Werktagsgottesdienst vom 21.07.2016: Stefan Beyer – Bibelaufnahme (Teil 3) – Auswendiglernen und Nachsinnen

Stefan Beyer – Bibelaufnahme (Teil 3) – Auswendiglernen und Nachsinnen

Das Wort Gottes auswendiglernen
  • Auswendiglernen schenkt geistliche Kraft
    • Wenn Bibelworte in unserem Kopf gespeichert sind, stehen sie dem Heiligen Geist zur Verfügung in Zeiten wo wir sie am dringendsten brauchen.
      • 11 Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. (Psalm 119:11)
    • Durch gelernte Bibelverse können wir unsere Gedanken auf Gott richten.
      • 2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. (Kolosser 3:2)
    • Auf diese Weise ist das Wort Gottes das Verteidigungsschwert in unserer geistlichen Waffenrüstung.
      • 17 Und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist. (Epheser 6:17)
    • Als Jesus vom Teufel in der Wüste versucht wurde, reagierte er jedes Mal mit einem gelernten Bibelvers (Matthäus 4:1-11).
    • Wir können mehr geistliche Siege erringen, wenn wir wie Jesus das Wort Gottes auswendig lernen.
  • Auswendiglernen stärkt deinen Glauben
    • 17 Neige dein Ohr und höre auf die Worte der Weisen, und dein Herz achte auf meine Erkenntnis! 18 Denn das ist lieblich, wenn du sie in deinem Innern bewahrst, wenn sie allesamt bereitstehen auf deinen Lippen. 19 Damit du dein Vertrauen auf den HERRN setzt, lehre ich dich heute, ja, dich! (Sprüche 22:17-19)
    • Auswendiglernen stärkt deinen Glauben, weil es geistliche Wahrheit verstärkt, besonders dann, wenn du sie oft hören mußt.
    • Du solltest dir Verse zu Herausforderungen im eigenen Leben heraussuchen und auswendiglernen.
  • Auswendiglernen hilft beim Zeugnisgeben und in der Seelsorge
    • Als Petrus zu Pfingsten plötzlich vom Heiligen Geist erfüllt wurde und anfing zu predigen, dann zitierte er viele Stelle aus dem Alten Testament (Apostelgeschichte 2:14-40).
    • Oft bringt der Heilige Geist im Gespräch mit Nichtchristen oder Menschen, mit denen man ein seelsorgerliches Gespräch führt, Verse in Erinnerung, die er dann mächtig gebraucht.
  • Ein Mittel der Führung Gottes
    • 24 Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude; sie sind meine Ratgeber. (Psalm 119:24)
    • So wie der Heilige Geist uns an Verse im Gespräch mit anderen erinnert, so erinnert er uns an Verse zur Wegweisung in unserem eigenen Leben.
    • Zum Beispiel kann er Epheser 4:29 gebrauchen, um mir zu zeigen, ob und wie ich in einer Situation reden soll.
      • 29 Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringe. (Epheser 4:29)
  • Auswendiglernen stimuliert Nachsinnen
    • Auswendiggelernte Verse sind Futter für das Nachsinnen.
    • Wenn du einen Vers auswendiggelernt hast, kannst du zu jeder Zeit und an jedem Ort während des Tages darüber nachdenken.
      • 97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich sinne darüber nach den ganzen Tag. (Psalm 119:97)
  • Du kannst Bibelverse auswendiglernen
    • Wenn du deinen Geburtstag, deine Telefonnummer, deine Adresse und die Namen deiner Freunde auswendig weißt, dann kannst du Bibelverse auswendiglernen.
    • Die Frage ist, ob du dich dazu disziplinieren willst.
    • Dawson Trotman, Gründer der Navigatoren, lernte während seiner Zeit als LKW Fahrer einen Vers pro Tag auswendig.
  • Mach dir einen Plan
    • Es gibt viele vorgefertige Hilfsmittel.
      • der Schrifteinprägekurs von den Navigatoren
      • die App Remember Me
    • Du kannst auch einfach mit Versen anfangen, die der Herr gerade in deinem Leben gebraucht.
      • Wenn dein Glaube schwach ist, dann lerne Verse über den Glauben auswendig.
      • Wenn du mit einer schlechten Angewohnheit kämpfst, dann lerne Verse zu dem Thema auswendig.
    • Du kannst auch einen ganzen Bibelabschnitt (z.B. einen Psalm) auswendiglernen.
  • Schreibe die Verse nieder
    • Benutze entweder Verskarten oder eine App.
  • Mal die Gedankenstützen auf
    • Du kannst dir Bilder zu den Versen malen, um dich besser an sie zu erinnern.
    • Oder du denkst dir ein Thema für den Vers aus.
  • Lerne den Vers Wort für Wort auswendig
    • Gib dich nicht zufrieden, den Vers nur ungefähr zu wissen.
    • Lerne auch die Bibelstelle dazu auswendig.
    • Ohne einen objektiven Standard ist die Versuchung groß, die Qualität immer mehr abzusenken.
    • Den Vers genau zu können, gibt dir auch mehr Sicherheit, ihn in einem Gespräch zu gebrauchen.
  • Finde eine Methode der Rechenschaft
    • In der App Remember Me gibt es regelmäßig eine Erinnerung an Verse, die auswendig zu lernen sind.
    • Die meisten Christen brauchen ein persönliches Gegenüber, mit dem sie über ihre gelernten Verse sprechen.
