu verherrlichen. Die Schöpfung, ihr Fall und ihre Wiederherstellung gehörte schon vor Grundlegung der Welt zu Gottes weisen Plan den Satan ein für alle Mal zu besiegen.
 Jesus ist das Leben: Jesus hat die Vollmacht ewiges Leben zu geben (Joh 17:2) allen Menschen, die Gott ihm anvertraut
 Gott und seinen Gesandten zu erkennen ist das ewige Leben

o Oder Philippus: Joh 14:8-10
8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! 9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? 10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.
 Alles, was Gott ist, ist auch Jesus (Jh 17:10)
 Jesus zu kennen bedeutet Gott zu kennen
 Jesus ist als echter Gott ein Mensch geworden

Heute: mit dem Heiligen Geist und Gottes Wort
Gottes Wort ist Wahrheit und unendlich ausreichend
• Woher beziehen wir unser Wissen über Gott und biblische Lehre?
Gute Bücher, Jüngerschaftskurse, Predigten…
-> Gottes Wort ist unendlich, allgenügsam und wahrhaftig

• 2. Tim 3:16-17 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

1) Belehrung: Gottes Wort informiert uns darüber, WER Gott ist, wer wir sind und wie wir leben sollen. Da es immer Recht hat, können wir ihm vertrauen.

2) Überführung: Das Wort zeigt uns, wenn wir nicht richtig denken und handeln. Es zeigt uns sogar, wenn wir eine schlechte Einstellung haben. So erkennen wir den Unterschied zwischen Richtig und Falsch.
Siehe Heb 4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.

3) Zurechtweisung: Gott zeigt uns durch sein Wort, wie wir wieder auf den richtigen Weg kommen können. Wenn wir nur zuhören und ihm gehorchen führt uns Gott in die richtige Richtung.

4) Erziehung: Das Wort ist unsere Gebrauchsanleitung fürs Leben. Wenn wir die Bibel studieren und in unserem Leben anwenden, wachsen wir „…in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.“ (2. Petrus 3:18)

5) damit der Mensch…
vollkommen (geeignet, reif) bist, zu allem guten Werk geschickt (ausgerüstet, bereit).
Siehe Eph. 2:10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Anwendung des offenbarten Wortes
Aus unserer theologischen Grundlage : Wir halten an den folgenden Eigenschaften des Wortes Gottes fest: Es ist (1) ohne Fehler in den ursprünglichen Schriften; (2) vollkommen in der Offenbarung seines errettenden Willens; (3) ausreichend für alles, was Gott von uns zu glauben und zu tun erwartet; und (4) endgültig und maßgeblich in seiner Autorität in all seinen Aussagen.
• Wir können uns mit unseren Fragen an das Wort Gottes wenden
• Wir finden Wegweisung, Antworten und Korrektur (oft anders als wir erwarten)
Naheliegende Frage: Wie können wir den Vater sehen?
(Die Frage von Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns!)

Die Antwort aus der Schrift: Joh 14:8-15.21
-> Bibeltext lesen: Johannes 14:8-15.21
8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns! 9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? 10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. 11 Glaubt mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen! 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. 13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. 14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. 15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!
21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

 1. Schau auf Jesus
Joh 14:9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater?
• Beschäftige dich mit der Person Jesus Christus
• Schaue auf seinen Lebenswandel
• Durch Jesus wurde Gott Mensch und für uns „nahbar“

 2. Höre auf Jesus
Joh 14:10-11 10 Glaubst du nicht, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. 11 Glaubt mir, daß ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen!
 Achte auf Jesus Worte und Lehre
 Prüfe seine Aussagen und wende sie in deinem Leben an

 3. Sprich zu Jesus
Joh 14:12-14 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. 13 Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. 14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.
 Bete regelmäßig
 In Jesu Namen bitten, d.h. seiner Person gemäß (…nicht was ich will, sondern was er will!) -> Gott wir dadurch verherrlicht!

 4. Liebe und gehorche Jesus
Joh 14:15+21 15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!
21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren
 Jesus bezieht sich auf das, was durch ihn offenbart worden ist, dieses gilt es zu halten

• Lasst uns in der Schrift Antworten auf unsere Fragen finden
• in den Pastoralbriefen ermutigt Paulus Titus und Timotheus nicht, nach neuen Offenbarungen zu suchen, sondern die Schriften zu bewahren, zu lesen und anzuwenden!
o 1.Tim 4:13 13 Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren.
o 1.Tim 6:20 O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nichtige Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich so genannten »Erkenntnis«!
o 2.Tim 4:2 2 Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung!
⇒ Gott hat sich offenbart und tut es immer noch, durch sein gutes Wort:
Das ist DER Weg, wie Gott heute zu uns spricht

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