Predigt vom 31.07.2016: Stefan Beyer – Hebräer 11:32-34 – Die Richter als Glaubenshelden

Stefan Beyer – Hebräer 11:32-34 – Die Richter als Glaubenshelden

  •  Das Buch Richter wurde geschrieben, um den Götzendienst in Israel anzuklagen und seine Konsequenzen aufzuzeigen.
    • 6 Als nämlich Josua das Volk entlassen hatte, zogen die Kinder Israels jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen. 7 Und das Volk diente dem HERRN, solange Josua lebte und solange die Ältesten da waren, die Josua überlebten, welche alle die großen Werke des HERRN gesehen hatten, die er an Israel getan hatte. 8 Als aber Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, im Alter von 110 Jahren gestorben war, 9 da begruben sie ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres, auf dem Bergland Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch. 10 Und als auch jene ganze Generation zu ihren Vätern versammelt war, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den HERRN nicht kannte noch die Werke, die er an Israel getan hatte. 11 Da taten die Kinder Israels, was böse war in den Augen des HERRN, und sie dienten den Baalen; 12 und sie verließen den HERRN, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte, und folgten anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den HERRN; 13 denn sie verließen den HERRN und dienten dem Baal und den Astarten. (Richter 2:6-13)
  • Gott erweckte seinem Volk Richter, die sie von ihren äußeren Feinden befreiten; aber von ihrem inneren Feind, dem götzendienerischen Herzen, konnten sie sie nicht befreien.
    • 14 Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er gab sie in die Hand von Räubern, die sie beraubten; und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, so daß sie vor ihren Feinden nicht mehr bestehen konnten. 15 Überall, wohin sie zogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum Unheil, wie der HERR es ihnen gesagt und wie der HERR es ihnen geschworen hatte; so wurden sie hart bedrängt. 16 Doch erweckte der HERR Richter, die sie aus den Händen derer retteten, die sie beraubten. 17 Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, sondern sie hurten mit anderen Göttern und beteten sie an und wichen bald ab von dem Weg, auf dem ihre Väter im Gehorsam gegen die Gebote des HERRN gegangen waren; sie handelten nicht ebenso. 18 Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte; denn der HERR hatte Mitleid wegen ihrer Wehklage über ihre Bedränger und Unterdrücker. 19 Wenn aber der Richter starb, so handelten sie wiederum verderblich, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachfolgten, um ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie ließen nicht ab von ihrem Treiben und ihrem halsstarrigen Wandel. (Richter 2:14-19)
  • Diese Veränderung vollbrachte nur Gott selbst durch den neuen Bund.
    • 14 Der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. (Titus 2:14)
  • Obwohl die Richter in ihrem Charakter selbst oft korrupt waren, erscheinen sie in Hebräer 12 als Glaubenshelden.
32 Und was soll ich noch sagen? Die Zeit würde mir ja fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon und Barak und Simson und Jephta und David und Samuel und den Propheten, 33 die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, die Rachen der Löwen verstopften; 34 sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwertes entkommen, sie sind aus Schwachheit zu Kraft gekommen, sind stark geworden im Kampf, haben die Heere der Fremden in die Flucht gejagt. (Hebräer 11:32-34)
  • Der Hebräerbrief legt an dieser Stelle den Fokus auf den Glauben der Richter.
  • Er blendet Heiligkeit nicht aus, will hier aber deutlich machen, daß wir das christliche Leben durch ein lebendiges, ausharrendes Vertrauen auf Gottes Verheißungen leben müssen.
    • 14 Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! (Hebräer 12:14)
    • 12 Damit ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben. (Hebräer 6:12)
  • Das Richterbuch ist nicht nur eine Erzählung von Israels geistlichem Niedergang, sondern auch eine Geschichte von Gottes Eingreifen.
  • Da wo Gott eingriff und die Richter berief, mußten sie mit Glauben reagieren.
  • Glauben ist das feste Vertrauen auf Gottes Verheißungen.
    • 1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht. (Hebräer 11:1)
  • Gott forderte von alle Richtern Glauben.
    • Gideon mußte vertrauen, daß Gott mit seiner extrem verkleinerten Armee dennoch den Sieg über Midian schenken würde.
    • Barak mußte vertrauen, daß der Herr wirklich mit ihm sein würde und ihm den Sieg über die Streitwagen Kanaans geben würde.
    • Simson mußte vertrauen, daß Gott ihm helfen würde, obwohl er ihm untreu war und alles verloren hatte.
    • Jephta mußte vertrauen, daß Gott ihn gebrauchen würde trotz seiner niederen Herkunft.
  • Das christliche Leben ist geprägt von Glaubensproben.
    • 6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muß glauben, daß er ist, und daß er die belohnen wird, welche ihn suchen. (Hebräer 11:6)
  • Um Christ zu werden müssen wir das Evangelium glauben und vertrauen, daß Gott uns um das Werk Jesu Christi willen vergibt und aufnimmt.
    • 16 Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. (Römer 1:16)
  • Danach führt der Herr uns durch eine Kette von Glaubensproben in unserem christlichen Leben, die seinem Eingreifen vorausgehen.
    • 6 Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muß, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 7 damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. (1. Petrus 1:6-7)
  • Warum ist dem Herrn Glaube so wichtig und warum stellt er ihn auf die Probe?
    • Durch den Glauben ist er allein der Geber und wir die Empfänger und er wird allein geehrt.
      • 8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. (Epheser 2:8-9)
    • Glauben ist immer eine Reaktion auf eine Verheißung Gottes und hinter jeder Verheißung steht ein Charakterzug Gottes.
      • Indem wir einer Verheißung Gottes vertrauen, erscheint Gott durch unser Leben als vertrauenswürdig und wird geehrt.
      • Wir lernen aber zur gleichen Zeit mehr von seinem Charakter kennen und können ihn dafür lieben und anbeten.
    • Durch Glaubensproben prüft der Herr, ob wir neben ihm noch andere Götter anbeten.
      • 2 Und du sollst an den ganzen Weg gedenken, durch den der HERR, dein Gott, dich geführt hat diese 40 Jahre lang in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen, damit offenbar würde, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. (5. Mose 8:2)
Anwendung
  • In welchen Bereichen deines Lebens fordert der Herr gerade deinen Glauben heraus?
  • Wie kannst du diese Zeit benutzen, um
    • ihm allein die Ehre zu geben als Retter und Erlöser?
    • ihn und seinen Charakter besser kennen und schätzen zu lernen?
    • dein Herz prüfen zu lassen, ob du neben ihm noch andere Götter anbetest?

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