Werktagsgottesdienst vom 02.06.2016: Stefan Beyer – Der Christ und der Islam

Stefan Beyer – Der Christ und der Islam

  • Die muslimischen Einwanderer und Flüchtlinge sind Gefahr und Chance zu gleich.
    • Eine Gefahr für unsere Monokultur in Deutschland.
    • Eine Chance, daß Menschen das Evangelium hören können, die es vorher noch nicht gehört hatten.
  • Im islamisch geprägten Teil der Welt passiert gerade eine Erweckung.
  • Hinter dem Gebilde Islam stehen weltweit 1,4 Milliarden Menschen, die zu einem großen Teil noch nie das Evangelium von Jesus Christus gehört haben.
  • Wir sind als Botschafter des Evangeliums ausgesandt.
    • 21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. (Johannes 20:21)
    • 20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott! (2. Korinther 5:20)
  • Dieser Auftrag sollte uns anspornen, uns mit dem Islam auszukennen, um das Evangelium verständlich weitergeben zu können.
    • 15 sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung. (1. Petrus 3:15)
  • Wir müssen unseren Glauben aber auch gegenüber dem Anspruch des Islam verteidigen können (Apologetik).
Was ist überhaupt der Islam?
  • Der Prophet Muhammad
    • Er ist das sogenannte Siegel der Propheten.
    • Muslimen glauben an einen Gott, der schon durch einige tausend Propheten mit den Menschen gesprochen hat.
    • Adam, Abraham, Mose und Jesus sind wichtige Propheten im Islam, die alle gläubige Muslime gewesen sein sollen.
    • Der Islam ist für Muslime somit die Urreligion, die schon Adam praktizierte.
    • Muhammad wurde 570 n.Chr. in Mekka auf der arabischen Halbinsel geboren.
    • Er stammte aus einer Händlerfamilie, weshalb er auch diesen Beruf ausübte und eine 20 Jahre ältere Kaufmannswitwe namens Hadija heiratete.
    • Damals waren die Araber Polytheisten, beteten also viele Götter an und hatten viele Heiligetümer mit Statuen und Abbildern ihre Gottheiten.
    • Gleichzeitig waren die Götter eine Art “Mittel zum Zweck” für die Araber, da man von ihnen bestimmte Gegenleistungen für dargebrachte Opfer erwartete.
    • Die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod war den alten Mekkanern fremd.
    • Spirituell höchst unbefriedigt wurde Muhammad zu einem Gottessucher, einem sogenannten Hanif.
    • Er zog sich zum Meditieren in eine Höhle am Berg Jabal an-Nur zurück, wo er der Überlieferung zufolge im Jahr 610 die erste Offenbarung von Allah durch den Erzengel Gabriel erhalten haben soll.
    • Danach wurde in seinem Leben die Verkündigung des einen Gottes und die Unterwerfung unter ihn zentral.
    • Davon leitet sich das Wort Islam ab, was wörtlich Hingabe und Unterwerfung bedeutet.
    • Dieser Angriff auf den Götzendienst in Mekka wurde von den übrigen Stadtbewohnern kaum toleriert, so daß Muhammad im Jahr 622 nach Medina fliehen mußte.
    • Es geschah dort, daß Muhammads Verkündigung mehr und mehr auch mit Gewalt, sowie gegen den Widerstand Andersdenkener erfolgte.
    • Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Medina erkannten Muhammads Prophetenschaft nicht an, weshalb sie von den frühen Muslimen angegriffen und fast vollständig enthauptet wurden.
    • Nach einem langen Krieg mit den Mekkanern konnte Muhammad die Stadt mit seinen muslimischen Streitkräften im Jahr 630 einnehmen.
    • 631 verstarb Muhammad dann in Medina.
    • Das Leben des Propheten ist für Muslime enorm wichtig.
    • Gerade die Anhänger der Konfession der Sunniten versuchen die Überlieferungen über Muhammad, die sogenannten Hadithe, zu studieren und exakt so zu leben wie Muhammad es tat.
    • Muhammad war als Feldherr und Prophet äußerst erfolgreich.
  • Der Quran
    • Der Islam ist wie das Christentum eine Buchreligion.
    • Muslime glauben, daß der Quran schon immer exisiterte und ungeschaffen ist.
    • Das Arabisch des Quran soll von ausgesprochener Schönheit sein und der Quran selbst sei das “Bestätigungswunder” Muhammads, da er in seinem Leben keine sonstigen Wunder gewirkt hat.
    • Der Inhalt dieses Buches ist nicht geordnet, weshalb es oftmals enorm schwierig ist, Zusammenhänge zu erkennen.
    • Dennoch wird der Quran für ein Wort-für-Wort Diktat Allahs an Muhammad gehalten.
    • Muslime haben fünf verbindliche Glaubenssätze:
      • Der Glaube an die Einheit Gottes.
      • Der Glaube an das Prophetentum Muhammads.
      • Der Glaube an das Leben nach dem Tod und die Verantwortung im jüngsten Gericht.
      • Der Glaube an die Engel.
      • Der Glaube an die heiligen Bücher der Offenbarung.
  • Die fünf Säulen des Islam
    • Das Glaubensbekenntnis “Ich bezeuge, daß es keinen Gott gibt außer Allah und daß Muhammad sein Prophet ist.
    • Das Gebet fünfmal täglich.
    • Almosen an Arme und Bedürftige.
    • Fasten im Fastenmonat Ramadan.
    • Die Wallfahrt nach Mekka zur Kaaba.
Das Gottesverständnis
  • Wir Christen glauben an einen dreieinigen Gott, was bedeutet, daß Gott zwar ein Gott ist, aber in drei zu unterscheidenden Personen existiert: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