  • Wiederhole deine Verse jeden Tag und sinne über sie nach
    • Ohne Wiederholung vergißt du irgendwann das meiste, was du gelernt hast.
  • Das Ziel ist nicht, wie viele Verse du kannst, sondern die Gottesfurcht.
Über Gottes Wort nachsinnen
  • Im christlichen Glauben bedeutet Nachsinnen nicht das leeren des Sinnes (wie z.B. bei Yoga, Transzendentaler Meditation, Entspannungstherapie, Achtsamkeit), sondern das Füllen des Verstandes mit der Wahrheit der Bibel.
  • Nachsinnen (Meditation) ist, obwohl es von vielen nichtchristlichen Gruppen anders verstanden und mißbraucht wird, dennoch ein klares Gebot Gottes und hat viele Vorbilder in der Heiligen Schrift.
  • Nachsinnen im christlichen Sinn ist nicht mentale Passivität, sondern konstruktives Nachdenken.
  • Weltliche Meditation gebraucht Visualisierungstechniken, bei denen man seine eigene Realität schafft.
  • Christliche Meditation ist das Nachdenken über das Wort Gottes und seine Wahrheiten.
    • 8 Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! (Philipper 4:8)
  • Wir schaffen nicht unsere eigene Realität, sondern bringen Gottes Wahrheit im Gebet vor ihn.
  • Christliches Nachsinnen ist das tiefe Nachdenken über Wahrheiten und geistliche Wirklichkeiten, die in der Heiligen Schrift offenbart sind, mit dem Ziel zu verstehen, anzuwenden und zu beten.
  • Ein Vergleich wäre das Eintauchen eines Teebeutels in ein Glas heißes Wasser.
    • Der Teebeutel sind die Wahrheiten der Bibel.
    • Die Teetasse ist unser Verstand.
    • Das Eintauchen und Ziehen lassen ist das biblische Nachsinnen.
  • Josua 1:8 und die Verheißung des Erfolges
    • 8 Laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln! (Josua 1:8)
    • Gelingen ist hier als Erfolg in den Augen des Herrn zu verstehen.
    • Es geht um das geistliche Wohl der Seele und geistlichen Erfolg.
    • Aber durch Gottes Weisheit werden wir auch weltlich erfolgreich handeln.
    • Wahrer Erfolg ist denen verheißen, die täglich in Gottes Wort forschen (hebräisch nachsinnen).
    • Dadurch wird ihr Denken und Handeln vom Wort Gottes geleitet und Gott schenkt ihren Wegen Gelingen.
    • David sagte: “Durch mein Nachsinnen wurde ein Feuer entzündet.” (Psalm 39:4).
    • Wenn wir das Feuer des Wortes Gottes (Jeremia 23:29) hören, lesen, studieren und auswendiglernen, dann ist das Nachsinnen wie ein Blasebalg, der das Feuer immer wieder anfacht.
    • Wenn das Feuer heller brennt, schenkt es mehr Licht (Verständnis) und Wärme (Leidenschaft).
    • Die Bibelaufnahme läßt uns oft so kalt und wir sind in unserem geistlichen Leben oft nicht erfolgreich, weil wir uns nicht am Feuer des Nachsinnens wärmen.
  • Psalm 1:1-3 – Die Verheißungen
    • 1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl. (Psalm 1:1-3)
    • 98 Deine Gebote machen mich weiser als meine Feinde, denn sie sind ewiglich mein Teil. 99 Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach. (Psalm 119:98-99)
    • Nachsinnen ist Absorbierung von geistlicher Wahrheit. Ohne Nachsinnen würde sie einfach an uns abperlen.
    • Wir werden heute, im Gegensatz zum alten Israel, ständig mit falschen Botschaften konfrontiert.
    • Auswendiglernen und Nachsinnen hilft uns, unseren Sinn mit guten Wahrheiten zu füllen.
    • Durch das disziplinierte Nachsinnen geschieht die Erneuerung unseres Sinnes.
      • 2 Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist. (Römer 12:2)
  • Such dir eine passende Bibelstelle aus
    • Am einfachsten ist es, eine Stelle auszuwählen, die dir beim Bibellesen oder Bibelstudium sowieso schon aufgefallen ist.
    • Es ist aber immer wichtig, als Ausgleich, über die Person und das Werk von Jesus Christus nachzusinnen und über die großen Themen der Bibel.
    • Ein guter Weg zum Nachsinnen ist, das Hauptthema des Bibelabschnitts herauszufinden, den man gelesen hat, und dann über seine Bedeutung und Anwendung nachzusinnen.
  • Wiederhole den Bibelabschnitt auf verschiedene Weise
    • Betone einzelne Wörter des Verses.
      • 7 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petrus 5:7)
    • Durch diese Methode entdeckt man, wie bei einem Diamanten, immer neue Aspekte eines einzelnen Verses.
  • Schreib den Vers in eigenen Worten nieder
  • Suche nach Anwendungen des Textes.
    • Frage dich: “Wie sollte ich auf den Text antworten? Was würde der Herr von mir als Reaktion auf sein Wort erwarten?”
  • Bete über den Text.
    • 18 Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz! (Psalm 119:18)
    • Dadurch wird unser Gebetsleben unheimlich bereichert.
  • Eile nicht – nimm dir Zeit!

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