Predigt vom 21.08.2016: Stefan Beyer – Einführung in den Hebräerbrief

Stefan Beyer – Einführung in den Hebräerbrief

  • Der Hebräerbrief ist eigentlich eine Predigt.
    • Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, nehmt das Wort der Ermahnung an; denn ich habe euch mit wenigen Worten geschrieben. (Hebräer 13:22)
  • Die Empfänger waren Christen mit jüdischen Hintergrund in Rom.
    • Grüßt alle eure Führer und alle Heiligen! Es grüßen euch die von Italien! (Hebräer 13:24)
  • Der Verfasser war wahrscheinlich Paulus (alte Kirche) oder Apollos (Luther).
    • Aber ein Jude mit Namen Apollos, aus Alexandria gebürtig, kam nach Ephesus, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften. (Apostelgeschichte 18:24)
  • Die Empfänger war eine Hausgemeinde, die früher schon viel Verfolgung erfahren hatte.
    • 1 Danach aber verließ Paulus Athen und kam nach Korinth. 2 Und dort fand er einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebürtig, der vor kurzem mit seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war, weil Claudius befohlen hatte, daß alle Juden Rom verlassen sollten; zu diesen ging er, 3 und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher. (Apostelgeschichte 18:1-3)
    • 32 Erinnert euch aber an die früheren Tage, in denen ihr, nachdem ihr erleuchtet wurdet, viel Kampf erduldet habt, der mit Leiden verbunden war, 33 da ihr teils selbst Schmähungen und Bedrängnissen öffentlich preisgegeben wart, teils mit denen Gemeinschaft hattet, die so behandelt wurden. 34 Denn ihr hattet Mitleid mit mir in meinen Ketten bewiesen und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, weil ihr in euch selbst gewiß seid, daß ihr ein besseres und bleibendes Gut in den Himmeln besitzt. (Hebräer 10:32-34)
  • Nun stand eine noch größere Verfolgung bevor, wahrscheinlich unter Kaiser Nero Mitte der 60er Jahre des 1. Jahrhunderts.
    • 4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde. (Hebräer 12:4)
  • Die große Gefahr der Gemeinde und das große Thema des Hebräerbriefes ist das müde werden im Glauben bis hin zum Abfall.
    • 1 Darum sollten wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa abgleiten. 2 Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort1zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing, 3 Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung mißachten? (Hebräer 2:1-3)
    • 14 Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten, 15 solange gesagt wird: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung«. (Hebräer 3:14,15)
    • 4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte1 der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! (Hebräer 6:4-6)
    • 35 So werft nun eure Zuversicht nicht weg, die eine große Belohnung hat! 36 Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. (Hebräer 10:35,36)
  • Wie begegnet der Prediger des Hebräerbriefs der Glaubenschwäche der Hebräer und wie ermutigt er sie zu ausdauerndem Glauben?
    • Indem er aufzeigt, daß Jesus besser ist als alles, wozu sich wegwenden wollen.
      • 5 Auch Mose ist treu gewesen als Diener in seinem ganzen Haus, zum Zeugnis dessen, was verkündet werden sollte, 6 Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus; und sein Haus sind wir, wenn wir die Zuversicht und das Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten. (Hebräer 3:5,6)
      • 8 Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen. 9 Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten. (Hebräer 4:8,9)
    • Indem er sie vor den Konsequenzen des Abfalls warnt.
      • 11 So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt. (Hebräer 4:11)
    • Indem er ihnen aufzeigt, wie barmherzig und nah Jesus ist.
      • 15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde. 16 So laßt uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe! (Hebräer 4:15,16)
    • Indem er ihnen die Fülle des Evangeliums aufzeigt: alles was Jesus im Evangelium ist und für uns getan hat bzw. tut.
      • 11 Als aber der Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen [Heils-]Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt. (Hebräer 9:11-12)
    • Indem er ihnen Glaubenshelden vor Augen führt.
      • 24 Durch Glauben weigerte sich Mose, als er groß geworden war, ein Sohn der Tochter des Pharao zu heißen. 25 Er zog es vor, mit dem Volk Gottes Bedrängnis zu erleiden, anstatt den vergänglichen Genuß der Sünde zu haben, 26 da er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze, die in Ägypten waren; denn er sah die Belohnung an. (Hebräer 11:24-26)
    • Indem er sie an Gottes Plan erinnert.
      • 5 und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: »Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst! 6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« (Hebräer 12:5-6)
    • Indem er sie an die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit seiner Anbetung erinnert.
      • 22 sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, 23 zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, 24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels. (Hebräer 12:22-24)
  • Der Kontext dieses ausharrenden Glaubens, den der Prediger sich bei den Hebräern wünscht, ist die Ortsgemeinde.
    • 12 Habt acht, ihr Brüder, daß nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! (Hebräer 3:12)
    • 24 Und laßt uns aufeinander achtgeben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken, 25 indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie es einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht! (Hebräer 10:24,25)
    • 17 Gehorcht euren Führern und fügt euch ihnen; denn sie wachen über eure Seelen als solche, die einmal Rechenschaft ablegen werden, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch! (Hebräer 13:17)

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