Werktagsgottesdienst vom 26.05.2016: Stefan Beyer – Der Christ und die Apologetik

Stefan Beyer – Der Christ und die Apologetik

  • Was glaubst du? Was ist der Inhalt deines Glaubens?
    • Darauf sollten wir als Christen eine Antwort geben können!
  • Evangelisation ist die Weitergabe des Evangeliums durch Predigt, Gespräch und Schrift.
  • Apologetik ist die Wissenschaft von der Verteidigung des Christentums.
  • Das griechische Wort apologia bezeichnete eine Verteidigungsrede eines Angeklagten vor Gericht.
  • “Ich glaube an Jesus Christus, weil …”
  • “Ich vertraue der Bibel, weil …”
Evangelium
  • Der Inhalt des Evangeliums (der guten Nachricht) ist:
    • Gott ist ein heiliger Gott. Alle Menschen sind schuldig vor ihm, da sie seine Gebote nicht gehalten haben. Dies geschieht durch Übertretung der Gebote und durch Mangel an Übereinstimmung mit den Geboten. Das Falsche zu tun ist Sünde und das Gute zu unterlassen ist auch Sünde. Doch Jesus Christus, der sündlose Sohn Gottes ist am Kreuz einen stellvertretenden Sühnetod gestorben und am dritten Tag auferstanden, damit alle, die an ihn glauben, Vergebung ihrer Sünden empfangen. Gott vergibt die Schuld des gläubigen Sünders, da Jesus Christus den Zorn Gottes über die Sündenschuld der Gläubigen selbst getragen hat. Den Gläubigen wird die Gerechtigkeit des Christus aus Gnade durch den Glauben zugerechnet.
  • Der Heilige Geist wirkt durch das Weitersagen des Evangeliums zur Errettung der Erwählten.
    • 16 Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. (Römer 1:16)
    • 17 Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort. (Römer 10:17)
Hinweise für Gottes Existenz aus der Schöpfung
  • In Römer 1 schreibt Paulus, daß der Schöpfer anhand der Werke seiner Schöpfung durch Nachdenken wahrgenommen wird.
  • Daran knüpfen die Argumente für die Existenz Gottes an.
    • Das Universum hat einen Anfang. Deshalb muß es etwas vor dem Universum gegeben haben.
    • Das Universum ist materiell und zeitlich. Deshalb muß die Ursache über-materiell (Geist) und über-zeitlich (ewig) sein.
    • Es gibt Persönlichkeit, Moral und Schönheit im Universum. Deshalb muß die Ursache persönlich, moralisch und schön sein.
    • Diese Eigenschaften treffen auf den christlichen Gott zu.
    • Intelligent Design: Es gibt das Universum, es funktioniert und alles paßt gut zusammen (Feinabstimmung).
Die Auferstehung Jesu
  • Paulus spricht in 1. Korinther 15 von der leiblichen Auferstehung Jesu.
  • Das Grab Jesu war leer, er ist wirklich aus den Toten auferstanden.
  • Es gab dafür Augenzeugen. Die Auferstehung ist historisch überprüfbar.
  • Wenn die Auferstehung wirklich stattgefunden hat, dann ist Jesus der, der er behauptete zu sein: Gottes Sohn.
  • Sonst wäre der christliche Glaube ein Mythos. Dieser hätte aber nicht so schnell entstehen können.
  • Wurde der Leichnam von Jesus gestohlen?
    • Die Römer betrachten den Konflikt zwischen Jesus und den Pharisäern als eine inner-jüdische Streitfrage.
    • Die Pharisäer bestellten die Wache vor Jesu Grab. Sie zeigten nie den Leichnam von Jesus.
    • Die Jünger hatten keine Macht, die Wachen zu überwinden. Sie bezeugten alle die Auferstehung und starben dafür.
  • Die Auferstehung des Leibes war im griechisch-römischen Denken unvorstellbar.
  • Die Juden glaubten nur an die Auferstehung am Ende der Tage.
  • Eine beachtliche Zahl von Juden (über 3000) nahm fast über Nacht eine neue Religion an (Apostelgeschichte 2).
  • Die jüdischen Feste und Zeremonien wurden abgeschafft.
  • Jesus wurde sofort als Gott angebetet.
  • Nur die Auferstehung kann diese Veränderungen erklären.
Unsere Zeit – die Postmoderne
  • Beim Christentum geht es nicht um relative, sondern um absolute Wahrheit.
  • Entweder ist Jesus Gottes Sohn oder er ist es nicht.
  • Zwei Dinge, die sich widersprechen, können nicht gleichzeitig wahr sein.
Thesen und mögliche Antworten
  • Alle Religionen sind gleich.
    • Die Religion unterscheiden sich sehr stark und können nicht gleichzeitig wahr sein.
  • Alle Religionen haben einen Teil der Wahrheit, aber keine hat die ganze Wahrheit.
    • Diese These wird oft mit dem Elefantenbeispiel erklärt.
    • Aber: Der Elefant hat gesprochen.
  • Wenn du in einem muslimischen Land aufgewachsen wärst, würdest du Moslem sein – und nicht Christ.
    • Kulturelle Prägung sagt nichts über den Wahrheitsgehalt einer Religion aus.
  • Es ist arrogant und intolerant zu glauben, daß der eigene Glaube der einzig wahre ist.
    • Genauso ist es arrogant, davon auszugehen, daß meine Sicht auf alle Religionen richtig ist.
Intolerant?
  • Toleranz im klassisch-demokratischen Sinn meint, eine Überzeugung zu dulden, die man selbst nicht teilt.
    • In diesem Sinn sollten Christen tolerant sein und sind es meistens auch.
Bücher zum Weiterlesen
  • Timothy Keller – Warum Gott?
  • Ron Kubsch – Die Postmoderne
  • Josh McDowell – Wer ist dieser Mensch?
Quelle: Reeh, Lars (2014): „Der Christ und die Apologetik“. In: Klautke, Jochen; Reeh, Lars; Strebel, Hanniel (Hrsg.) Ein Leben zur Ehre Gottes. 1. Aufl. Waldems: 3L Verlag.

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