  • Diese Vorstellung ist im Islam undenkbar.
  • Muslime glauben an die Einheit oder eher “Einsheit” Allahs, sowie an seine absolute Einzigartigkeit.
  • Der Gott der Bibel ist Liebe.
    • 8 Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. (1. Johannes 4:8)
  • Die Liebe des Gottes der Bibel hat sich in einer Beziehung zu seinen Menschen offenbart, als Jesus selbst am Kreuz gestorben ist.
  • Gott ist dem Menschen nicht fern, er ist selbst ein Mensch geworden.
  • Der Gott der Bibel ist ein Gott der Beziehung, der innerhalb der Dreieinigkeit bereits seit Ewigkeiten in einer Beziehung zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Geist lebt.
Das Erlösungsverständnis
  • Der Islam hat ein positives Menschenbild.
  • Der Mensch ist an sich gut und kann sich in der Situation der Versuchung ohne Probleme für das Gute entscheiden, wenn er es denn will.
  • Sünde und Versuchung kommen im Islam nie aus dem Menschen heraus, sondern werden von außen an den Menschen herangetragen.
  • Der Teufel flüstert sie dem Menschen ein und der Mensch kann frei zwischen Gut und Böse entscheiden.
  • Ein Leben fernab des Guten ist daher im Islam eher durch ein Nicht-Wissen begründet, als durch ein Nicht-Können.
  • Der Quran ruft daher immer wieder auf “verständig zu sein” und “nachzudenken”.
  • Allah fordert von den Menschen nicht sündlos zu sein, sondern die Anerkennung der Allmacht und Majestät Allahs und Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer.
  • Glaube ist daher im Islam die Anerkennung Allahs und die Unterwerfung, ausgedrückt durch die berühmten fünf Säulen des Islam.
  • Die Sünde und die Verfehlungen des Menschen haben im Islam außerdem keinerlei Bedeutung für Allah.
  • Allah ist so anders und so fernab der Schöpfung, daß Sünde Allah gar nicht treffen kann, sondern nur gegen den Menschen selbst gerichteet ist.
  • Sünde ist daher auch kein grundlegendes Problem im Islam.
  • Dennoch: Allah allein muß die Sünde vergeben.
  • Im Quran heißt es: “Diejenigen, die Allahs gedenken für ihre Sünde um Verzeihung flehen, wenn sie etwas Schändliches getan oder gegen sich selbst gesündigt haben – Denn wer vergibt Sünden außer Allah?”
  • Wieso aber muß Allah dann die Sünde vergeben? Was hat er davon, wenn die Menschen das tun, was er fordert und was kümmert es ihn, wenn sie es nicht tun?
  • Im Christentum ist die Sünde allerdings ein enormes Problem.
  • Der Mensch selbst wird als “böse” charakterisiert.
    • 21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Ich will künftig den Erdboden nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, obwohl das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich künftig nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. (1. Mose 8:21)
  • Das ist er schon vor seiner Geburt.
    • 7 Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen. (Psalm 51:7)
  • Die Boshaftigkeit des Menschen ist durch Sünde verursacht und führt zu immer mehr Sünde.
  • Der Mensch muß daher mit Gott versöhnt werden, er muß erlöst werden.
  • Dies muß geschehen, da es Gottes eigene Gerechtigkeit erfordert, daß Sünde bestraft wird.
  • Würde Gott die Sünde nicht bestrafen, dann wäre er ungerecht.
  • Der Mensch muß also aufgrund seiner Sünde bestraft werden und kann dieser Strafe nur durch Erlösung entgehen.
  • Im Islam benötigt der Gläubige zwar echte Buße, um mit Allah wieder ins Reine kommen zu können.
  • Er kann sich aber noch nicht sicher sein, ob es wirklich genügt, da Allah vergibt, wem er will und sich nicht an Versprechen bindet, wie der Gott der Bibel es tut.
  • Im Islam muß der Mensch lediglich Allah anerkennen, Buße tun und seine schlechte Taten durch gute Taten “aufwiegen”.
Das Verständnis von Jesus
  • Die Bibel zeigt, daß Jesus sowohl vollkommener Gott als auch vollkommener Mensch und die zweite Person der Dreieinigkeit ist.
  • Diese Vorstellung ist im Islam natürlich undenkbar.
  • Dort wird Jesus lediglich als ein Prophet angesehen (wenn auch ein sehr wichtiger Prophet, zu dem ein heiliges Buch herabgesandt wurde).
  • Muslime glauben, daß Jesus ein Muslim war und nicht an einem Kreuz gestorben ist.
  • Dafür haben sie nur den Quran als Grundlage, der erst 600 Jahre nach Jesu Tod verfaßt wurde.
  • Die Muslime glauben, daß die Christen die Bibel verfälscht haben, die ursprünglich ein muslimisches Buch wie der Quran gewesen sei.
Wie ich mit Muslimen über Jesus reden kann
  • Nutze die Heilige Schrift!
  • Verteidige die Dreieinigkeit!
  • Sprich über Sünde!
  • Erkläre das Kreuz!
  • Treibe Buße und Glauben voran!
Bücher zum Weiterlesen
  • Mark Dever – Persönliche Evangelisation: Motivation, Inhalt, Praxis
  • Christine Schirrmacher – Islam und christlicher Glaube. Ein Vergleich
Vorträge zum Anhören
Quelle: Tafferner, Mario (2014): „Der Christ und der Islam“. In: Klautke, Jochen; Reeh, Lars; Strebel, Hanniel (Hrsg.) Ein Leben zur Ehre Gottes. 1. Aufl. Waldems: 3L Verlag.

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